Sorcery

Plattform: (Wii U)
Release: 25. Mai 2012

User-Wertung:

Test: Sorcery

Ist der Meister aus dem Haus, tanzt der Lehrling auf dem Tisch. Und warum lästige Putzarbeit erledigen, wenn man auch Unsinn mit dem Zauberstab des Meisters anstellen kann? Eine weiße sprechende Mieze mit dem Namen Erline warnt den jungen Heißsporn Finn, doch der lässt sich jetzt in seinem Freudenrausch nicht mehr stoppen. Und immer wenn es am schönsten ist - richtig, geht etwas kaputt. In unserem Test versuchen wir, das Unglück wieder in Ordnung zu bringen.

Bei Finn´s Tollerei trifft es nämlich den mächtigen Zaubertrank des Obermagiers. Die Katze Erline meint es gut mit dem Lehrling und schlägt vor, die Zutaten erneut zu beschaffen, bevor der Meister Dash zurückkehrt. Doch die Suche nach den Ingredienzien ist nur der Auftakt, denn plötzlich taucht die Herrin der Albträume auf und die Menschheit ist in Gefahr.
Die Grundlagen mit dem Zauberstab beherrsche ich, seit dem ich mir das magische Accessoire "geliehen" habe. Schon zu Beginn konnte ich mich in einigen Trockenübungen an Vasen und grasenden Schafen ausgelassen. Jetzt kommen echte Feinde, genannt Schrecken, denen ich mit einer einfachen Schüttelbewegung aus dem Handgelenk präzise meine arkane Magie entgegen schleudere. Holt man seitliche Schwung versetzt man dem Geschoss einen Drall und trifft dadurch auch Gegner in der Deckung. Natürlich bleibt es nicht bei der Standard-Attacke und Finn erhält nach und nach die Macht über neue Elemente. So kann er Wirbelstürme beschwören, Feuer hervorschießen lassen und Erdstöße erzeugen. Diese Kräfte braucht er auch für die Lakaien der Hexe, denn die treten während des Abenteuers in verschiedenen Farben auf und haben unterschiedliche Schwächen.
Test: SorceryDie Kräfte lassen sich aber auch verbinden, um noch kraftvollere Zauber wirken zu lassen. So erzeugt man einen Tornado, entzündet ihn und lässt durch arkanen Zauber Feuerbälle durch die Luft schwirren. Es gibt eine Handvoll Möglichkeiten, die stets übersichtlich bleiben und durch die gute Bedienbarkeit einfach auszuführen sind. Mit Gesten wechselt man die Elemente, bei denen man in hektischen Momenten schon mal daneben "moven" kann. Grundsätzlich wird aber beim Durchschalten der Kräfte die Zeit verlangsamt, sodass man genügend Luft hat. Kriegt Finn dennoch einen Schlag vor den Latz, muss er manchmal auch eine kurze aber frustrierende Einsteckphase über sich ergehen lassen, die er nicht unterbrechen kann. Neben einfachem Fußvolk sind auch fordernde Bosse mit von der Partie, die schon etwas mehr vom Spieler fordern. Aber gerade bei den Schlachten mit den dicken Brocken nervt ein Designelement: Die Kamera fokussiert automatisch Gegner. Hier konkurrieren meine Absichten, den Boss zu erledigen, mit den Prioritäten der Kamera, wenn diese während des Kampfes auf eine kleine Spinne statt dem Boss gerichtet ist.
Sorcery nutzt den Move-Controller ordentlich aus, ohne dabei zu komplexe oder komplizerte Bewegungen zu verlangen. In Sachen Rätsel geht es bei dem Titel sehr seicht zu. Mal setzt man einen Stein oder einen Schlüssel in die Tür ein oder repariert zerstörte Tore, indem man den Controller kreisen lässt. Durch eine Seitwärtsbewegung lassen sich auch blockierende Säulen bewegen oder Türen öffnen. Etwas mehr Bewegung verlangt die Alchemie am Hexenkessel, wenn man die Schüttel- und Rührbewegungen nachahmt. Während des Abenteuers findet man zahlreiche Zutaten, die sich zu allerhand Tränken zusammen mixen lassen. Natürlich bringt jedes Gebräu einen unterschiedlichen Effekt mit sich. So wird die Lebensenergie erhöht, man findet mehr Gold in den Truhen oder kann den Attacken Zusatzeffekte verleihen. Sorcery deutet ein Element im Spiel an, dessen Potenzial in Sachen Move überhaupt nicht genutzt wird: Die Verwandlung in ein Tier. Darf man als Ratte wenigsten noch vorwärts krabbeln, ist bei der Verwandlung in einen Vogel nur eine kurze Zwischensequenz zu sehen.
Test: SorceryMit seiner märchenhaften Optik erinnert Sorcery an Fable. Auch wenn gelegentlich Tearing und Ruckler die Atmosphäre trüben, macht es dennoch Spaß sich durch die Gegnerhorden zu zaubern. Die Welt ist in sich stimmig und trägt den Spieler mit der passenden Hintergrundmusik durch die Areale. Für Entdecker bietet sich das Zauberabenteuer allerdings nicht an, denn der Pfad führt stets schnurgerade durch das Level. Abseits des Weges gibt es nicht viel zu entdecken. Dafür wird die Reise durch die charmanten Dialoge der beiden Helden Finn und Erline bereichert, die mit humorvollen Einlagen akzentuiert werden. Überhaupt ist die deutsche Synchronisation sehr gelungen.
Nach gut fünf bis sechs Stunden ist der actionorientierte Zauber aus. Finn und seine Begleiterin Erline reisen bei ihrem Abenteuer durch Wälder, Höhlen und Dimensionen, um die Welt vor dem Untergang zu retten. Die beiden Figuren sind sympathisch und punkten mit guten Sprechern sowie gelungenen Humoreinlagen. Die Story ist kurzweilig und die Move-Steuerung geht gut von der Hand. Ein paar technische Schnitzer trüben hier und da die Atmosphäre und das Leveldesign gehört eindeutig nicht zu den Stärken des Titels. Dazu kommt das verschenkte Potenzial, bei den Verwandelungs-Einlagen. Sicherlich ist Sorcery für jüngere Gamer gedacht, das sollte aber Zocker nicht abhalten, die Lust auf ein magisches Wohlfühlabenteuer haben. Das charmante Game könnte nach einem kurzem Besuch in der Videothek, sicherlich den ein oder anderen Move-Controller entstauben.

Kommentare

S.L.A.V.E.R.
  

Ok. Das Spiel ist nicht der Hammer, aber das Teil gibt es im Bundle mit 1x Move Motion Controller, 1x Navigationscontroller und 1x Eye Cam... im Media Markt für 39,-. Das lohnt sich aber!!! [ 27.06.2012 ]

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richard50
  

7/10 für die letzte große Hoffnung für die Move Steuerung! Das wird die Steuerung wohl kaum retten koennen...

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Mettroid95
  

Scheint ja der erste wirklich gute Move Titel zu sein !

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