Add to Google
Werde Teil der Community - Registriere Dich jetzt! | Login

Datenblatt - Spieletest - Trailer - Bilder - News ...

Race Driver GRID gespielt auf: PC PS3 DS XBOX360

Spielegenre: Rennspiel | Erscheinungstermin: 30.05.2008

Race Driver GRID

User-Test: Race Driver GRID (XBOX360)

10.09.2009 16:16:24 von GuitarRick

Renn-Action-Psycho-Thriller
Viel zu spät habe ich selbst zu Grid gegriffen, da ich zum damaligen Releaszeitraum -mit PGR4- bereits ein Genrevertreter im Wohnzimmer hatte. Hätte ich gewusst, was ich verpasse, wäre ich sofort umgestiegen. Natürlich gehört wie immer eine Prise Geschmack und persönliche Vorliebe dazu, aber trotzdem kann ich mir die Aussage einfach nicht verkneifen, da Grid –meiner Meinung nach- so viele Dinge viel besser macht als PGR4. Zur Grafik möchte ich gar nicht so arg viel sagen. Grid ist definitiv eines der optisch schönsten Rennspiele, die man aktuell kaufen kann. Die modifizierte Grafikengine verlieh ja bereits DiRT eine grandiose Optik. Für mich ist Grid aktuell auf jeden Fall die Grafikreferenz im Genre (während ich diesen Bericht verfasse sind Dirt 2, Shift, Forza 3 und GT5 noch nicht erhältlich und die Zukunft wird zeigen, ob und wie weit die Latte nach oben gelegt werden wird). Die Fahrzeugmodelle sind wunderschön und sehr detailliert und aus jeder Perspektive ein Genuss. Warum Grid „nur“ knapp 50 Fahrzeuge anbietet ist schnell erklärt: kein Schnickschnack! Grid verzichtet auf Kleinwagen, Standard-Limousinen und ähnliches und bietet dafür von Anfang an kompromisslose (Renn-)Karren. So muss das sein! Dabei wird nach US-amerikanischen, europäischen und japanischen Boliden gegliedert. Es gibt Muscle-Cars, Tuning- und Drift-Cars, die Open-Wheel-Klasse, GT1, GT2, Le Mans-Series, Tourenwagen usw. Und alle Fahrzeuge haben ihre eigene Charakteristik was Fahrverhalten und Sound angeht. Auch innerhalb der Klassen. Man muss sozusagen jede Strecke mit jedem Auto neu lernen, mindestens was die Bremspunkte angeht. Gestalten darf man sein Renngerät auch. Neben dem Namen fürs Team darf man sich eine Startnummer aussuchen und zwischen diversen Lackmustern und –Farben wählen. Im Karrieremodus beginnt man mit einem Ford Mustang Muscle-Car-Rennen zu fahren, wobei man Erfahrungspunkte und Geld erspielt. Mit dem Geld kann man sich dann weitere Fahrzeuge kaufen, die Erfahrungspunkte schalten bei einem bestimmten Betrag Lizenzen für höhere Events frei. Das Menü ist dabei sehr übersichtlich und hübsch dazu. Mann kann dann eigentlich jederzeit das fahren, was man am liebsten mag, wobei mir persönlich echt alle Klassen/Rennevents irgendwo viel Spaß gemacht haben, auch wenn ich die GT1-Klasse bevorzuge. Schreitet man in der Karriere vorwärts muss man einen Teamkollegen engagieren. Diesem Element im Spiel konnte ich allerdings nie viel abgewinnen, da mich die Teamkollegen meist genervt haben, mit bescheuerten Kommentaren während dem Rennen. Und auch als ich dann schon mehrere „Profi-Fahrer“ engagiert hatte, konnten die nie alle Klassen. Und es kam mir so vor, dass mein Team-Kollege immer ganz hinten war, wenn ich ganz vorne war, bzw. ganz vorne war, wenn ich ganz hinten war (was so gut wie nie vorkam, ähem :)). Anscheinend, dass man nicht zu schnell an die Spitze der Team-Bestenliste kommt!? Naja. Was ich persönlich noch sehr gut finde ist, dass man bei Grid keinerlei Fahrzeug-Settings einstellen muss. Man steigt ins Auto und los geht’s. Früher war ich auch so einer, der bei Gran Turismo stundenlang für jede Strecke das Getriebe abgestuft und das Fahrwerk und die Bremsen eingestellt hat und so weiter. Mittlerweile hab ich da einfach keine Zeit und auch keine Lust mehr dazu. Diesen Anspruch möchte Grid auch nicht bieten, hier geht’s eben -gemäß dem Leitspruch- nur ums Fahren. Aber für Abstimmungs- und Tuning-Freunde gibt’s ja wieder Forza und GT. Dafür kommt der Hammer dann aber auch mit dem Gameplay. Was hier an intensiver und fesselnder Spannung geboten wird passt schon eher zu einem Thriller! Abartig geil ist das Schadensmodell bei Grid. Dieses gehört meiner Meinung nach ebenfalls zum Besten überhaupt. Wie man hier die Karren deformieren und in ihre Einzelteile zerlegen kann, der Wahnsinn! Vor allem trägt das Schadensmodell unheimlich zum Spielgefühl bei, weil man einfach viel mehr Gefühl für Kollisionen hat und viel sensibler wird, was das Berühren von Gegnern oder Streckenbegrenzungen angeht. Crasht man dennoch stehen einem eine begrenzte Anzahl Rückblenden zur Verfügung (je nach Schwierigkeitsgrad), mit denen man sozusagen zurückspulen und neu einsteigen kann. Ebenfalls extrem geil ist das Feedback, welches man von der Strecke bekommt. In einigen Rennspielen hatte ja man schon mal das Gefühl, dass man mit dem Auto durch die Gegend schwebt. Nicht so bei Grid. Hier spürt man förmlich das Fahrwerk bzw. Gummi auf Asphalt! Dies Geschieht durch optische Effekte, also Wackeln, in Kombination mit Sound und Vibration. Ich wüsste echt nicht, wann ich das schon mal so gut erlebt habe und so ein intensives Gefühl für die Straße hatte. Alleine wenn man über die Curbs heizt… Und wo ich gerade beim Sound bin, dieser ist ebenfalls durchweg weltklasse. Alle Motorensounds passen charakteristisch zum Fahrzeug bzw. dessen Motor und klingen so was von kernig! Besonders angetan hat es mir der Mustang GT-R Concept. Da kriegt man beim Runterschalten eine Gänsehaut :). In irgendeinem Forum hat mal jemand gefragt, warum bei Grid während den Rennen keine Musik läuft… Eben darum ;). Was auch zur Atmosphäre beiträgt ist, dass man alle Bildschirmanzeigen ausschalten kann. Keine virtuellen Zahlen und Anzeigen, nur das wunderschön animierte Cockpit. Vorbildlich! Neben der wichtigsten Ansicht, also dem Cockpit ;), gibt es auch noch 2 Verfolgerkameras sowie Motorhauben- und Frontspoilerkamera. Die Strecken gefallen mit persönlich auch extrem gut, wobei es klassische Rennpisten wie z.B. Spa, Le Mans oder den Nürburgring, sowie Stadtkurse in z.B. Washington, Detroit und San Francisco gibt. Auf japanischen Dockstrecken bzw. -Arealen darf man driften und beim Touge tritt man Kopf an Kopf auf japanischen Bergstraßen an. Also auch hier ist Abwechslung geboten. Die K.I. der Gegner finde ich dafür etwas durchwachsen! Die erste Sache, die mir in der Hinsicht negativ aufgefallen ist, ist der Start. Ich kann machen was ich will, in egal welchem Auto: beim Start kommen alle K.I.-Gegner immer besser und viel schneller weg als ich. Vielleicht mach ich ja einen grundlegenden Fehler beim Starten, aber wie die Gegner da abgehen, das finde ich nicht so ganz normal. Was mich ebenfalls gestresst hat ist, dass man auch im späteren Spielverlauf, auch wenn man schon an der Spitze der Fahrerrangliste ist, fast immer im hinteren Feld starten muss. Ich war fast immer 10. in der Startaufstellung. Nur in der LMP1 Klasse mit dem Audi R10 durfte ich von der Pole starten. Es trägt natürlich zur Spannung bei, wenn man sich den Weg nach Vorne erkämpfen muss, aber ab und an von weiter vorne zu starten wäre schon angebracht gewesen. Vor allem wenn man von der 10. Position startet und 1. wird und der dämliche Teamkollege startet vom 2. Platz und wird Letzter… Während den Rennen ist die K.I. auch gnadenlos. Hier muss man vor allem beim Überholen aufpassen, denn die Gegner halten gnadenlos ihre Linie. Wenn man sich also irgendwo vorbeibremst oder überholt und einschert wird man rücksichtslos volle Kanne gerammt. Meist verliert man selbst die Kontrolle übers Fahrzeug und der Gegner nicht. Ärgerlich. Weiterhin scheint es eine Art Handicap-System zu geben. Mir kam es nämlich so vor als wären die Gegner hinter einem stärker und die Gegner vor einem schwächer. Das ist aber nur mein subjektives Empfinden, vielleicht ging es noch jemandem so!? Und ab und an gab es noch führende Gegner, die ich vom 10. Platz aus eingeholt habe, aber dann einfach nicht gekriegt hab. Schon komisch, wenn man acht Gegner überholt und zum ersten aufschließt und dann plötzlich keine Chance mehr hat. Oder den ersten überholt und dann wieder von hinten gerammt wird und die Kontrolle verliert und crasht. Da musste ich mich schon als mal aufregen. Auf jeden Fall wissen meine Nachbarn jetzt, dass Gianni Marcello (oder wie der heißt) ein dummes A****loch ist :). Aber ansonsten sind die Rennen der pure Nervenkitzel und abartig spannend inszeniert. Auf jeden Fall hat mich Grid extrem lange bei der Stange gehalten (und tut es immer noch). Wenn ich ab und an Lust auf ein Autorennen hab, dann greife ich ohne zu überlegen zu Grid. Das Paket aus Grafik, Sound, dem genialen Fahrgefühl und dem Schadensmodell bringen einfach so einen dermaßen hohen Spaßfaktor mit sich, dass ich alle anderen Autorennen getrost liegen lasse… Dafür gibt’s die 9 von mir. Euer GuitarRick

Bewertung

Race Driver GRID XBOX360

9/10

16 von 16 Lesern stimmen diesem Testbericht zu.

Du musst angemeldet sein, um abstimmen zu können.

Kommentare (0)

Bitte logge Dich ein, um Kommentare zu verfassen.

alle User-Tests zu Race Driver GRID (XBOX360)

«Renn-Action-Psycho-Thriller

Viel zu spät habe ich selbst zu Grid gegriffen, da ich zum damaligen Releaszeitraum -mit PGR4- bereits ein Genrevertreter im Wohnzimmer hatte. Hätte ich gewusst, was ich verpasse, wäre ich sofort... »

» User-Test lesen
Wertung: 9/10
geschrieben von GuitarRick am 10.09.2009 16:16:24

«Fast ein Hit!

Das größte Plus der DTM Race Driver Serie von Codemasters war schon immer die Streckenvielfalt bzw. das Streckendesign. Und das ist auch bei GRID so: die Stadtstrecken in der USA (Long Beach –... »

» User-Test lesen
Wertung: 8/10
geschrieben von thunderforce am 03.02.2009 19:37:42

«Kein echter Racedriver mehr, aber ein toller Arcade Racer.

Grafik: Optisch eines der beeindruckendsten Nextgen Spiele überhaupt - in der Hinsicht kann es sich bei Rennspielen mit Burnout Paradise um den ersten Platz schlagen. Auch die vernünftigen Lad... »

» User-Test lesen
Wertung: 9/10
geschrieben von Mondknallschlumpf am 22.09.2008 23:45:24
Add to Google
Bookmarken:
Mister Wong Tausendreporter Webnews Del.icio.us Digg Google Bookmarks Live Bookmarks Ask Yahoo Yigg

Coming Soon

Risen 2
03.08.2012
Far Cry 3
06.09.2012
Resident Evil 6
02.10.2012
Dishonored
12.10.2012
Halo 4
06.11.2012

Galerien

Race Driver Grid

Race Driver Grid
29.11.2007 - 10 Screenshots zu Race Driver Grid

Die Neuesten User-Tests

Kid Icarus: Uprising 3DS

Kid Icarus: Uprising

Test: Kid Icarus Uprising

Als der 3DS auf der E3 2010 das erste Mal präsentiert wurde, stand ein fast vergessener Nintendo-Held plötzlich wieder im Mittelpunkt. Der E...

Kid Icarus: Uprising 3DS

Kid Icarus: Uprising

Kid Icarus: Uprising - Altes Spiel im komplett neuen Gewand

Zur E3 2006 kündigte Nintendo mit einem kleinen Trailer einen neuen ''Smash Bros.'' Teil an. Die ganze Community war sehr erfreut und doch wunder...

Forumticker

[Off Topic] Re: Der große AreaGames-Unterhaltungsthread
Saibot am 26.05.2012: @mettwurstinvietnamDie Seite sieht doch schon mal sehr gut und professionell aus, vielen Dank!Ja ich suche immer noch, die Sache hat auch noch etwas Zeit, aber das werde ich mir auf jeden Fall mal ans... lesen
[AreaGames Lounge] Re: Wer hat in der nächsten Generation die besseren Karten?
richard50 am 26.05.2012: Michael Moore hat geschrieben:Unreal Engine 4 wird am 7. Juni vorgestellt26.05.12 - GameTrailers gibt bekannt, dass die Unreal Engine 4 von Epic Games am 07.06.12 als Welt-Premiere auf GTTV präsentie... lesen
[AreaGames Lounge] Re: Wie stellt ihr euch die Zukunft der Kinectspiele vor?
richard50 am 26.05.2012: Microsoft: Kinect als All-sehendes Auge?Microsoft entwickelt derzeit eine Technologie, welche das Verhalten der Konsumente mithilfe von Kinect beobachten soll. Der Konzern will es Analysten ermöglich... lesen
[AreaGames Lounge] Re: Grafikengines
Dr4g0nfir3 am 26.05.2012: Die Unreal Engine 4 wird am 07. Juni (07:00 Uhr unserer Zeit) auf SpikeTV/Gametrailers.com präsentiert.http://www.gametrailers.com/video/e3-20 ... 012/730566 (Ankündigung bei 4:10) ... lesen