Dead Rising 2

Was ist der zweitbeste Ort, gleich nach einem Einkaufszentrum, um zu überleben und gleichzeitig Spaß zu haben, wenn ein Zombievirus um sich greift? Las Vegas natürlich! Zu dumm, dass die größte Stadt im U.S.-Bundesstaat Nevada während der Geschehnisse aus Dead Rising 2 längst von Untoten überrant und quasi vernichtet wurde. Nun suchen wir unser Glück eben in Fortune City, einer Vergnügungspark-artigen Miniversion des Originals. Immer in der Hosentasche: Der Zombie-Kill-Counter zum Mitzählen!


Worum geht's?

Der sich in bester Crank-Manier immerwütend und abgedreht durch die Shoping Mall improvisierende Hauptcharakter aus dem original Dead Rising hängt die Kamera im Nachfolger erst mal an den Nagel und lässt einem gewissen Chuck Greene den Vortritt, dem neuen Alter Ego des Spielers. Das bringt nicht nur ein neues Aussehen mit sich, sondern auch den Job des Stuntmotorradfahrers und... eine kleine Tochter, die mit dem Zombievirus infiziert ist. Sie ist auch der Grund dafür, warum sich Chuck im interaktiven Intro todesmutig als "Terror is Reality"-Fahrer sein Preisgeld verdienen muss, indem er sein mit Motorsägen aufgepimptes Zweirad für möglichst hohe Punktzahlen in einer Arena durch Horden von Untoten säbeln lässt. Er braucht die Kohle, weil seine Katey alle 24 Stunden (nicht zu früh und nicht zu spät, das ist wie bei 'nem Mogwai) das Medikament Zombrex einnehmen muss. Sonst... erleidet sie dasselbe Schicksal der Verwandlung in ein fast hirnloses Wesen, welches Chucks Frau vor nicht allzu langer Zeit ereilt hat. Und natürlich auch die Abertausenden von Menschen, die seit einer Verkettung mysteriöser Vorfälle als fleischfressende Leichen durch ganz Fortune City laufen. Doch damit noch nicht genug der schlechten Nachrichten für Chuck, denn er hat genau 72 Ingamestunden lang Zeit, seine Unschuld betrefflich der Sabotage von Fortune City zu beweisen, ehe das Militär eintrifft und ihm aufgrund gefälschter Beweise den Marsch bläst. Oder wie es in normaler Menschensprache heißen würde: Den Arsch wegpustet.
Dead Rising 2

Geschichten aus 1000 und einer Nacht zusammen mit Tausend und noch ein paar Tausend Zombies?

Neben vielen verschieden gearteten Shops, Vergnügungs-Aktivitäten (Striptease, Spielautomaten, Sportgeräte, Autos, Feuerwerk,...) und Restaurants hat Fortune City natürlich auch wieder jede Menge Einzelschicksale, vor allem aber die Mainstory rund um eine große Verschwörung zu bieten. Was ihr davon während eurer 72 Stunden abarbeitet, bleibt euch überlassen. Mit der groben Einschränkung, dass das Versagen oder Ignorieren der aktuellen Mission der alles umspannenden Gesamthandlung dafür sorgt, dass ihr sie von da an nicht mehr weiterverfolgen dürft. Es sei denn, ihr startet das ganze Spiel neu. Die unterschiedlichen "Case Files" rund um die Behauptung, Chuck habe die Zombies in die Vergnügungsstadt gelassen (ich hätte es ihm nicht übel genommen, schließlich birgt deren Massenschlachtung enorm viel verlockendes Spaßpotenzial), sollten aber erst mal für alle Freunde stimmig inszenierter Storys weit im Vordergrund des Spiels stehen. Hier wurde alles mögliche reingepackt, was gute Trashfilme seit Bestehen des Kinos so zu bieten hatten und trotz allen Humors bzw. eines leicht comichaften Looks schafft es das Spiel in seiner Gesamtheit wie kaum ein anderes, in den Cutscenes eine richtig bedrohliche Grundstimmung aufzubauen wie man sie eben nur aus guten Zombiestreifen à la Dawn of the Dead (ganz gleich ob Original oder Remake) kennt. Es macht Spaß, sich immer wieder davon überraschen zu lassen, was für herrlich klischeehafte Genre-Stereotypen einem als nächstes über den Weg laufen und was es über die große Verschwörung rund um die Protestgruppe C.U.R.E., die Vorfälle aus Dead Rising 1 sowie das Medikament Zombrex aufzudecken gibt. Fast wie in einem Zombie-Märchen, das so gut wie alles zu bieten hat, was das Genre so an klassischen, plakativ-gesellschaftssatirischen Elementen hergibt. Nur eines darf man dabei nicht erwarten, auch wenn ich es persönlich zumindest bei der Story oder Psychopathen-Charakterisierung überhaupt nicht vermisst habe: Irgendetwas wirklich neues. Bei Trash und Hommagen der hier vorliegenden Sorte mag ich es sogar, wenn sie sich selbst, ihr Quellmaterial und alles damit verbundene ständig augenzwinkernd erneut zitieren.
Dead Rising 2

Muss ich beim Spielen wieder ständig auf die Uhr gucken?

Timing und Geschwindigkeit sind bei Dead Rising 2 erneut ein wesentlicher Bestandteil des Spielkonzepts. Darum hat man ingame auch eine Armbanduhr am Handgelenk. Die 72 Ingamestunden im Spiel verrinnen ohne Zeitsprünge in verschnellerter "Echtzeit" und Randaufgaben wie hilferufende Überlebende, optionale Endgegner, aber auch die Mainquests stellen vordefinierte Events dar, die nur in bestimmten Zeitspannen absolvierbar sind. Innerhalb der ersten "Realstunden" mit Dead Rising 2 artet das - wie schon beim Vorgänger - in enorm frustrierenden Stress aus, da man via Handy eine Bonus-Aufgabe nach der anderen mitgeteilt bekommt, sich auf dem neuen Gelände erst mal noch orientieren muss, viele Abkürzungen (Untergrund, Aufzüge, Fahrzeugnutzung,...) erst noch freischalten muss, noch über keinerlei Spezialfähigkeiten verfügt, nicht die beste Bewaffnung mit sich herumträgt, nur eine Hand voll Inventarslots besitzt und... eigentlich ohnehin am liebsten erst mal ganz lange mit allem möglichen Kram herumexperimentieren möchte, der an jeder Ecke benutzt werden kann. And don't forgett ol' Katey too... denn man muss ihr das Zombrex ja nicht nur jeden Tag herbringen, man muss die rare Medizin ja auch erst mal irgendwo finden! Wer Dead Rising 2 lieben möchte, sollte sich anfangs vom Gedanken frei machen, im ersten Spieldurchgang alle Aufgaben erledigen zu können. Die oberste Prämisse muss es erst mal sein, das Game kennen zu lernen, die Charakterwerte von Chuck via Erfahrungspunktesystem (Exp. gibt es für "tote" Zombies, gerettete Menschen, Spezialaktionen, erledigte Aufträge,...) aufzuleveln und ihn so zur ultimativen, hocheffizienten Kampfmaschine zu machen. Der zweite Durchgang, bei dem man den Inventar-Inhalt und alle erspielten Goodies/Stats behalten darf, macht es euch dann als "Fortune City"-Experten relativ einfach, das komplette restliche Spiel zu erschließen und alle Aufträge systematisch nacheinander innerhalb der Zeitlimits abzuklappern. In den Dauerstress des ersten Teils verfällt man ab "Durchgang zwei" höchstens am Schluss des Spiels, da die Abfolge der Ereignisse in Dead Rising 2 erfreulicher Weise viel übersichtlicher und weniger unfair überfordernd durchgeplant wurde. Nur eine kleine Minimap hätte ich mir öfters gewünscht, denn das Aufrufen des Kartenmenüs dauert mir mit kleiner Nachladezeit immer etwas zu lange.
Dead Rising 2

Merkt man dem Sequel den Entwicklerwechsel an?

Überhaupt nicht, dafür hat gewiss der nach wie vor hauptverantwortliche Japaner Keiji Inafune gesorgt. Seine Vorgabe muss gelautet haben: "Kopiert mir das Spiel mal in einer neuen Umgebung und lasst bitte auch möglichst viele altbekannte Schwächen drin!" - Über das unveränderte Grundgerüst der 24-esk inszenierten Echtzeitgeschichte bis hin zu den Nebenaufgaben habe ich ja schon deutlich gemacht, das sich Dead Rising 2 des unveränderten Vorgängerkonzepts bedient. Im Gegensatz zum Kandidaten Lost Planet 2 ist dem Spiel in den positiven Bereichen also eine tadelloser Erhaltung aller Eigenschaften gelungen, bloß ein Ausbügeln manch eines negativen Elements bleiben uns Blue Castle Games schuldig. Freies Speichern übers Menü ist so beispielsweise nicht erlaubt, das geht nur ingame in den Badezimmern von Fortune City. Dort erleichtert sich Chuck, während der Spieler im Nachhinein darüber erleichtert ist, auf dem Weg zum Speicherklo nicht gerade die letzte halbe Stunde mühsammen virtuellen Zeitmanagements durch irgendeinen blöden Unfall verloren zu haben. Oft wenn einem großer Zeitmangel im Rücken sitzt, ist es auch gerade gar nicht mehr möglich, einen Umweg zum Klo zu absolvieren, ohne das nächste Event zu verpassen. Das nächste Event, von dem man beim ersten Durchspielen oft gar nicht sagen kann, ob es schwer oder angesichts des aktuellen Charakterzustandes und der momentanen Inventarlage überhaupt schaffbar ist. Drei Speicherslots sind immerhin ein kleiner Fortschritt und trotzdem kann es mit dieser Art des eingeschränkten Savesystems zu Situationen kommen, in denen keiner der Spielstände noch die Möglichkeit offen lässt, bestimmte Ziele rechtzeitig zu erfüllen. Für die müsste man das ganze Game dann von vorne beginnen. Bossfights werden zudem zum Nervfaktor, wenn sie sowohl zeitlich als auch spielerisch echte Herausforderungen darstellen, man aber bei jedem neuen Versuch wieder vom weiter weg gelegenen Scheißhaus den Weg zur designierten Arena abrennen muss. Trotz allem, der Clou des Spiels bleibt die stete Weiterentwicklung des Hauptcharakters und die mit der Zeit wirklich merkbar wachsende Erfahrung des Spielers, mit dem Gameplay und insbesondere den vielen Objekten sowie damit verbundenen Improvisationsmöglichkeiten umzugehen. So extrem frustrierend es für viele Zocker garantiert beginnen mag, so befriedigend belohnt das Spiel dann später alle hochgezüchteten Recken mit Kenntnissen über all die Zombrex-Orte, die besten Waffenfundstellen und Schwachpunkte der vielen Psychopathen in Fortune City. Und ist man an diesem Punkt angelangt, bietet kaum ein Spiel der Videogamesgeschichte ein solches Zombie-Sandbox-Erlebnis wie Dead Rising und nun eben auch der spielerisch leicht verbesserte, grundsätzlich aber fast identisch aufgebaute Nachfolger.
Dead Rising 2

Will man die anderen Überlebenden wieder am liebsten eigenhändig umbringen, weil sie nerven?

Diese tatsächliche Verbesserung in Dead Rising 2 habe ich mir für einen eigenen Unterpunkt hier im Test aufgespart, weil ich mich darüber so sehr gefreut habe wie ein Affe auf einer unbewachten Bananenplantage. Was hatte bei Dead Rising 1 noch mal am meisten genervt? Nicht das Speichersystem, das sah man als assoziale, aber nehmbare Hürde. Nicht der Zeitdruck, der passt zu Dead Rising und gibt der Art des Storytellings eine sehr originelle Note. Es waren die vielen Überlebenden, die man im Einkaufszentrum so retten konnte, manchmal retten musste und... ja, aus reiner Menschlichkeit heraus selbstverständlich auch immer retten wollte. Das Problem der Begleiter war ihre K.I., die sie entweder hilflos von einem Zombie nach dem anderen anknabbern ließ oder sie zu derart aggressiven Bastarden machte, dass sie den Spieler und sich selbst mit ihren Waffen ständig in Gefahr brachten. Ausgebremst haben einen die Überlebenden sowieso immer, nicht selten auch dank schlechter Wegfindung. Kaum hatte man einen von ihnen an der Hand, fühlte man sich wie ein hilfloser Babysitter, der eigentlich ganz dringend mal aufs Klo muss, dass Haus der Toiletten-hassenden und deswegen auch Toiletten-Besitzlosen Eltern allerdings nicht verlassen darf, während einem deren Kind fröhlich auf der Blase herumhüpft. Es mag nun unglaublich klingen, aber das Handling der Überlebenden in Dead Rising 2 ist fast schon zu einfach. Unbeirrt sprintet man gleich mit mehreren derselben durchs komplette Areal und komme was wolle - selbst Bossfights können daran nicht rütteln - nahezu unbeschadet dackeln die Kollegen und Kolleginnen hinter Chuck her. Die größte Herausforderung ist es, beim Betreten eines neuen Spielgebiets darauf zu achten, keinen Schritt zu weit von der restlichen Polonaise wegzustehen. Zum Töten freigegeben bleiben dagegen die im ganzen Spiel zu sämtlichen Uhrzeiten eingestreuten Psychopathen, deren Anwesenheit man leider nicht immer im Vorfeld anhand der Event-Beschreibung erahnen kann. Konfrontationen mit dieser Art von Überlebenden gestalten sich meistens nach dem "Trial & Error"-Prinzip und haben häufig auch viel mit Glück zu tun, selten findet man in so einem Fight aber mal nicht eine günstige K.I.-Schwäche, welche die nach festen Mustern agierenden Freaks dann doch zum nicht allzu schwer zuzubereitenden Zombiemahl macht.
Dead Rising 2

Darf ich wieder Duschköpfe in echte Köpfe rammen, um es roten Saft regnen zu lassen?

Selbstverständlich, irgendwie beschreibt das aber auch eine kleine Enttäuschung in Dead Rising 2 ganz treffend. Erneut kann man die ständig neu generierten Zombies im großen Sandbox-Areal des Spiels auf vielfälltigste Weise in Stücke verarbeiten, in Brand setzen, um ihren Kopf erleichtern oder einfach nur mit sinnfreien Aktionen foppen (Spielzeugmaske auf den Kopf setzen, mit Wasserpistole in die Augen spritzen,...), irgendwie weiß die Serie damit aber nicht mehr so sehr zu begeistern wie noch im Vorgängerspiel. Egal ob man nach besonders humorvollen, extrastylischen oder den abartig brutalsten Interaktionsmöglichkeiten mit den Untoten und den zahlreichen Objekten in Fortune City sucht, man findet fast nur noch Abwandlungen bereits bekannter und ausführlich zelebrierter Tötungswege oder eben die identischen Gerätschaften aus dem Einkaufszentrum von Frank Wests Abenteuer. Wer Dead Rising 1 begeistert gespielt hat, wird im Sequel gewiss nicht mehr bei jedem Item und dessen erster Benutzung so ausgelassen abfeiern wie noch damals, als alles ganz frisch war. Am originellsten kommen in Dead Rising 2 noch Chucks brandneue Bastelfähigkeiten daher, mit denen er nach festen Bauplänen bestimmte Gegenstände miteinander kombinieren kann. Das Aufgebot der Selfmade-Waffen reicht vom Allrounder (dem Baseballschläger mit Nägeln drin) über stilvolles (Wolverine-Krallen-Boxhandschuhe) bis hin zu ganz abgedrehtem Scheiß (ein Eimer als Hut mit nach innen gerichteter Bohrmaschine oben drauf). Allerdings kann das Werkbankfeature die meiste Zeit im Spiel über nicht vollends zur Geltung kommen, da man seine Bauarbeiten nur in festgelegten Spezialräumen durchführen darf und es sich häufig nicht genug auszahlt, bis zum Erreichen eines solchen die für spezielle Waffen benötigten "Zutaten" zu suchen, selbige dann noch provisorisch im stark beschränkten Inventar mit sich herumzuschleppen. Wir erinnern uns: Da gibt es ja noch gewisse Zeitlimits, die solche Sperenzchen knallhart bestrafen können. - Nicht falsch verstehen, dass Baufeature sorgt häufig für Freude und Dead Rising 2 ist allgemein wieder ein herber Spaß für alle Gore-Fanatiker und Zombie-Metzelfans geworden, die an jeder Ecke etwas zum Aufheben und Untote-Töten auf dem Boden finden wollen. Nur ist der einzige Ansatz, mit dem man im Sequel neue Würze in die Blutsuppe hätte bringen können, aufgrund mangelnden Komforts zu stark zur Rand-Aktivität degradiert worden. Noch grenzenloser kombinierbare Alltagsgegenstände, ein Stauraum zum Lagern gerade nicht benötigter Gerätschaften - viel mehr hätte es nicht bedurft, um Dead Rising 2 zu einer echten Weiterentwicklung des Franchises zu machen, die beim Spieler und speziell Serienfans erneut die ganz große Begeisterung des damals so frischen Erstlings hätte wecken können.
Dead Rising 2

Gammelfleisch in neuer Pracht?

Eines sollte bis hierhin schon ganz klar durchgeklungen sein. Auch Dead Rising 2 ist wieder ein unvergleichliches Zombie-Genre-Erlebnis mit sämtlichen Stärken des Vorgängers und es enttäuscht auch große Liebhaber des ersten Teils in keinster Weise. Die Chance, das Ganze mit einem richtigen Kickass-Erlebnis in neue Höhen zu treiben, lässt das Sequel dagegen ungenutzt. Selbiges lässt sich auch über die Technik sagen, deren auffälligste Neuerung eine stark vergrößerte Menge an gleichzeitig auf dem Bildschirm dargestellten Zombies ist. Natürlich wirken die Spielfiguren ein wenig detailreicher, die Lichteffekte etwas aufgebessert und die Gesamt-Optik im Direktvergleich deutlich aufgefrischt, die Arbeit von etwas mehr als vier Jahren spiegelt die aktuelle Engine allerdings nicht wirklich wieder. Im Direktvergleich mit anderen Capcom-Titel, die ebenfalls auf dem hauseigenen "Next-Gen"-Gerüst mit dem sperrigen Namen MT-Framework aufbauen, fällt vor allem das Fehlen der sonst immer so Firmen-typischen Motion-Blur-Effekte auf, die jüngst einem Lost Planet 2 zu unglaublich geschmeidig animiert wirkenden Monstern verhalfen. Und um gleich bei den Animationen zu bleiben: Die oft starren Bewegungen der Hauptfigur hätte sich Chuck mal besser nicht von Frank West abgeguckt, denn die sorgen häufig für ärgerliche Momente, in denen man von Zombies erwischt wird und mehrere kostbare Sekunden lang keine Möglichkeit hatte, das Geschehen mit dem Gamepad zu beeinflussen. Auch in Sachen Schnetzelei wäre mehr Fortschritt erfreulich gewesen, denn ein richtig dynamisches Zerlegen der Untoten ist nicht wirklich möglich. Was wo zerschnitten, zerschossen oder zerrissen wird ist aus einem recht kleinen Pool an vordefinierten Ansatzpunkten gegriffen. Die Untoten-Ermordungen sehen zwar immer noch makaber-geil aus, die mangelnde Dynamik ihrer optischen Inszenierung hat aber schon einen gewissen Anteil daran, dass man viele originelle Waffen nur ein bis zwei mal ausprobiert und dann schon wieder sein Interesse an ihnen verloren hat. Und das geht in Dead Rising 2 wie gesagt besonders schnell, wenn man sich schon im Vorgänger ausgiebig ausgetobt hat. Eine große Stärke, die schon Teil eins zu einem optisch relativ gut alternden Titel der aktuellen Konsolengeneration gemacht hat, ist das detaillierte Leveldesign der einzelnen Geschäfte, Restaurants und sonstigen Locations der Spielwelt. Auch ohne Fototexturen und trotz eines gewissen comichaften Stils schafft es Fortune City mit ganz vielen kleinen Einzelobjekten in seinen Regalen, stets sehr individuell gestalteten Shops, lückenlos nach der Logik unserer Realität eingerichteten Innenräumen und quasi keiner einzigen unnötig kahlen Stelle, für eine lebendige, glaubhafte, höchst erkundungswürdige Kulisse zu sorgen. Auch ins vierte Sportgeschäft möchte man unbedingt einmal hereingehen, nur um es mal von innen gesehen zu haben. Eine total atmosphärische Klangkulisse trägt mit einer unheimlichen Mixtur aus den Umgebungsgeräuschen und der Lautsprechermusik des Alltags einer florierenden Casino-Stadt und dem immer präsenten Stöhnen der Zombiehorden ihr Übriges dazu bei, dass beim Zocken von Dead Rising 2 ein "Weltuntergang-Und-Ich-Bin-Mittendrin"-Gefühl entsteht, dass ich in dieser Generation höchstens bei Fallout 3 (bald wohl auch in New Vegas, der Vergleich passt noch besser) so real anmutend empfinden durfte. Wenn es jedoch zwei Aspekte gibt, die dafür sorgen, dass dieses Erlebnis hier ärgerlicher Weise merkbar gehemmt wird, dann sind das die ständigen, viel zu langen Ladezeiten (vor Cutscenes, nach Cutscenes, beim Wechsel zwischen den Arealen, beim Aufruf der Map,...) - welche das Spieltempo ständig enorm stören - und die fehlende Sprachausgabe bei allen Dialogen, die während des laufenden Spiels (also außerhalb von Zwischensequenzen) stattfinden. Sich im Getummel durch Textboxen drücken zu müssen, während im Hintergrund die Uhr für die laufende Mission tickt und von allen Seiten Zombies angreifen, ist häufig eine fummelige Angelegenheit. Und selbige stellen auch viele der Fernkampfwaffen dar, die man im Zielmodus mal wieder nur krampfhaft effektiv nutzen kann. All das sind Punkte, an denen sich das Franchise in Teil zwei hätte verbessern müssen um mehr von seinem wahnsinnig großen Spaßpotenzial auszuschöpfen.
Dead Rising 2

Warum ist Frank West viel cooler als Chuck Greene?

Mehr noch als auf das Finale von Dead Rising 2 habe ich schon beim ersten Durchzocken des Sequels viel mehr darauf gebrannt, noch einmal den ersten Teil durchzuspielen. Der Nachfolger bietet ein tolles Spielerlebnis, weckt in mir aber vor allem die Sehnsucht nach dem genialen Erstling der Serie. Hauptgrund dafür ist die vormalige Hauptfigur, Frank West. Er war wirklich badass, hatte Wut auf die Zombies, kam mit seiner ganzen Art und Statur wie der abgefuckte, dennoch nicht unfreundliche oder unmenschliche Alltagsfrustrierte daher, bei dem man sich im Laufe des Spiels gar nicht mehr so sicher ist, ob er die Zombie-Epidemie zum Dampf-Ablassen letztendlich nicht einfach herrlich begrüßt und genossen hat. Er kam für eine Top-Fotostory, entwickelte Gefallen am Zombiekloppen und rettete Menschen mehr auf eine Weise, wie andere einer Sportart nachgehen. Das war abgewichst lässig und passte perfekt ins nie ganz ernst gemeinte und trotzdem spannende Szenario voller abgedrehter Psychopathen und kranker Gewalt-Orgien. In Dead Rising 2 bin ich nun Chuck Greene. Besorgter Vater einer kränkelnden Tochter. In sich gekehrter, nachdenklich trauernder Mann einer getöteten Frau. Weinerlich auftretender Stuntfahrer, der sich von Anfang an nur von allen Bösewichten verarschen lässt. Ich kann mich mit der in den Cutscenes dargestellten Figur einfach viel weniger identifizieren als mit einem Badass wie Frank West, wenn ich im laufenden Spielgeschehen sinnlose Gewalt und irssinige Bossfights zelebrieren soll. Und wo ist der Sinn einer interaktiven Strip-Poker-Szene zu finden, bei der sich die Frauen den blanken Busen mit den Händen zuhalten und bei der ich sowieso die ganze Zeit weiß, dass es für klein Chuck selbst bei 'nem Royal Flush nichts zu knallen gibt, da er selbst im Kopfkino nur seiner Ollen hinterherweint und auch abgesehen davon seine nervende Zombrex-Junkie-Tochter an der Backe hat. Verkehrte Endzeitwelt... wo ist da nur der "Wir haben bloß noch wenige Tage zu leben, also scheißen wir aufs Vorspiel"-Geist geblieben, den man sich selbst immer so gerne in seinen Träumen propagiert? Da war mir ein Frank West noch lieber. Der hat letztendlich immer alles nur für sich gemacht oder weil er sein jeweils aktuelles Love Interest beeindrucken wollte. Ob nun die blonde Agentenschnitte oder die temperamentvolle Motorrad-Latina.
Dead Rising 2

Warum ist das Einkaufszentrum viel cooler als Fortune City?

Was hat eine Casinostadt zu bieten, was ein riesengroßes Einkaufszentrum (mit Kino und weiteren Extras) nicht zu bieten hat? Große Räume voller Spielautomaten. Derer gibt es in Fortune City gleich mehrere und sie alle sehen prächtig aus. Mal ganz abgesehen davon, dass sie scheinbar unerschöpfliche Geldquellen darstellen, die man angesichts der gepfefferten Preise aller Schwarzmarkthändler im Spiel (verkaufen Zombrex und megamächtige Superwaffen) sehr, sehr gut gebrauchen kann. Nur leider sind die überpräsenten Glücksspielgeräte auch das einzige Alleinstellungsmerkmal der neuen Location, die im Vergleich zur Mall aus Willamette etwas weniger übersichtlich strukturiert aufgebaut ist und auch nicht so viele wirklich herausragende Themengebiete vorzuweisen hat. Hauptsächlich rennt man durch Casinos mit unterschiedlicher Neonleuchtfarbgebung und sich stark ähnelnde Shoppingmeilen im Stile von Mini-Einkaufszentren. Wenn ich da mal an Dead Rising 1 zurückdenke, fallen mir vom kompletten Riesensupermarkt über den Heimwerkerbereich und das Kinderparadies (mit Fahrgeschäft) bis hin zur bepflanzten Grünanlage in der Mitte so viele wirklich eigenständige, verschieden thematisierte und auch recht erinnerungswürdige Teilgebiete ein, wie ich sie in Dead Rising 2 jetzt selbst unmittelbar nach dem Spielen nicht aufzählen könnte. Fortune City übertrumpft die meisten anderen Sandbox-Areale der Videospielewelt selbstverständlich ebenfalls mit seinen vielen kleinen Details, einer ganzen Menge feiner Ideen (z.B. ein Spieltisch in Übergröße mit riesigen Schaumstoff-Würfeln) und erneut höchst stimmiger Atmosphäre, mit dem Einkaufszentrum aus Teil eins kann die Stadt jedoch bei weitem nicht mithalten. Viel unvorteilhafter noch: Sie wirkt zu sehr wie eine bemühte Kopie der Vorgängervariante, was den Vergleich zu Ungunsten von Dead Rising 2 selbstverständlich noch stärker in den Fokus rückt. Für Teil drei würde ich mir ja mal eine richtige Kleinstadt mit allem drum und dran wünschen, das könnte für frischen Wind sorgen. Oder wie wär's mal mit 'nem vollwertigen Vergnügungspark?! Jurassic Park... Zombie-Dinosaurier,... hmmm....
Dead Rising 2

Ist der Koopmodus eine Tag-Team-Trainingsmöglichkeit für den realen Ernstfall?

Vielleicht ein wenig, falls es euer Plan für einen solchen Ernstfall vorsieht, sich in Las Vegas zu verschanzen und dort nicht nur lustlos vor sich hin zu gammeln, sondern tagtäglich eure Leben dabei zu riskieren, gemeinsam Zombies abzuschlachten. Per "Drop in"/"Drop Out" darf man einem Kollegen oder einer Kollegin online mit seinem Chuck in der laufenden Story Gesellschaft leisten, wobei gameplaytechnisch und inhaltlich keine Abstriche gemacht werden müssen. Ganz im Gegenteil, denn man kann sich gegenseitig wiederbeleben und das macht Dead Rising 2 im Koopmodus zusätzlich zum doppelten Inventarvolumen und der doppelten Feuerkraft auch so schon viel, viel einfacher zu bewältigen. Die einzige Einschränkung, welche man zu zweit zu beachten hat, ist die Regel, dass man sich nicht in zwei unterschiedlichen Arealen von Fortune City aufhalten darf. Ansonsten... ein großer Spaß, egal ob beim sinnlosen Herummetzeln oder den vielen Aufträgen der Kampagne des Spiels. Bedauerlich, dass man nicht im Splitscreenmodus an einem Bildschirm auf Zombiejagd gehen darf. Der ebenfalls nur online spielbare "Terror is Reality"-Multiplayer für bis zu vier Spieler ist derweil eine nette Zugabe, die man aber getrost ignorieren kann. In ein paar Minispielchen tritt man hier gegen bis zu drei menschliche Spieler an, die um die Wette Punktzahlen bei diversen Stunts ergattern müssen (so wie beim Motorrad-Wett-Zombiesägen aus der Anfangssequenz des Storymodes). Hier gewinnt eigentlich nur, wer einfach nur Glück hat und sehr lange weiß das gewiss nicht zu unterhalten. Cool aber trotzdem: Hier gibt's Preisgeld zu ergattern, das man dann in der Kampagne ausgeben darf.
Dead Rising 2

Der Launchtrailer


Death Counter Rising

Die Sammler-Edition

Dead Rising 2 erscheint exklusiv in Europa auch in einer dicken Collector's Edition (ca. 30 cm, siehe Bild links). Das "Outbreak Pack" beinhaltet eine Zombiefigur samt Stoffbekleidung und Zubehör (z.B. die gelbe Legofigurenmütze und einen Verkehrspylonen). Dazu liefert die Box außer dem Hauptspiel für Xbox 360 oder PlayStation 3 (PC-Version bleibt bei der CE wohl außen vor) DLC-Token für Bonus-Inhalte zum Herunterladen und eine Extra-DVD mit Hintergrundmaterialien über das Spiel und dessen Entwicklung sowie vermutlich auch die Kurzfilmreihe Zombrex: Dead Rising Sun. Wie von Händlerseite aus heißt, ist diese Version von Dead Rising 2 extrem limitiert, d.h. nur in sehr geringen Stückzahlen verfügbar. Außerhalb Europas ist eine andere Sonder-Edition des Spiels erschienen, die allerlei Fanartikel im Zombrex-Design, ein exklusives Steelbook-Case und ein 48 Seiten dickes Hardcover-Artbook aufbietet.
Dead Rising 2

Von Natur aus UNCUT

Dead Rising 2 mit verfärbtem Blut, ganz ohne Blut, mit Robotern statt Menschen, ohne Zombies, ohne Strategic-Useless-But-Funny-Dismemberment,... ein Dead Rising 2 in CUT wäre der tatsächliche Tod jeden Spielspaßes gewesen, denn der slapstick-artige Gewaltgrad dieses Spiels, das mit seinem leicht-comicartigen Grafikstil nie erschreckend echt rüberkommt, ist zweifelsohne ein ganz wichtiger Teil des Gesamtkonzepts. Capcom scheint das auch in Deutschland erkannt zu haben und so hat man den Titel bei uns gar nicht erst veröffentlicht, nachdem der erste Serienteil hierzulande in seiner unverfälschten Version nicht nur indiziert, sondern gleich beschlagnahmt wurde. Dass Erwachsene Zocker via Import trotzdem an den Nachfolger herankommen, dürfte alleine schon dieser Testbericht hier bewiesen haben. Und die gute Seite der ganzen Story ist trotz des Aufwands, dass sowohl die tolle englische Synchronisation als auch die unbeschnittene Brutalität wie gesagt perfekt zum atmosphärisch inszenierten Trash-Endzeit-Zombie-Abenteuer eines Dead Rising 2 passen.
Dead Rising 2

Xbox 360 vs. PlayStation 3

Ich habe mir zum Testen von Dead Rising 2 nur die "Xbox 360"-Version importiert, zeitgleich ist aber auch die inhaltsgleiche "PlayStation 3"-Fassung erschienen. Zwar wird von einigen Spielern berichtet, sie habe im Gegensatz zur Konkurrenzfassung mit etwas Tearing zu kämpfen, trotzdem schien das den internationalen Kollegen nicht störend genug für eine Abwertung zu sein. Auch bei uns wäre Tearing, im leider viel zu oft üblichen Rahmen, kein Grund für eine schlechtere Wertung gewesen. Trotzdem sei erwähnt, dass die "Xbox 360"-Version im Zweifelsfalle vorzuziehen ist, da sie allgemein als technisch ausgereifter gilt. Unten dürft ihr einen Blick auf das Vergleichsvideo von GameTrailers.com werfen! Die PC-Version von Dead Rising 2 erscheint übrigens erst etwas verspätet Anfang Oktober!

Zombrex: Dead Rising Sun - Die Kurzfilme von Inafune

Capcoms Star-Produzent Keiji Inafune persönlich hat sich erstmals als Regisseur an ein Filmprojekt gewagt und dabei handelt es sich um nichts anderes als den offiziellen "Dead Rising"-Streifen. Die Eigenproduktion des japanischen Publishers trägt den Titel "Zombrex - Dead Rising Sun", sie ist auf mehrere Teile ausgelegt und alle Episoden gibt es hier kostenlos im Netz zu sehen! Zu dem Preis sollte man allerdings nichts erwarten, was über nett gemeinten Trash der schlechteren Sorte hinaus geht...
Dead Rising 2

Case Zero & Case West - Die DLC-Episoden

Mit einem ärgerlichen Faktor haben Importfreunde trotzdem zu kämpfen, da Dead Rising 2 bei uns in Deutschland nie offiziell auf den Markt gebracht wurde: So erhalten wir über das deutsche "Xbox LIVE"-Netzwerk keinen Zugriff auf die beiden 360-exklusiven DLC-Episoden "Case Zero" sowie "Case West". Erstere stellt ein Prequel zu Dead Rising 2 dar, welches über das Schicksal von Las Vegas und die Flucht von Chuck Greene mit seiner Tochter interaktiv aufklärt. Dabei erfährt man auch mehr über das dramatische Schicksal seiner Frau. Dead Rising 2: Case Zero wurde bis zur TGS 2010 vor einigen Wochen bereits rund 500 000 mal heruntergeladen. Der zweite herunterladbare Inhalt dieser Art (beide sind alleine lauffähig, auch ohne Hauptspiel) rankt sich um den Hauptcharakter des ersten Serienteils, Frank West. Beide DLCs nutzen die Engine und alle bekannten Features von Dead Rising 2, bieten entsprechend ihres Preises von jeweils 400 MS Points allerdings selbstverständlich bei weitem nicht denselben Umfang.
Dead Rising 2

Kommentare

Steffen261279
  

LOL, ne nicht wirklich ;) Aber surfen w?hrend der Arbeit geh?rt doch schon zum guten Ton heutzutage ^^

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Crimson
  

nene das hat zeit ;D

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konsolenrocker
  

aber ihr richtet kein VPN-Tunnel in der Arbeit ein oder? XD

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Crimson
  

aber sicher! ;D

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konsolenrocker
  

@steffen: hahah es ist so herrlich das einfach alle w?hrend ihrer arbeitszeit surfen, ich machs ja auch

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Crimson
  

alles klar dann wird halt der tunnel erstellt, ninja und sports-pack ich komme!

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Steffen261279
  

Also wenn ich es ?ber xbox.at versuche kommt "In Ihrer Region nicht verf?gbar", keine Ahnung wie es an der Konsole aussieht, bin im Gesch?ft und hab die Box nicht dabei ;)

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Crimson
  

ach aber du hast es probiert und es kam die meldung "nicht verf?gbar"?
wenn es so w?re, das w?re doch mal eine aussage, danach habe ich gesucht, dann lohnt es sich ja doch f?r meine dlcs den tunnel zu errichten.

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Dr_Janitor
  

Leider nein. War bisher zu faul / hatte keine Zeit den VPN-Weg zu beschreiten.

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Crimson
  

@janitor

hast du eins der pakete und wie sind die integriert (klamotten VOR dem spiel im men? anpassen oder IM spiel in einem laden z.b.)?

thx!

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