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Ghostbusters - The Video Game gespielt auf: PC PS3 PS2 DS XBOX360 WII

Spielegenre: Action | Erscheinungstermin: 24.06.2009

Ghostbusters - The Video Game

User-Test: Ghostbusters - The Video Game (XBOX360)

18.06.2009 23:43:58 von CeeKay

Die wohl berühmtesten Geisterjäger der Welt erleben ihr Comeback!
Nachdem das Game anfangs scheinbar kein Publisher haben wollte, und es von Vivendi durch Umstrukturierungen bei Activison-Blizzard landete, erreichte uns Ende letzten Jahres die Meldung das Atari die Rechte in Besitz gebracht hatte. Da Atari zu dem Zeitpunkt noch dafür bekannt war, als Publisher so langsam den Löffel abzugeben, und Fans schon um den Titel bangen mussten, haben Sie sich nun mit Riddick und Ghostbusters zwei schöne Eisen ins Feuer gelegt. Fairerweise muss man dazu sagen, dass die Games beide so gut wie fertig waren als das Atari Logo dazugekommen ist… That‘s business. Das ist allerdings längst noch nicht Alles… denn just vor der Veröffentlichung scheint Sony das Potenzial des Titels erkannt zu haben und versuchte sich mit Mühe und Not eine Zeitexklusivität für die PS3 zu sichern… was, wie ihr bemerken werdet, nicht so ganz geklappt hat. Für eine PS3 Exklusivität in den Staaten haben scheinbar die Verhandlungskünste oder das Budget von Sony nicht ausgereicht und so erscheint das Spiel auch in der 360 Variante zeitgleich mit der PS3 Version. Warum uns Zocker das in Europa interessieren sollte? Nun, die Xbox 360 Version von „Ghostbusters the Videogame“ ist Regionfree, sprich kann auf jeder 360 abgespielt werden UND beinhaltet die vollständig deutsche Lokalisierung eingesprochen von den original Sprecher aus den beiden Kinofilmen. Es darf also fleißig importiert werden. Denn eine offizielle PAL Fassung wird es in Europa aufgrund des kurzfristig eingefädelten Sony Deals erst Ende des Jahres geben. Wie es sich mit der PS3-Version verhält, weiß ich nicht. Auf Verpackung, DVD oder Booklet möchte ich gar nicht eingehen, denn wie uns schon das „Hör mal, wer da hämmert“ Game auf dem SNES beigebracht hat: „Real men don’t need instructions.“ Und so stopfe ich mit aufgeregtem Händezittern das Game in meine Xbox und zwinge mich dazu, weitere 5 Minuten zu warten, bis das Image auf der Platte liegt. Perfekte Zeit für Raucher… schade, dass ich Nichtraucher bin, also neuen Rekord im Däumchen drehen aufgestellt. Spiel gestartet, aha Logo des Entwickler, ok Logo der Engine, ja ja … Logo des Publishers… WOW das wird in ner Geisterfalle eingesaugt… Cooool. Und ZACK! Wir sind im Menu welches einfach aber hübsch gestaltet ist. Man sieht die Zentrale der Ghostbusters von außen auf welcher schlicht die Menüpunkte „Karriere“, „Xbox Live“, „Optionen“ und „Extras“ eingeblendet sind. Wer nun voreilig handelt, landet schnell wieder hier im Menü denn, um das Game auf Deutsch spielen zu können muss man sich kurz in die Optionen bewegen und unter „Audio/Video Settings“ den letzten Punkt „Englische Sprachausgabe“ deaktivieren. Das war‘s, von nun an trällern die bekannten deutschen Stimmen in einer fast perfekten Synchronisation aus den Lautsprechern. Warum fast perfekt? Dazu im Soundabschnitt mehr. --Who you gonna call? Ghostbusters!-- Ist das Spiel gestartet, beginnt ein Actionfeuerwerk das euch so schnell nicht mehr loslassen wird. Die Rahmenhandlung des Spiels und vorläufig offiziellen dritten Films entstammt erneut aus den Federn von Dan Aykroyd (Dr. Raymond „Ray“ Stantz) sowie Harold Ramis (Dr. Egon Spengler) und bietet Geisterjägerkost vom Feinsten. Ohne zu viel zu verraten, steht im Museum von New York eine Gozer (wir erinnern uns an den ersten Film) Ausstellung kurz vor der Eröffnung. Natürlich wäre es langweilig, wenn sich bei dieser Ausstellung kein einziger Geist blicken lässt. Da es sich dabei aber teilweise um spektrale Manifestationen der bekannten Kolosse aus den Filmen handelt, fühlen sich Fans direkt heimisch. In den ersten Levels hat die Story noch den Anschein die ersten beiden Filme in leicht abgeänderter Handlung nachzuspielen. So trifft man im ersten Abschnitt direkt auf den bekannten Hotelbesitzer welcher wieder Angst um seinen gedeckten Speisesaal hat. In diesem darf man dann auch, genau wie im Film, Slimer erneut per Protonenstrahl einfangen. Das Positive ist, die Geisterjäger machen keinen Groll daraus und stecken dem besorgtem Hotelbesitzer trockene Sätze wie „Was? Sie haben nach dem letzten Mal immer noch keine Spukversicherung abgeschlossen? Tja tut uns leid, aber es ist zwei Jahre her das wir hier waren, somit ist ihre Geistfreigarantie abgelaufen“ und außerdem freut man sich als Spieler auf das Geschehen. Denn sind wir mal ehrlich, wer von euch wollte nicht schon mal beweisen, dass er den Speisesaal in einem geisterfreien Zustand verlassen kann ohne tausende Dollar an Schaden zu verursachen, wie die vier Vorbilder es im Film machen. --Lehrjahre sind keine Herrenjahre.-- Ihr beginnt das Spiel als Namenloser „Rookie“ wie ihr von den Busters unter anderem genannt werdet. Auf die Frage von Ray wie ihr eigentlich heißt, spricht Venkman passend dazwischen „Uh Uh KEINE Namen, denn dann entstehen emotionale Bindungen, und du weißt Ray was mit unserem letzten Versuchskaninchen… äh Rookie passiert ist“. Da steht ihr nun im Geisterjägeroutfit, bekommt den Prototypen eines Protonenwerfers auf den Rücken geschnallt und werden unmittelbar danach von Spanger informiert, dass es sich dabei nicht um den letzten Prototypen handelt den ihr testen werdet. Denn genau dafür ist der Ghostbuster-Azubi eingestellt worden. Ein geschickt eingefädeltes Turtorial bringt euch das Leben eines Geisterjägers näher, indem ihr den Haus und Hof Geist „Slimer“ im Keller der Geisterjäger einfangen müsst. Hier geht es los denn: Geistereinfangen macht nicht nur einen verdammten scheiß Spaß… neeeee… es ist anfangs auch noch verdammt schwer! Wer einmal die volle Prozedur aus Sprengstrahl, Sperrstrahl, Geist bändigen, Falle werfen und Geist-in-Falle-saugen hinter sich gebracht hat, das auch noch OHNE einem der portable Nuklearreaktor auf dem Rücken um die Ohren fliegt, weiß wie anstrengend es ist ein Geisterjäger zu sein. Mit „RT“ Feuert ihr einen sogenannten Sprengstrahl, dieser muss lange genug auf den sich flink bewegenden Geist gehalten werden, ein mehrfaches Ansetzen ist scheinbar Pflicht, denn bis die Energieanzeige des Geistes soweit gesunken ist, dass der sogenannte Sperrstrahl aktiviert werden kann, dauert es je nach spielerischem Geschickt eine ganze Weile. Ist die Energie des Geistes, welche in Kreisform angezeigt wird wenn ihr auf ihn zielt, dann soweit unten und euer Protonenwerfer noch nicht überhitzt, schaltet ihr durch Drücken auf „LB“ um auf den Sperrstrahl. Dieser bindet den Geist an euren Strahl und ihr könnt bzw. müsst diesen anschließend von Links nach Rechts durch den Raum schleudern um ihn zu ermüden. Dabei lädt sich im unteren Bildschirmabschnitt eine „Schmetteranzeige“ auf, welche bei Bedarf auf Knopfdruck dem Geist noch brutaler klarmacht wer Herr der Lage ist. Habt ihr das geschafft, wird mit „X“ die Geisterfalle geworfen, dann gilt es „nur noch“ den müden Geist (welche sich unterschiedlich schnell erholen) über die Falle zu bringen. Was dann passiert kennt jeder: Ein helles Licht blitzt auf und ihr müsst den Geist solange im Kegel der Falle halten bis diese ihn vollständig eingesaugt hat. Anschließen wird die noch heiße und qualmende Falle eingesammelt. Fertig… und verdammt Geil!!! --Du siehst gut aus Schätzchen!-- Das bei solch einer Geisterjagt einiges zu Bruch geht, ist klar wie Kloßbrühe und grafisch wunderschön umgesetzt. Die Lichteffekte wirken in Verbindung mit den plastischen Texturen (Displacement Mapping) wie aus einem Guss. Hinzu kommt das eigentlich alle Objekte im Spiel zerstört werden können. Das fängt bei Kaffetasse oder Servierwagen an und geht über Springbrunnen, komplette Kücheneinrichtungen bis hin zu Marmorsäulen. GeoMod 2.0 findet hier keinen Platz und so ist der Effekt rein optischer Natur, aber durchaus passend zum Spiel gewählt. Denn auch euer 10.000 k/Watt Protonenstrahl zeichnen wunderhübsche Brandspuren in alles was ihr seht (wenn es denn nicht unter der Power zerbricht), und so kommt es nicht selten vor das ihr beim Einfangen eines Geistes das halbe Mobiliar vernichtet und nachdem der Drecksack in der Falle ist, einen nicht wiederzuerkennenden Ballsaal wiederfindet. Die Erkenntnis, dass es schier unmöglich ist einen Raum im „geleckten“ Zustand geistfrei zu verlassen kommt ziemlich schnell, ja man hat fast Mitleid mit den Geisterjägern. Die Animationen vom „Zubi“ und den restlichen NPCs ist akzeptabel, es sieht beim Laufen zumindest nicht so aus als hätten die 5 Protagonisten Windeln mit Inhalt an. Das Protonenpack ist wunderhübsch designt und dient sowohl als Anzeige für Lebenssaft der sich in ruhigen Minuten erholt, Überhitzungsstand des Packs (mit RB wird entlüftet) und gewähltem Schussmodus (dazu später mehr). Die Gesichter der Helden sind erstklassig getroffen. Entweder hier war geniales Face-Mapping am Werk oder aber ein begabter Entwickler. Wie dem auch sei, jede bekannte Figur ist dem jeweiligen Original wie aus dem Gesicht geschnitten und trägt dadurch nicht weniger zur Atmosphäre bei als das Zusammenspiel aller anderen genannten Details. Auch die Gegner sind allesamt zur jeweiligen Situation passend gewählt und hübsch modelliert. Langeweile kommt auf jeden Fall nicht auf denn, ich hatte am Ende des Games zirka 30 Geister im PKE Meter verzeichnet und trotzdem noch nicht den Erfolg „Alle Geister gescannt“. Kurz die Grafik ist zeitgemäß und passt wunderschön zum Spiel. --"Alles war okay mit unseren Systemen, solange bis das Energienetz ausgeschaltet wurde von diesem Schwanzlosen da." - "Sie lösten eine Explosion aus!" - Bürgermeister: "Ist das die Wahrheit?" - "Ja, das ist die Wahrheit! Dieser Mann da hat keinen Schwanz."-- Synchronisation ist in Deutschland so eine Sache. Nicht bei Ghostbusters! Das die originalen Stimmen sowohl im englischen als auch im deutschen vorliegen ist nun bekannt, und auch der bekannte Wortwitz ist, bis auf ein paar Ausnahmen, erhalten geblieben. Leider bringt nur jede zweite Bemerkung ein Zucken in meine Mundwinkel. Denn auch wenn der deutsche Tom Hanks die Stimme von Peter Venkman übernimmt, sind die Sprüche nur halb so gut wie im Film. Auch passen die Animationen der Protagonisten nicht immer zu dem Gesagten, was in manchen Fällen die Atmosphäre zerstört und einen Nachgeschmack von „amerikansichen Homeshopping-Sendern“ hinterlässt. Das die Soundeffekte ebenfalls direkt aus den 80igern entsprungen sind, ist selbstverständlich und nicht negativ zu verstehen. So erfreuen sich Fans am original „Protonenpack-an-mach-Sound“ und auch bei der restlichen Soundkulisse wurde durch Einsetzen der bekannten Samples, Protonenstrahlgeräusche und 80iger Ghostbusters-Musik geklotzt statt gekleckert. Musikalisch gibt es nichts zu meckern, Fans fühlen sich sofort wohl. Was ich allerdings nicht verstehe ist, warum der Theme niemals komplett gespielt wird. Gerade beim geilen Ende hätte er bestens gepasst… stattdessen wird er kurz vorm Höhepunkt abgebrochen… what the fuck? Dafür könnte man als „Angry Videogame Nerd“ schon sein Geld zurückverlangen. --Ghostbusters 2.0-- Da ihr wie bereits erwähnt als Prototyptester eingestellt wurdet, haben sich die Entwickler so ein logisches Tür geschaffen um euren Nuklearbeschleuniger mit Upgrades auszurüsten die so in den Filmen nicht zu sehen sind. Diese Upgrades bekommt ihr im Spielverlauf von Stanz & Co installiert und ihr könnt im Pausenbildschirm zusätzliche Upgrades für die Upgrades kaufen… verwirrend aber es klappt. Das Geld dafür erhaltet ihr, wie sollte es anders sein, durch das Einfangen der Untoten. Wer also seinen Eisstrahl noch effektiver, Misotronenfeuer schneller und Schleimstrahler langlebiger machen möchte sollte fleißig Geister einfangen. Spielerisch tragen diese Protonenerweiterungen dazu bei, dass Geister mit „Modi A“ besser zu besiegen sind als mit „Modi B“. Manche können auch nur im Wechsel zur Strecke gebracht werden. Aber auch Rätsel auf einfachem Niveau verlangen teilweise den Gebrauch spezieller Protonenfeatures. Hier muss eine Tür entschleimt werden, dort werden mehr „Schleimschnapper“ (eine Art Gummiseil) Gewichte verlagert um Türen zu öffnen und mit dem Sperrstrahl, der als eine Art Gravity-Gun Light vergewaltigt werden kann, müssen Schränke umgewuchtet werden um den Weg frei zu machen. Hin und wieder verwendet ihr dann noch, aus der Egoperspektive, ein PKE Meter um Geister oder versteckte Geheimgänge nach dem Warm/Kalt Prinzip aufzuspüren. Außerdem scannt ihr mit dem Gerät die Geister, welche im Anschluss in eurer Datenbank mit ihren Angriffarten und Schwächen verzeichnet werden. Nichts weltbewegendes, irgendwie schon mal dagewesen, erinnert ein wenig an Pokemon und wirkt trotzdem authentisch. --Fazit:-- Es ist immer Action auf dem Schirm, die Grafik wird dem aktuellen Durchschnitt gerecht und hat mich ehrlich gesagt überrascht da ich mit Schlimmeren gerechnet habe. Der Charme der 80iger wurde wunderschön eingefangen. Flachbildschirme sucht man vergeblich, stattdessen findet man sperrige Röhrenmonitore und überwiegend bunt blinkende Schränke. Die Hollywood-Formeln aus den 80igern wie man möglichst komplizierte Technik darstellt, nämlich durch möglichst viel blinkenden Knöpfen und Schaltern in allen Regenbogenfarben, wurde konsequent übernommen. Ich liebe das. Die Gegner-Vielfallt ist endlich mal wieder größer als 10 und dadurch schön Arcadig. Die jeweiligen Endgegner verlangen kein großes spielerisches Geschickt, einfaches Draufhalten reicht aber auch nicht aus. Negativ ist die Tatsache, dass die tolle Synchronisation nicht Synchron zum Bild läuft, was wirklich nerven kann. Hinzu kommt das stellenweise Passagen im Spiel so bescheiden designt sind, dass ein minütiges Abtreten der Geisterjäger zum guten Ton gehört. Hier hilft dann nur ein Drücken auf „A“ und der Kollege steht wieder auf. Liegen alle Geisterjäger auf dem Boden, und keiner kann dem anderen mehr aufhelfen ist das Spiel beendet und ihr fangt beim letzen Checkpoint an, welche relativ großzügig gesät wurden. Die Kämpfe sind trotzdem manchmal recht verwirrend und kompliziert aufgrund ihrer Hektik. Fans die bereits die VHS, DVD und bald die BluRay ihr Eigen nennen sind mit dem Titel mehr als bedient und bekommen einen würdigen Nachfolger der beiden Filme. Allen Anderen sei gesagt, dass euch zwei Gefühle nach dem spielen heimsuchen könnten: 1. Ihr findet die Ghostbusters von nun an zum kotzen und wisst warum ihr nie die Filme gesehen habt oder aber 2. Ihr besucht den nächsten Onlineshop und bestellt sofort beide Streifen inkl. T-Shirt, Ecto-1 Model und Handyklingelton. Übrigens Ecto-1 werdet ihr im Spiel nicht steuern dürfen… am Ende ist aber ne tolle Szene verbaut die das Gegenteil hoffen lässt. Ich musste laut lachen, wie so oft in dem wunderschön soliden (Fan-) Game. ANMERKUNG: Den Onlinepart muss ich Aufgrund fehlender Xbox Live Mitgliedschaft den Herren von AreaGames überlassen.

Bewertung

Ghostbusters - The Video Game XBOX360

8/10

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Wertung: 8/10
geschrieben von CeeKay am 18.06.2009 23:43:58
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