Nintendos DSi im AreaGames Praxistest

Am 3. April 2009 feiert der Nintendo DSi sein Deutschland-Debut und kommt zum Preis von knapp 170€ in den Handel. Wir haben Nintendos neusten Handschmeichler einem ersten Praxis-Test unterzogen und dabei ermittelt, für wen sich der Kauf lohnt.


Eines Vorweg: Der DSi ist vor allem ein kleinerer Evolutionsschritt innerhalb der DS-Reihe und kein komplett neues Handheld. Neben einigen technischen Neuheiten, wie einem SD-Kartenslot und zweier Kameras wurde vor allem die Menustruktur stark überarbeitet und ähnelt nun eher der visuellen Oberfläche, die man vom Wii gewohnt ist. Allerdings bietet der Dsi nun auch die Möglichkeit, sich Spiele direkt aus dem Dsi-Store herunter zuladen, was vor allem für Vielspieler interessant sein sollte.

Die Technik

Auf den ersten Blick fällt auf, dass sich die Oberflächenstruktur des Dsi geändert hat. Sowohl die weiße als auch die schwarze Version bietet nun eine matte und leicht angeraute Oberfläche, die deutlicher griffiger ist, damit allerdings auch etwas verschmutzungsanfälliger und nicht mehr ganz so auffällig an das Apple-Design erinnert. Dank des Verzichts auf den GBA-Kartenslot konnte der Dsi auch etwas schlanker gestaltet werden und präsentiert sich damit 12% schmaler als der DS Lite. Größer hingegen sind die Bildschirme, deren Helligkeit sich nun auch flexibler gestalten kann und die insgesamt etwas farbenfroher und kräftiger wirken. Neben dem bereits aus dem DS Lite bekannten Mikrofon (das nun noch einige lustige Sprachverzerrungsfeatures spendiert bekommen hat) bietet der Dsi zwei kleine Kameras (mit SVGA-Auflösung von 640x40), die auf der Außen- als auch auf der Innenseite platziert sind. Mit der fest eingebauten Fotosoftware lassen sich sehr schnell witzige Foto-Spielereien durchführen. Der eigentliche Clou der eingebauten Kamera ist allerdings die Bewegungssteuerung. Diese ermöglicht Eyetoy-ähnliche Spielereien vor seinem Dsi. Hier kann man dann nicht nur sich selbst auf dem Display bewundern, sondern auch kleine Minispiele nutzen, die mit Sicherheit in zahlreichen Varianten im Dsi-Store warten.
Nintendos DSi im AreaGames Praxistest
Der Powerknopf ist auf die Innenseite gewandert. Statt eines Schieberegelers wartet nun ein kleiner Multifunktionsknopf auf den User. Hält man ihn lange gedrückt, wird der Dsi ein- oder ausgeschaltet, ein kurzes Drücken bringt einen während des Spiels wieder in Hauptmenus oder führt einen Reset aus. Dank der etwas größeren Bildschirme ist die Akku-Laufzeit etwas geschrumpft. Je nach eingestellter Bildschirmhelligkeit hält der eingebaute Akku zwischen 3 (maximale Helligkeit) und 14 (minimale Helligkeit) Stunden durch. Als kleiner Ausgleich für die kürze Lebenzeit der Akkus wurde der Ladevorgang allerdings beschleunigt. Auch akustisch hat sich einiges getan. War die Soundwiedergabe beim Dsi noch bescheiden, ist der Stereoklang nun weitaus besser und der Dsi ist außerdem in der Lage, AAC-koodierte Musikdateien von der SD-Karte abzuspielen. Netterweise tut er dies auch im geschlossenen Zustand, so das er als Musikplayer für unterwegs durchaus alltagstauglich verwendet werden kann.

Die Software

Aber genug mit den ganzen technischen Details. Schaltet man die neue Hardware ein, fällt einem sofort das neue Menüsystem des DSi auf. Im Gegensatz zum Vorgänger, wird man hier nicht vom Kalender und dem im Slot befindlichen Spiel begrüßt, sondern von einer Übersicht, die stark an das Menü der Wii-Konsole erinnert. Neben den Systemeinstellung findet man beim ersten Einschalten die Punkte für die integrierte Kamera, den Musikplayer und den DS-Store. Alle Applikationen werden durch Icons dargestellt, durch die man einfach durchschalten kann. Natürlich gibt es noch Platz für weitere lustige Anwendungen, ähnlich wie auf dem iPhone/iPod Touch.
In den Systemeinstellungen kann man sein DSi für die Weiten des Internets fit machen. Leider sind die Menüs ein wenig verschachtelt, so dass ein wenig Zeit vergeht, bis man zum ersten Mal einen "WPA 2"-Schlüssel eingeben kann. Daneben gibt es noch weitere Einstellungsmöglichkeiten, von der Helligkeit bis hin zu Alterseinstellungen. Hier sollten sich vor allem die Eltern schlau machen, wenn sie bestimmte Inhalte für den DSi sperren wollen, vor allem im Bereich der Online-Aktivitäten.
Nintendos DSi im AreaGames Praxistest

Multimediakiste

Hat man mit Hilfe der Kamera sein erstes Bild geschossen, kann man es mit dem integrierten Bildprogramm bearbeiten. Vor allem für Kinder interessant sind die vielen Möglichkeiten sein Werk zu verunstalten. Sei es durch Verzerreffekte oder komische Grafiken, wie eine lustige Sonnenbrille. Das Programm erkennt dabei automatisch die Postion der Augen und platziert das Ulk-Sehinstrument dementsprechend. Für die Kleinen mag das nett sein, für mehr als ein paar Lacher auf der nächsten Party werden die Effekte jedoch nicht reichen. Aber gut, der DSi will ja auch nicht als professionelles Bildbearbeitungsprogramm in die Geschichte eingehen. Nett: Jedes Mal, wenn man seinen DSi startet wird man auf dem oberen Bildschirm von einem zufällig gewählten Bild begrüßt - man sollte also darauf achten, was man mit der Linse ablichtet. Die bearbeiteten Fotos können natürlich auf den PC übertragen, bei einer Auflösung von 640x480 kann man aber keine Meisterwerke erwarten, die man sich auf ein DNA 4 Blatt druckt. Dafür werden sie auf dem Bildschirm des DSi klar und scharf dargestellt.
Multimediacenter für die Hosentasche wie der DSi nun mal sein will, kann er natürlich auch Musik abspielen. Dank der verbesserten Lautsprecher klingt das Wiedergegebene jedenfalls besser, als alles, was man aus den Handys in den U-Bahnen dieser Welt kennt. Leider kann das Gerät nur Musikfiles im AAC-Format abspielen. MP3s werden also nicht unterstützt, was dem Benutzer eines DSi wohl nicht den Umweg über ein Konvertierungsprogramm spart, wenn er seinen Lieblingssong hören will. Zwar kann der DSi einen MP3-Player vom Klang her nicht gänzlich ersetzen, durch die Unterstützung von SD-Karten bis 8 Gigabyte dürfte zumindest die Bibliothek aktuellen Playern in Nichts nachstehen. Außerdem besitzt der DSi ein nettes Programm zum Bearbeiten und zur visuellen Darstellung der einzelnen Songs. So kann man in Echtzeit die Geschwindigkeit verlangsamen oder Effekte einbauen und sich die Beats in unterschiedlichen Darstellungsformen auf dem oberen Bildschirm anzeigen lassen. Sieht nett aus, macht auch kurzweilig Spaß, aber auch hier gilt: professionelle Tonsoftware wird hierdurch nicht ersetzt.
Nintendos DSi im AreaGames Praxistest

World Wide Wario Ware

Bleibt als letzter großer Punkt noch die Internet-Fähigkeit des DSi. Wer es geschafft seinen Handheld korrekt einzustellen, kann durch eine verbesserte Version des Opera-Browsers (der übrigens kostenlos erhältlich ist) durch das World Wide Web surfen. Während auf dem oberen Bildschirm die gesamte Seite dargestellt wird, befindet sich auf dem unteren ein vergrößerte Ausschnitt, den man durch den Stylus auch verschieben kann. Internet-Seiten, die eine "Mobil-Funktion" besitzen werden auf dem DSi noch übersichtlicher dargestellt. Natürlich kann man dank der Internet-Fähigkeit auch auf den DS-Store von Nintendo zugreifen. Dort kann man sich neben verschiedenen Applikationen auch Spiele herunterladen, deren Preisspanne ähnliche wie bei Xbox LIVE schwanken kann. Das beginnt bei 100 Nintendo-Points und geht bis 800. Wer übrigens noch Wii-Points besitzt, kann diese auch in Punkte für den Handheld umwandeln. Einen gemeinsamen Bereich bzw. ein Konto für beide Konsolen wird es jedoch nicht geben. Netter Zug von Nintendo: Jeder Käufer eines DSi bekommt die ersten 1000 Nintendo-Points geschenkt, und kann sich so z.B. gleich zum Launch das neue Wario Ware herunterladen.
Nintendos DSi im AreaGames Praxistest

Kommentare

Zocker 3000
  

Die 2 Cams sind zwar sch?n und gut aber die Aufl?sung ist etwas d?rftig.
Das der GBA slot weg ist ist richtig doof.
Ich habe Guitar Hero gerne gespielet.

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pcxbox33
  

ich hasse gameboys

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Vival
  

wer auf Musikplayer steht soll auf den DSI umsteigen.....nee is klar.....170 Flocken f?r nen super schlanken Mp3 Player...nee is klar. Wasn Bullshit.

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RPS.
  

Schonmal was von diesem Ding namens "DS" geh?rt @ killerspieler?

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nonstop24
  

Die neuen Funktionen finde ich gut. Kamera muss ich nicht unbedingt haben aber wenn's dabei ist ok. Was ich super finde ist die Download Funktion. Damit gibt's sicher den einen oder anderen Klassiker runterzuladen den ich vielleicht verpasst habe.
H?tte mir jedoch einen richtig "neuen" Handheld gew?nscht und nicht "nur" einen verbesserten DS.

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Johnson
  

Uff, dieser Artikel hat aber eine Menge Rechtschreib- und Satzbaufehler. W?re sch?n wenn ihr hier nochmal kurz dr?berlesen k?nntet.

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Alles sch?n und gut, aber wie w?rs mit einem neuen "Game Boy" beide Produktreihen sollen laut Nintendo angeblich unabh?ngig voneinander existieren, und seit dem GBA h?rt man nichts mehr davon dass ein Nachfolger kommen soll.

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eagel
  

also ich habe den dsi schon seit 3 monaten aus japan und das er mehr schmutz an zieht finde ich nicht, eher das gegenteil und ich hab ihn in wei?. komisch :D

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Cabal2k
  

@Ceekay
Eine 640x480 Cam bietet heutzutage schon jedes billig Handy, will sagen da heutzutage jeder Knirps schon ein Handy hat wird er auch eine Cam drin haben die mindestens diese Aufl?sung hat, also zum Fotoknipsen nicht wirklich ein Ersatz bzw. eine Bereicherung

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Flaming BiFi
  

Also das es keinen GBA Slot mehr gibt ist ne Frechheit, k?nnen sie behalten ;)

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