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User-Test: Forza Horizon (XBOX360)
20.02.2013 09:41:03 von Yzerman
Was hab ich mich gefreut, als vor fast einem Jahr, der erste Trailer zu Forza Horizon rauskam. Schon nach den ersten Informationen war mir klar, dass ich das Spiel haben muss.
Auch wenn ich beim Release noch kurz gezögert habe – für mich ist FH das Spiel des Jahres!
Das Spinoff zur eher Simlastigen Forza-Reihe wurde durch Playground Games entwickelt. Das heisst Jungs von Bizarre Creations (PGR), Black Rock (Pure, Split Second) und Codemasters sitzen dahinter. Mit Unterstützung durch Forza-Entwickler Turn 10.
Die Voraussetzungen könnten besser fast nicht sein.
Das Spiel startet man, als unbekannter junger Fahrer. Man ist gerade die Autos der anderen Fahrer am Bestaunen, als durch das Radio die Meldung geht, dass noch 10 Startplätze am Horizon-Festival zu vergeben sind. First come, first served.
Ein Wettrennen um die letzten Plätze beginnt. Als letzter Fahrer schafft man es an das Festival. Das erste Armband ist gesichert. Nun gilt es, die Etappen- oder Rundkursrennen zu gewinnen, um neue Armbänder zu ergattern und der neue Champion zu werden.
Soweit so originell.
[b]Colorado[/b]
Das Festival liegt mittig in einem idealisierten Colorado. Auf dem Festivalgelände ist die Rennleitung, die nur dazu da ist um jeweils nach ein paar Rennen das neue Armband abholen zu können, Daks Werkstatt, in der man Autos erstehen und rudimentär tunen kann, eine Lackiererei (war ich noch nie, bin zu unbegabt), [url=http://www.konsolentreff.net/showthread.php?tid=18529]den Autoklub[/url], sowie der Multiplayermodus. Letzterer ist leider getrennt vom Hauptspiel.
Colorado wurde sehenswert in Szene gesetzt. Es gibt einen Tag- und Nachtzyklus, der immer wieder zu sehr schönen Szenen führt. In der Nacht sieht man schon von weitem das Festivalgelände, mit den Lichtanlagen, beim Sonnenaufgang gibt es dank der tollen Landschaft schon fast romantische Szenen. Und das in eine Rennspiel. Sowieso wurde die Spielwelt sehr gut designt. Für mich hat sie eine optimale Grösse. Man braucht nie lange um auch an entferntere Punkte auf der Karte zu gelangen, trotzdem ist es goss genug, um auch noch nach 10 Stunden neue Wege und versteckte Sachen zu finden.
[b]Einiges zu tun[/b]
Ziel des Spiels ist es, den dreifachen Champ und Charmebolzen Darius Flynt zu schlagen. Dazu muss man einfach nur die Festivalrennen gewinnen. Diese finden ausschliesslich auf abgesperrten Strassen ohne Zivilverkehr statt. Daneben gibt es aber auch noch eine Menge zu tun.
Es werden Credits (ähnlich wie in PGR die Kudos) für schöne Drifts, hohe Geschwindigkeiten und gefährliche Überholmanöver verteilt. Diese braucht man um in der Popularitätsrangliste nach vorne zu kommen. Am Anfang steht man auf Rang 250. Nach und nach schaltet man dadurch Schaurennen frei.
Diese sind PR-Aktionen von irgendwelchen Sponsoren. Meistens fährt man mit einem vom Sponsor bereitgestellten Auto gegen ein Flugzeug, Ballon oder Helikopter ein Rennen. Gewinnt man, gehört einem das Auto. Diese wirken zwar oft gescripted, aber Spass und Abwechslung bringen sie trotzdem rein.
Auch gibt es noch ca. 20 „illegale“ Strassenrennen, die durch den Zivilverkehr ein wenig aufregender sind, als die Festivalrennen. Leider sind hier die meisten Rennen ziemlich kurz.
Das erkunden der Karte macht sehr viel Laune, denn das Strassennetz ist so ausgelegt, dass es nie lange dauert bis man eine neue Tätigkeit oder eine Stadt, schöne Bergpässe oder anspruchsvolle Offroadstrecken findet.
[b]Erkundung des Westens[/b]
Neben den Rennen, gibt es in Colorado auch eine ziemlich hohe Blitzfallendichte. Diese messen (wie üblich) euer Tempo beim durchfahren. Dazu gibt es auch noch ein paar, die das Durchschnittstempo für einen Abschnitt messen. Das ganze wird durch das Rivalen-System sehr motivierend. Sobald man geblitzt worden ist, kann man auf der Rangliste vergleichen, wie man gegen die anderen Mitglieder des Autoklubs oder der Freundesliste steht. Sehr oft kam es vor, dass ich nochmal umgedreht bin und meine Höchstgeschwindigkeit nochmals um 2 km/h steigern wollte, damit ich noch einen Platz mehr gut mache.
Dazu gibt es 10 Scheunenfunde, die man nach und nach freischalten kann. Es taucht plötzlich ein Gerücht über einen Oldtimer, der irgendwo abgestellt und vergessen wurde, auf. Auf der Karte wird dann der Bereich grau eingefärbt, wo dieser stehen könnte. Also macht man sich auf die Suche nach der Karre. Dies bringt eine gelungene Abwechslung in das hektische Fahrgeschehen rein, da man immer langsam durch das Gebiet kurvt, um den Oldtimer zu finden. Ausserdem sind noch 100 Werbetafeln noch Daks Werkstatt im ganzen Gebiet verteilt. Zerstört man diese bekommt man pro Schild 1% mehr Rabatt beim Tuning in seiner Werkstatt.
[b]Das dröhnt[/b]
Passend zum Festival gibt es einen tollen Soundtrack. Auf drei Sendern werden verschiedene Musikstile gespielt. Auf jedem gibt es tolle Stücke, wobei mir der „Bass“-Sender am wenigsten zugesagt hat. Was toll ist: Die Moderatoren gehen immer wieder auf die gerade erlangten Erfolge ein und interviewen andere Fahrer. Dies erzeugt eine tolle Stimmung und erinnerte mich an SSX 3. Die Motorensounds sind gut gelungen, allerdings steht die Musik eher im Vordergrund.
Zur guten Atmosphäre tragen auch die anderen Fahrer bei. Pro Armband und dazugehöriger Rennserie, gibt es immer einen Star zu schlagen. Diese lullen einem vor jedem Rennen mit cheesigen Sprüchen zu. Die gehen einem schon nach kurzer Zeit sowas auf den Sack, dass man nochmals mehr motoviert ist.
Gewinnt man dann eine Rennserie und kann ein neues Armband abholen, gibt es jeweils noch einen Head-Head gegen den jeweiligen Star. Schlägt man diesen, gibt es zur Belohnung sein Auto.
Der Schwierigkeitsgrad hält sich in Grenzen. Ich habe das Spiel auf „mittel“ durchgespielt und hatte selten Mühe. Einzig in den Rundstrecken ist es manchmal ein wenig mühsam. Der Star fährt vorne weg, während ich mich vom letzten Platz nach vorne kämpfen muss. Auf den engen Strecken manchmal sehr anstrengend. Auf einem höheren Schwierigkeitsgrad hätte ich aber keine Chance gehabt, jedes Rennen zu gewinnen.
Ich hatte schon lange keinen solchen Spass mehr mit einem Spiel. Es spricht mich voll an. Das liegt auch an den Strecken. Mir macht es viel mehr Spass durch das abwechslungsreiche Colorado zu rasen, als Runden auf den sterilen Rennpisten aus Gran Turismo oder Forza zu fahren. Es gibt einiges zu tun, aber trotzdem ist alles übersichtlich und nicht überladen. Spielgefühl ist top, Grafik gehört mit zum Besten auf der 360. Es ist eine Mischung aus NFS Hot Pursuit 2, PGR, TDU und natürlich Forza.
Klar gibt es einige Negativpunkte. Aus der Story hätte man viel mehr machen können. Man sieht die Gegner/Rivalen immer nur kurz vor dem Rennen, wo sie ihre albernen Sprüche runterleiern. Aber ich muss sagen: 100x lieber eine miese Story in einem Rennspiel als gar keine. Es motiviert halt einfach viel mehr gegen ein „Gesicht“ zu fahren als einfach gegen Fahrer XY. Der Soundtrack ist zwar toll, aber es hätten noch ein paar Tracks mehr sein dürfen. Auch die Bedienung des Radios hätte man besser machen können. Wieso kann ich Lieder nicht überspringen?! Kommt zufälligerweise auf allen 3 Radiosendern ein Lied dass einem nicht gefällt, schaut man in die Röhre. Ausserdem bleiben die Rallyrennen unter den Erwartungen. Man rutscht ein wenig mehr herum, aber ein komplett anderes Feeling zum Fahren ist es leider nicht. Da habe ich mehr erwartet. Und die Rennen hätten im Schnitt ein wenig länger sein dürfen.
Für mich ist Forza Horizon das Goty 2012 und wohl auch der Racer dieser Gen. Es macht einfach unheimlich Spass.
Bewertung
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Kommentare (2)
Yzerman
20.02.2013 09:41 - Kann ich den Test editieren?forzaaaaaa
20.03.2013 15:53 - Ich hätte dem Spiel eine volle 10 gegeben, es gibt einfach nichts was mich persönlich stören würde. Nur das es zu wenig Lieder gibt und diese sich deshalb zu oft wiederholen ;)