"Mercenaries 2" ist da, und bereits im Vorfeld musste man sich die Frage stellen, wo sich das
"Mercenaries 2" ist da, und bereits im Vorfeld musste man sich die Frage stellen, wo sich das Spiel im inzwischen etwas überladenen "Sandbox"-Genre positionieren wird.
Wir erinnern uns an das etwas verunglückte "Just Cause" sowie an das solide "Crackdown". "Mercenaries 2" nun lässt sich am treffensten als eine Mixtur dieser beiden Titel beschreiben. So erinnert die Spielwelt und das Gesamtkonzept frappierend an "Just Cause" während man gleichzeitig enorme Freiheiten im eigentlichen Gameplay genießen darf, wobei besonders der Inhalt der diversen Aufträge sehr stark an "Crackdown erinnert - so gilt es primär, zahlreiche Stützpunkte der gegnerischen Fraktionen zu übernehmen sowie Zielobjekte dingfest zu machen.
Ich halte selbst eigentlich nicht viel von direkten Vergleichen mit anderen Games, doch bei "Mercenaries 2" kann man sich nicht der Tatsache verschließen, dass man sich intensiv von Konkurrenzprodukten hat inspirieren lassen. Sprich: "Mercenaries 2" fühlt sich nicht wirklich "neu" an, kann aber durch die gelungene Atmosphäre und die schier unglaublich hohe Anzahl und Waffen und Vehikeln klar punkten.
Leider sind auch einige Mängel hervorzuheben: Die KI agiert manchmal sehr fragwürdig, während sie an anderer Stelle den Spieler kaum luftholen lässt. Diese Inkonsistenz ist etwas ärgerlich, drückt den Spielspaß insgesamt aber nur unwesentlich.
Grafisch ist "Mercenaries 2" gut, aber nicht überragend. Immerhin stimmt die Weitsicht, und das Geschehen läuft jederzeit absolut flüssig über den Bildschirm. Auch die Explosionseffekte sind nett anzuschauen, während Animationen und einige Texturen qualitativ etwas zurückbleiben.
Die Steuerung geht gut von der Hand, leider ist jedoch das Zielen mit kleinkalibrigen Waffen etwas unpräzise ausfallen. Das Fahrgefühl der Autos ist etwas matschig, während hingegen die Bedienung von Hubschraubern und anderem Fluggerät sehr viel Spaß macht und absolut benutzerfreundlich ist.
Der Gesamtumfang des Spiels scheint kaum Wünsche offen zu lassen: Sieben verschiedene Fraktionen mit jeweils eigenen Storysträngen, über 50 Hauptmissionen, sowie Hunderte kleiner Spezialaufträge in gut einem Dutzend verschiedener Kategorien (die übrigens fast allesamt sehr spaßig sind) bilden ein dickes Komplettpaket für den Bildschirm-Söldner.
Die Spielwelt ist erfreulich groß geworden - sogar noch etwas umfassender als in "GTA 4", jedoch nicht so groß wie "Just Cause". Das Design ist dabei sehr abwechslungsreich: mehrere mittelgroße Städte, mehrere, teils große Inseln, ausgedehnte Landstriche, Flughäfen, Industriegebiete, undundund.
Fazit: "Mercenaries 2" ist ein grundsolides, teils fein ausgearbeitetes Spiel geworden, das zwar nicht ganz in der Oberklasse mitmischen kann, aber aufgrund des gut umgesetzten Settings und der großen spielerischen Freiheit seine Freunde finden wird.
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