Spider-Man: Edge of Time

Plattform: (3DS, NDS, Wii, Wii U, XBox 360)
Release: 14. Oktober 2011

User-Wertung:

Spider-Man: Edge of Time

Spidey-Fans wissen, wozu ein Biss von einem radioaktiv verseuchten Tier im Marvel-Universum führen kann. In der Realität sähe das allerdings anders aus, denn solch ein Vorfall wäre weniger ein Grund zur Freund und wohl eher ein Anlass möglichst schnell ins Krankenhaus zu fahren. Ob der Spinnensinn beim neuesten Ableger "Edge of Time" Alarm schlägt, verraten wir euch im Test.

Ein gemeinsamer Feind verbindet. Auch wenn zwischen den Verbündeten mehrere Jahrzehnte liegen. Denn das neue Spider-Man: Edge of Time, dessen Story aus der Feder von Autor Peter David stammt, führt die beiden Helden Amazing Spider-Man aka Peter Parker aus der Gegenwart und den Spider-Man des Jahres 2099 aka Miguel O'Hara zusammen. Beide müssen über die zeitlichen Distanz hinweg zusammenarbeiten und die Welt vor dem wahnsinnigen Walker Sloan retten. Der ist in die Vergangenheit gereist, um seinen Konzern Alchemax vor der eigentlichen Gründung aufzubauen und so die Weltherrschaft an sich zu reißen. Und ein weiteres Mosaik-Steinchen in seinem kranken Plan ist die Auslöschung Spider-Mans.

Gleich in den ersten Sekunden überrascht das Spiel mit einem schön inszenierten Einstieg in das Helden-Abenteuer und punktet mit schicken Effekten und solider Grafik. Das fängt bei den gelungenen Charaktermodellen der beiden Spinnenmänner an und geht über das Settings bis hin zu den hochwertertigen Zwischensequenzen. Können das Setting und die Dynamik in der ersten Stunde noch mitreißen, stellt sich nach kruzer Zeit Ernüchterung ein, denn man bewegt sich das gesamte Spiel ausschließlich durch das riesige Alchemax-Gebäude und der Titel verliert an Spannung. Das ist auf Dauer nicht nur ermüdend, sondern auch unvorteilhaft für die Beweglichkeit. Denn so unterbindet der beengte Raum die spaßigen Netzschwingereien, die dadurch selten zum Einsatz kommen und sich eher fummelig gestalten. Das Layout der Areale bleibt übersichtlich linear und bietet nur sehr wenige Abzweigungen, die eventuell Geheimnisse bereithalten. Ebenfalls problematisch, neben der Netz-Akrobatik, sind die Krabbel-Aktionen an den Wänden, denn hier stoßen Steuerung sowie Kamera eindeutig an ihre Grenzen. Die konfusen Winkel gepaart mit einer schwer durchschaubaren Steuerung machen Krabbeleinlagen zu einer harten Gedulds-Probe. Glücklicherweise sind diese nur spärlich gesät.

Spider-Man: Edge of Time
Knackiger geht es mit den zahlreichen Kombos in den Kämpfen zu, welche sehr dynamisch und kraftvoll inszeniert sind - so wie man es sich eben vorstellt, wenn ein Superheld mit übermenschlichen Fähigkeiten Faust-Salat austeilt. Dabei legen die beiden Spinnen eine Geschwindigkeit an den Tag, welche dem Spiel ein nicht zu unterschätzendes Tempo verleiht. Doch mögen sich die Moves der Spinnen optisch voneinander abheben, ist spielerisch kaum ein Unterschied wahrzunehmen. Während der Kämpfe lässt sich bis zu einem gewissen Maß auch die Umgebung einbeziehen, sodass man den Feinden Gegenstände entgegenschleudern kann. Trotz vieler freischaltbarer Moves werden die Standardkämpfe aber schnell zu Button-Mashern und die interessanteren und anspruchsvolleren Kämpfe findet man bei den wenigen Bossgegnern, welche eine willkommene Abwechslung bieten zu den sich sonst häufig wiederholenden Standard-Gegnern. Reicht euch die Auswahl der Kombos nicht aus, lassen sich diese durch Portalenergie erweitern und verstärken. Die findet man in leuchtenden Kugeln, welche in den Levels verteilt wurden. Daneben gibt es natürlich auch Leuchtkugeln für die Lebensenergie sowie goldene Spinnen für die richtig fetten Upgrades, die man in den hintersten Ecken findet oder sich im Kampf verdienen kann.
Spider-Man: Edge of TimeBesonders unterhaltsam sind die Zwischensequenzen, die durch Bild-in-Bild-Momente geprägt sind, bei denen die Spinnenjungs über die zeitliche Distanz hinweg mit Telepathie in Kontakt treten. Dabei sind die Dialoge vom typischen und geschätzen Spinnenhumor gefärbt und soundtechnisch in einwandfreier Qualität, was durch die tollen englischen Synchronsprecher ermöglicht wird, unter denen sich auch Val Kilmer befindet (für Walker Sloan). Auf Deutsch wurden nur die Untertitel übersetzt. Kommt es zu diesen Bild-in-Bild-Momenten gibt es entweder ein neues Ziel, das es zu lösen gilt oder die Rollen werden getauscht und man übernimmt die jeweils andere Spinne. So entstehen keine offensichtlich sichtbaren Ladezeiten, welche das Spielerlebnis unterbrechen könnten. Lediglich die Wartezeit, wenn man das Menü aufruft und schließt, sorgen ein wenig für Unmut. Die Aufgaben gestalten sich recht simpel und reichen von "Beschaffe den Schlüssel für jene Tür" über "Zerstöre Generator X" bis hin zu "Beschütze die DNA-Probe". Was dem Ganzen aber wieder einen gewissen Reiz verleiht, sind die Aktionen, mit denen man die jeweils andere Zeitebene beeinflusst, auch wenn diese natürlich fest vorgegeben sind. So muss man Experimente in der Gegenwart vernichten, damit die Ergebnisse der Forschung in der Zukunft gar nicht erst existieren. Erwähnenswert sind auch die Flugsequenzen, in denen sich die Spinnen in schier unenedliche Tiefen stürzen und dabei Rohren, Plattformen und Feuer ausweichen müssen.
Spider-Man: Edge of Time Mit Edge of Time liefert Beenox eine solide Leistung ab, welche Spinnenfreunden einen Blick wert sein sollte, da sich der Titel durchaus unterhaltsam spielt, auch wenn er nach einem mitreißenden Start etwas an Dynamik verliert. Durch die quasi nicht sichtbaren Ladzeiten fließt das Spiel nur so dahin und gestaltete sich als kurzweiliges Vergnügen mit einer ansprechenden Story, die trotz ihrer Kniffe aber vorhersehbar bleibt - deren Ende man aber irgendwie trotzdem erleben möchte. Die Steuerung ist manchmal etwas hakelig, vor allem bei Schwing- und Krabbel-Passagen, bietet aber genug Substanz für die spielbestimmenden Button-Masher-Kämpfe. Ich hätte gern abwechslungsreichere und vor allem weitläufigere Gebiete gehabt, in denen ich mich freier bewegen und Spideys Fähigkeiten voll auskosten kann. Auch eine stärkere Variation bei den Gegner-Typen hätte dem Spiel gut getan, denn in Kombination mit dem gleichbleibenden Setting wirkt dies auf Dauer ermüdend. Im Verlauf des Games trifft man auf eine handvoll bekannter Gesichter, sowohl Freund als auch Feind, die das Spider-Man-Feeling abrunden. Sein Ende findet das Abenteuer mit einem würdigen und spannenden Bosskampf, sodass man bereits nach circa fünf bis sechs Stunden den Abspann sieht.

Kommentare

johnboy
  

Sehr schön, auch wenn ich mich inzwischen mit den mehrseitigen Tests abgefunden hab.Trozdem nehm ich die einseitigen Tests gern an
Ich find im Test jetzt keinen neuen Kaufgrund der nicht schon im Vorspielvideo zunichtegemacht wurde.Aber aus der Videothek fürn Wochenende hört sich des ganze doch recht verlockend aus.

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konsolenrocker
  

@ //user/Justin+Zane:
< /p> Hab ich mir auch erst gedacht, aber ich glaube die Kritik wurde angenommen ;D

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Justin Zane
  

Ich glaub eine Seite ist es weil der Test so kurz ist :)
Fänds aber auch besser wenns wieder auf einer Seite wäre statt 2-3 Seiten.
6/10 zeigt aber das mal wieder ein Spiderman-Game verkackt wurde, schade. Batman macht es so gut vor....

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konsolenrocker
  

Test auf einer Seite?

Yes Baby its going back to the roots

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