Starpoint Gemini

Plattform: (PC)
Release: 27. Mai 2011

User-Wertung:

Starpoint Gemini

Starpoint Gemini ist das erste Spiel des kleinen Indie-Entwicklerteams Little Green Man Games aus Kroatien. Die Jungs sehnten sich nach einem Echtzeitstrategiespiel mit Rollenspielelementen und wie das so oft ist, am Ende mussten sie es selbst machen. Ob ihr euer Glück im Geminisektor suchen sollt, haben wir für euch herausgefunden.

Wie der Titel und der Name des Entwicklers schon andeuten, spielt sich die Geschichte im Weltall ab. Eine ungeschriebene Regel bei Spielen lautet, man sollte dem Spieler einen fulminanten Einstieg liefern, damit er in die Spielwelt eintaucht. Starpoint Gemini beginnt aber eher mit einer trockenen Geschichtsstunde: Während des Unabhängigkeitskrieges zwischen den Kolonisten im Gemini-Sektor und der Erde wird das Wurmlochtor, der Starpoint Gemini, geschlossen und durch eine Explosion unbrauchbar. Ein Nebeneffekt dieses Vorfalls ist die Entstehung einer sogenannten Stasis-Spalte in der man mit samt seinem Raumschiff eingefroren wird. 20 Jahre später werdet ihr befreit und dürft euch von nun an mit 3 Fraktionen, Piraten und anderem Gesindel im isolierten Sternensystem Gemini herumschlagen.
Positiv an dieser doch recht trockenen Story sind die guten Sprecherstimmen, Little Green Man Games haben markante Sprecher für die deutsche Sprachausgabe auftreiben können und wirklich viele der Texte auch vertont. Die Audiokommentare im Kampf verstören hingegen, da sie sich oft wiederholen und klingen als wären sie aus einem schlechten B-Movie-Drehbuch. Inhaltlich besser werden Dialoge in der Kampagne allerdings ebenfalls nicht und davon gibt es in den 30 gescripteten Missionen der Kampagne auch noch reichlich. So wird die Atmosphäre oft wieder zunichte gemacht. Aber man kann auch gleich die Kampagne überspringen und in den Endlos-Modus wechseln und einfach so sein Glück im Gemini-Sektor suchen.
Starpoint GeminiDie Grafiker von Starpoint Gemini müssen auch einige Jahre in einer Stasis-Spalte gewesen sein, denn 2011 erwartet man optisch doch etwas mehr, auch wenn ein Spiel nur für 30€ in den Handel kommt. Die Hintergrundgrafiken des Geminisystems sehen zwar wirklich sehr gut aus, die Sternennebel und Planeten sind wunderbar bunt, aber ein Blick auf das eigene Schiff, die Raumstationen oder die Effekte während einer Schlacht und der gute Eindruck ist wieder weg. Die Schiffe verfügen über so gut wie keine Aufbauten oder andere Details. Die Waffeneffekte und Explosionen sind sehr "spacig” durch ihre neongrellen Farben, aber man sieht sehr stark, dass es simple, starre geometrische Objekte sind. Man vermisst sehr schnell das gewisse Chaos in den Explosionen oder das Wabern von absorbierter Energie auf den Schilden. Das Interface ist auch eher schlicht bis spartanisch und weit davon entfernt intuitiv bedienbar zu sein. Little Green Man haben daher auch vor dem Spielspaß den Schweiß gesetzt und ein sehr arbeitsintensives Tutorial geschaffen. Das man unbedingt absolvieren sollte, um die vielen Taktiken, Manöver und Spezialfähigkeiten eures Schiffs kennenzulernen. Gesteuert wird aus der Third-Person-Sicht mit einer Mischung aus WASD-Steuerung und klassischen Mausbefehlen à la Starcraft. Bei einem Weltraumszenario würde es sich ja anbieten auch die dritte Dimension zu nutzen, Starpoint Gemini verzichtet aber darauf. Man erkundet die 51 Sektoren in einem reinen 2D-Sternenmeer, das nur nach 3D aussieht.
Starpoint GeminiEtwas Spaß kommt auf sobald man genügend Geld durch Missionen, Piraterie, Handel oder Rohstoffabbau erwirtschaftet hat, dann kann man nämlich beginnen sich ein neues Schiff zu leisten, es mit Upgrades zu versehen und auch die Mannschaft auszutauschen. Neue Offiziere bedeuten neue Spezialfähigkeiten, wie höhere Sensorreichweite oder schnellere Schildrenegeration. Zur Wahl stehen insgesamt 50 Schiffstypen und über 300 Upgrades. Bis dahin ist es allerdings ein sehr langer und unkomfortabler Weg. Es gibt weder eine Schnell-Reise-Funktion für bekannte Sektoren, noch einen Alles-Verkaufen-Button im Handelsfenster. Der Ansatz von Starpoint Gemini ist gelungen und es geht in vielen Dingen einen Schritt weiter als andere Spiele aus dem Genre, auch der Umfang ist gewaltig, aber die absolut unzeitgemäße Präsentation und fehlenden Komfortfunktionen lässt es dann doch nur für eine kleine, leidensfähige Gruppe interessant werden.
Starpoint Gemini

Kommentare

consolefan22
  

@ atlantas finest
Kann da ihm nur zustimmen, diese Trennung inklusive den Pro und Kontras früher war einfach besser. Aber seh schon ihr wollt, dass sich auch alle den ganzen Test durchlesen.

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Alexander Voigt
  

Ist ja ein langsamer Wechsel, wir versuchen die "persönliche Note" viel stärker in den normalen Text einfliessen zu lassen. Diese Trennung zwischen "objektiver" Darstellung des Spiels und "subjektiven" Fazit wollen wir damit endgültig hinter uns lassen. Der ganze Test ist subjektiv :-).
Das Bild des Redakteurs können wir allerdings wieder einbauen, können uns selber auch nicht genug sehen....

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Atlantas Finest
  

@Alex
Du meinst wohl dass hier:
Der Ansatz von Starpoint Gemini ist gelungen und es geht in vielen Dingen einen Schritt weiter als andere Spiele aus dem Genre, auch der Umfang ist gewaltig, aber die absolut unzeitgemäße Präsentation und fehlenden Komfortfunktionen lässt es dann doch nur für eine kleine, leidensfähige Gruppe interessant werden.
Ich mein sowas hier:
Cabela's Vergebliche Jagd nach Spielspaß


Ich habe nichts gegen Jäger. Mein Opa war sogar tatsächlich einer und ich fand immer recht lecker, was er nach Spaziergängen mit seinem treuen Dackel so alles aus dem Wald mitgebracht hat. Wahrscheinlich gehörte ich deswegen auch immer zu den Kindern, die beim Bambi-Gucken jedes Mal einen Mordshunger bekommen haben. Videospiele rund um das Thema Jagen haben mich entsprechend oft mal für ein paar Stunden fesseln können, sofern sie auch wirklich aus Aktivitäten wie Wandern, Spähen, Anpirschen, Ködern,... bestanden haben. Cabela`s Dangerous Hunts 2011 bietet mir nichts davon. Und das wäre in Ordnung gewesen, auch wenn ich mir schon länger wieder eine realistischere Jagdsimulation für die Konsolen wünsche, würde das Spiel nicht so grausam an seiner Steuerung und seinem miesen Leveldesign scheitern. Mit dem Standard-Controller fühlt es sich so an als wäre es eigentlich für die `Top Shot Elite`-Peripherie geschaffen worden und mit letzterer... funktioniert es nur noch schlechter. In Verbindung mit dem unfair hohen Schwierigkeitsgrad bleibt mir kaum etwas anderes übrig, als Cabela`s Dangerous Hunts 2011 - trotz ganz ordentlicher Grafik - per Niedrigwertung die AreaGames-Jagdlizenz zu verweigern. Hätte es die Moorhuhn-artigen Bonusstages nicht gegeben, deren optisch gelungene Railshooter-Action mir zumindest kurzweilig ein wenig Spaß bereitet hat, wäre nicht mal ein `3 von 10`-Gnadenschuss drin gewesen.
So von wegen Persönliche Note und so.. Fand das eigentlich ganz toll...

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Alexander Voigt
  

@ Atlantas Finest:
Ein Fazit findest du fast immer im letzten Absatz des Tests.
Auf der Newsübersichtseite haben wir extra rechts die Box, die alle neuen Artikel vorstellt. 95% aller Elemente im News-Teil sind, ÜBERRASCHUNG, News. Deshalb haben wir die kleinen Boxen weggemacht, weil die sonst nur 20 mal auf der Seite gesagt haben: HIER IST EINE NEWS. achnee.

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Timster80
  

Ich finde, man sollte auf der News-Übersichtsseite auch darauf hinweisen, dass sich hier ein Test versteckt.

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Atlantas Finest
  

Grad bei solchen Titeln, die mich nicht wirklich interessieren, ich aber trotzdem wissen möchte ob ich nicht möglicherweise eine Perle verpasse, ist ein kurzes Fazit Gold wert...!
Dann muss ich nämlich nicht den ganzen Text lesen.... Ich fauler Hund.

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Rhys
  

WAS zu so einem scheiß Spiel wird ein Test gemacht?
Wo ist "The Witcher 2" oder ist das ein Test der aussagen soll wie scheiße PC Spiele sein können?

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tsubasa_87
  

Also Test ohne Fazit ist irgendwie... Scheiße!
Ausser an dem Bewertungsbalken unten sieht man ja nichtmal mehr das es sich um einen Test handelt, da der kleine Informant unter den Bildern auch weggemacht wurde... bäh!

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