Dofus 2.0

Wer hätte das gedacht? Die AreaGames-Redaktion steigt von ihrem hohen Konsolenross ab und widmet sich ausnahmsweise einer ganz anderen Spielezunft: dem Browsergame. Mit dem frisch in die zweite Version gestarteten Dofus haben wir auch gleich einen hervorragenden Vertreter gefunden. Das Free-to-Play MMO verbindet nämlich eine tolle Geschichte mit ansprechendem Gameplay und sympathischer Präsentation!


Von eifersüchtigen Drachenfrauen…

Dofus 2.0 startet wie wohl jedes konservative MMORPG: Wir müssen die Felder eines Bauern von Ungeziefer befreien, Wasser vom Brunnen holen... man kennt das, auch von den ganz Großen wie World of Warcraft. Die Geschichte des Browser-Abenteuers klingt jedoch keinesfalls nach Fantasy-Standard-Kost: ein weiblicher Drache verliebt sich in einen Ritter, Ritter kommt mit Frau zusammen, Drache tötet Frau aus Eifersucht, Ritter tötet Drache aus Rache. Doch das riesige Echsenwesen war schwanger und trug sechs Eier in sich - Eier, aus denen die Menschen unendliche Macht schöpfen können. Daher wurden die Omelette-Vorreiter, die übrigens als Dofus bezeichnet werden und damit den Titel beisteuern, an verschiedenen Orten versteckt, um für immer unentdeckt zu bleiben. Natürlich bleibt es nicht dabei: Mittlerweile geht Getratsche in der Welt Amakna (in Anlehnung an den Namen des Entwicklers) umher, ihr seid einer der mutigen Recken, die sich auf die Suche nach den Dofus begeben. Als erste Tat in der Online-Welt steht freilich die Erstellung eines Charakters an: aus insgesamt zwölf Klassen darf ausgesucht werden, darunter hauptsächlich klassische Vertreter wie Krieger, Magie, Priester, Druiden und Paladine. Dabei kann es allerdings schon einmal vorkommen, dass die Helden einer Alkoholsucht unterliegen. Man ist eben auch in der Fantasy-Welt nicht von sämtlichen Lastern befreit. Schade: An der Optik der Spielfiguren kann nur wenig verändert werden, Gesichtszüge etwa sind gar nicht individualisierbar. Aber wir wollen nicht meckern, schließlich genießen wir Dofus 2.0 bis jetzt komplett gratis.
Dofus 2.0

… und zahlungspflichtigen Inhalten

Erst nach mehreren Spielstunden muss man sich entscheiden, ob man etwas Kohle in den Titel investieren möchte. Etwa dann, wenn man Häuser außerhalb des Startgebiets bauen, wirklich mächtige Waffen und Rüstungen erhalten oder über die 20er-Levelgrenze hinaus aufsteigen möchte. Zwar bieten vergleichbare Spiele einen größeren Umfang bis zur ersten Zahlung, doch wer wirklich so weit kommt wie hier beschrieben, wird sich eh für einen Verbleib in Amakna entschieden haben. Zumal die Preise, wohl auch aufgrund der stetig steigenden Nutzerzahlen, ziemlich moderat ausfallen. Doch nicht nur das, Dofus 2.0 ist auch spielerisch weiter als die meisten Konkurrenzprodukte. Das liegt vor allem an den hervorragend ausbalancierten Klassen, so dass gemeinsame Schlachtzüge mit anderen Mitspielern nicht nur herausfordernd sind und auf gutem Teamplay basieren, sondern vor allem Spaß machen. Gekämpft wird übrigens rundenweise, man wählt eine Reihe von Aktionen aus und wartet danach auf den Zug des Gegners, usw. - bis einer umfällt. Wer dem Online-Spiel schon länger die Treue hält, freut sich vorrangig auf einige neue Inhalte sowie eine runderneuerte Optik und Akustik. Gerade die grafische Ausarbeitung im knackig scharfen Comic-Stil macht einiges her und erinnert vom Stil an japanische Mangas - nur die isometrische Perspektive lässt sich nicht verändert. Aber auch die Hintergrundmusik passt zu jedem der Szenarien. Egal, ob man sich gerade in einem kuscheligen Dorfhäuschen, mysteriösen Waldgebiet oder dunklen Dungeon befindet. Ferner wurde auch das Interface übersichtlicher gestaltet. Egal ob Skilltrees, Hotkey-Buttons oder Dialogfenster: hier hat alles seinen richtigen Platz gefunden.
Dofus 2.0

Überrascht in jeder Hinsicht

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