Syndicate

Plattform: (PC, PS3, XBox 360)
Release: 23. Februar 2012

User-Wertung:

Vorschau: Syndicate

Das Original Syndicate auf dem Amiga kam seinerzeit von Peter Molyneux und seinem Entwicklerteam Bullfrog. Das kommende Remake hingegen wird von Starbreeze entwickelt und ist ein knallharter Ego-Shooter, der ein dystopisches Bild der Zukunft malt. Im Jahr 2069 gehören Politiker der Vergangenheit an, von nun an haben Syndikate das Sagen.

Sobald Videospiele eine Zukunfts-Vision als zentrales Thema haben, sieht es immer verdammt düster für unseren Nachwuchs aus. So auch in Syndicate, welches nun neu aufgelegt wird. In 57 Jahren wird es demzufolge ein neues Machtgefüge geben. Sogenannte Syndikate sind an der Macht. Die drei führenden Gruppierungen "Eurocorp", "Aspari" und "Cayman Global" sind maßgeblich an dem Technologieboom durch Nanotechnologie beteiligt. Dank spezieller Chips wird es wohlhabenden Menschen möglich gemacht, bestimmte Fähigkeiten zu erlernen und zu optimieren. Da die Kluft zwischen arm und reich stetig größer wird, brodelt in den schwächeren Schichten der Gesellschaft der Neid. Als ob das alles nicht schon schlimm genug wäre, so hetzen sich die drei Syndikate auch noch Agenten auf den Hals, in der Hoffnung, die Technologie des Konkurrenten zu stehlen. Wir übernehmen die Kontrolle solch eines Agenten. Wir sind Miles Kilo von Eurocorp, und um unsere Mission erfolgreich zu beenden, ist uns jedes Mittel Recht.
Das Spiel lässt sich als am ehesten als eine Mischung aus Ego-Shooter und Rollenspiel beschreiben. Es wird nämlich nicht nur geballert, sondern auch taktisches Vorgehen vorausgesetzt. Die zuvor erwähnten Chips lassen sich durch Updates aufwerten, wodurch man neue Fähigkeiten erlernt. Und die Art und Weise, wie man an diese Updates gelangt, ist äußerst brutal. Spezielle Feinde haben eben die dafür benötigten Chips in ihrem Kopf. Manch Gegner wählt sogar lieber den Freitod und jagt sich eher eine Kugel in den Kopf, mit der Hoffnung den Chip zu zerstören, als ihn uns zu überlassen. Ist unser Gegenüber erledigt und der Chip noch intakt, wenden wir unsere Chirurgen-Skills an und entfernen den Chip aus dem Schädel. Während der Prozedur schalten wir auf Röntgen-Sicht und beobachten, wie das Tentakel-Instrument nach dem Chip sucht. Anhand dieser martialischen Vorgehensweise wird schnell klar, dass das Spiel nicht in Kinderhände gehört.
Vorschau: SyndicateSo gewalttätig wie es in dem Titel zugeht, so hart ist auch der Schwierigkeitsgrad. Die Gegner sind kein Kanonenfutter, sondern wirklich harte Brocken, die den Spieler von allen Seiten unter Beschuss nehmen. So wie sie austeilen, so können sie auch jede Menge einstecken. Da will jede Möglichkeit der Deckung gut genutzt und die verschiedenen Fähigkeiten richtig eingesetzt werden. Gegnerische Geschütztürme lassen sich hacken, damit diese auf die eigenen Reihen schießen. Sollte einem alles zu viel werden, bleibt einem noch der vier-Spieler-Koop-Modus. Allerdings wird der Koop-Modus ein komplett eigenständiger Modus sein und mit der Haupt-Story der Single-Player Kampagne nichts zu tun haben.
Das Geschehen wird im Cyperpunk-Stil präsentiert, was stets passend wirkt. Die komplett durchgestylte Architektur scheint nur aus kühlen Materialien wie Edelstahl zu bestehen. Und doch ist es nicht düster, stellenweise sogar fast so farbenprächtig wie Mirror's Edge. Der Look kann sich durchaus als eigenständig bezeichnen. Alles ist chic, fast schon steril, und an jeder Ecke leuchten Hologramme. Stets erstrahlen diverse Lichtquellen und sorgen für die passende Beleuchtung und blenden zuweilen auch den Spieler.
Als bekannt wurde, dass aus dem damaligen Strategie-Klassiker Syndicate ein Ego-Shooter wird, ging ein Aufruhr durch die Fangemeinde. Zugegeben, auch ich war enttäuscht, da ich mit dem Original schöne Kindheitserinnerungen verbinde. Mittlerweile sollte man dem Titel eine Chance geben, da das Cyperpunk-Szenario offensichtlich sehr atmosphärisch umgesetzt wurde. Die düstere Zukunfts-Vision, in der ein Menschenleben nichts wert ist, wirkt sehr beklemmend. Der hohe Gewaltgrad und die teilweise fragwürdigen Motive der Syndikate, werden ohne Zweifel für Diskussionen sorgen. Nur der hohe Schwierigkeitsgrad könnte viele abschrecken. Bleibt zu hoffen, dass sich dieser optional einstellen lässt. Sieht man davon ab, steht uns mit Syndicate einer der ersten und interessanteren Shooter des Jahres 2012 bevor.
Vorschau: Syndicate

Kommentare

johnboy
  

da bin ich genau der Meinung meines Vorredners!

und als über 10 Jahre altes RTS musstest du früher einfach des beste Gameplay liefern (Starcraft!!!) oder du hast es fast nich gepackt (AoE gibts heu auch nichmehr und C&C hat auch immer versucht sich neu zu erfinden) Des Thema Strategie wird in den nächsten JAhren ehh sehr spannend.

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Saibot
  

Ich bin auch absolut angetan vom Szenario und da ich das Orginal nicht gespielt habe freu ich mich hierauf!

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CeeKay
  

Starbreeze hat mit den beiden Riddick Games eigentlich mehr als bewiesen, dass sie es draufhaben. Entgegen aller Bewertungen hat mir auch Dark Athena sehr gut gefallen und stand im perfekten Kontrast zum stealthlastigen Butcher Bay.
Ob mit Syndicate allerdings die Erfolgsgeschichte eines Überraschungshits wiederholt wird, kann ich absolut nicht einschätzen und warte wohl erste Tests ab.
Das Szenarion/Setting gefällt mir richtig gut, die Action die man schon im Trailer sieht wirkt grandios und starbreezetypisch sehr "autentisch" umgesetzte. Sie haben es schon damals verstanden, den Spieler nicht nur die Fäuste von Riddick sehen zu lassen, sondern man konnte die Gewallt und Stärke welche in seinen Faustschlägen steckt förmlich spüren. Es war einfach herlich spaßig so eine First-Person-Game zu zocken und bleibt bisher unerreicht. Mirros Edge hat es eventuell noch geschafft ein ähnlich "echtes" Gefühl in dieses Genre zu transportieren.
Bleibt ab zu warten ob der Umfang stimmt und die Handlung in sich schlüssig ist und nicht wie eine billige Kopie von Deus Ex wirkt. Denn ungeachtet desse, dass dieses Spiel bereits seit 3 Jahren in Entwicklung ist, wird es sich in der Presse nicht vor einem Vergleich mit dem Edelshooter drücken können.
So oder so, ich freue mich auf erste Interviews mit Peter Molyneux was er von dem Titel halten wird. Was meint ihr? Ich wette er sagt solche sachen wie: "Das ist nicht dass, was die Spieler von einem Syndicate erwarten, aber mein neues Fable the Journey, dass ist was für Jung und Alt und fesselt einen mit [bitte beliebige 1000 unmögliche Features die es nicht ins Spiel "schaffen werden" einsetzen] an den Bildschirm. Kaufen!"

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