Quantum Theory

Die Quantenmechanik, auch Quantentheorie oder „Quantenphysik“ genannt, ist eine physikalische Theorie, welche Vorgänge im atomaren und subatomaren Bereich beschreibt. Die Quantenmechanik ist eine der Hauptsäulen der modernen Physik und bildet die Grundlage für viele ihrer Teilgebiete, so zum Beispiel für die Atomphysik, die Festkörperphysik und die Kern- und Elementarteilchenphysik, aber auch für verwandte Wissenschaften wie die Quantenchemie. "Quantum Theory" von Tecmo ist dagegen viel simpler zu beschreiben: Lustlos zusammengeklauter Softwaremüll, der dreist zum Vollpreis verkauft wird.


Worum geht's?

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts begann die Entwicklung der Quantenphysik zunächst mit den sogenannten alten Quantentheorien. Diese erklärten allerdings immer nur einzelne Phänomene, konnten jedoch keinen Zusammenhang zwischen verschiedenen Experimenten herstellen. Sie beschrieben Phänomene in mikroskopischen Größenordnungen, bei denen bestimmte Größen wie Energie oder Drehimpuls nur bestimmte Werte annehmen konnten. Diese Beobachtung wurde als "Quantisierung" der Größenwerte bezeichnet. Außerdem ließ sich das Verhalten einzelner Teilchen nicht eindeutig festlegen, sondern es konnten nur Wahrscheinlichkeiten für das Auftreten bestimmter Messwerte angegeben werden. Diese beiden Eigenschaften waren zentral bei der Entwicklung der Quantenmechanik.
Ich könnte jetzt noch viele weitere Sätze über die Geschichte der Quantenphysik von Wikipedia zitieren und es käme mir immer wie etwas sehr kluges vor, was da so zu lesen ist. Zur Story von Quantum Theory kriege ich nicht halb so viel interessantes zusammen, egal wo ich gucke. Im Spiel selbst ist mir leider nichts untergekommen, was erinnerungswürdig, begeisternd oder... auch nur einigermaßen zusammenhängend wäre. Das Tutorial von Quantum Theory wirft mich als Intro in eine Situation, die ich erst mal überhaupt nicht einordnen kann und die das Ende von etwas zu sein scheint, was ich offenbar verpasst habe. Jemand stirbt, ein komischer Alienturm bricht zusammen, ich weiß nicht wer das ist, dann sitze ich auf 'ner Steinstufe und werde von Soldaten verhört,... immer möchtegern-badass oder vermeintlich tiefgründig in den Dialogen, nur werde ich als Spieler dabei meistens außen vor gelassen. Mir wird das Gefühl vermittelt, es würde der aussichtsloseste Krieg auf der Welt toben, jeder doofe NPC weiß darüber bescheid, aber ich habe nie eine Ahnung, worum es dabei so richtig geht. Irgendwas mit Türmen, die aus dem Boden kommen und die Menschen in Monster verwandeln. Mehr hätte ich in ein paar Textfiles im Hauptmenü lesen können, wenn das nicht alles so öde wäre. Nur meine Spielfigur kann den bösen Superturm zerstören, so viel weiß ich. Obwohl mich der normale Ed von Schleck auf der Straße gar nicht zu kennen scheint, auch wenn ich so eine Art Action-Jesus bin. Also: Belanglose Story die schlecht erzählt wird. Aber das alleine macht ja noch lange keinen schlechten Shooter aus, oder?
Quantum Theory

Warum sollte ich die PR-Screenshots hier auf keinen Fall zur Kaufberatung hinzuziehen?

"Im Rahmen der klassischen Mechanik ist der Zustand eines Teilchens eindeutig durch seinen Ort und seine Geschwindigkeit bestimmt. Der Zustand lässt sich also durch Größen beschreiben, die mit eindeutigem Ergebnis gemessen werden können.", heißt es weiter bei Wikipedia im Artikel über Quantenmechanik.
Ein eindeutiges Ergebnis habe ich für euch auch bei meiner Grafikbeurteilung von Quantum Theory parat: Langweilig + Veraltet + Uninspiriert = Hässlich! Traut den ganzen Bildern in unseren Galerien nicht, bei denen scheint es sich um ein Missverständnis zu handeln. Wir können uns das nur so erklären, dass Tecmo die Screenshots noch rechtzeitig zu PR-Zwecken anfertigen konnte, ehe Tomonobu Itagaki bei seiner unrühmlichen Entlassung im Streit alle Festplatten des Entwicklerteams von Quantum Theory mit einem Ninjaschwert zerschlagen hat. Nun waren die armen Jungs in Geld- und Zeitnot, suchten bis zum Release nach einer frühen Alphafassung ihres Spiels und schickten die dann schnell an die Presswerke. Texturen aus der letzten Konsolengeneration, polygonarme Charaktermodelle, grau in grau gehaltene, öde Korridor-Abschnitte am Fließband, ausnahmslos maue Effekte, erschreckend detailarme Kulissen, hakelige Animationen,... würde ich in der Welt von Quantum Theory leben, wäre ich froh darüber, dass sie kurz vor dem Untergang steht. Ich meine, dieser Shooter hat technisch überhaupt gar nichts zu bieten. Sogar die Sounds und die (englische) Synchronisation sind unmotiviert schlecht genug, um mir gerade längere Gefechte mit den monotonen Waffengeräuschen zur wahrlich nervigen Qual zu machen. Fehlende Animationsphasen sorgen zudem dafür, dass sich die Feinde nie präzise ins Fadenkreuz nehmen lassen, wenn sie ständig zwischen Deckung und freiem Herumlaufen wechseln. Man kann also noch nicht mal von zweckmäßiger Optik sprechen, denn sie erfüllt ja tatsächlich nicht alle rudimentären Anforderungen, damit ein reibungsloses Gameplay möglich ist. Trotzdem... Grafik ist ja nicht alles, was einen spaßigen Shooter definiert. Oder?
Quantum Theory

Warum ist Quantum Theory noch nicht mal spielerisch zumindest Durchschnitt?

Wenn ich einen 3rd-Person-Shooter mit Covermechanik mache und den so auffällig wie nur möglich versuche, von Gears of War abzukupfern, würde ich mich richtig schämen, noch nicht mal die Basics des Genre-1x1 ansatzweise akzeptabel hinzubekommen. Das fängt im Falle von Quantum Theory bereits beim Handling des Fadenkreuzes an, dass sich trotz mühsamer Nachjustierversuche im Optionsmenü nicht aus seiner unintuitiven Schwerfälligkeit drängen lässt. Damit erinnert Tecmo nostalgisch an Zeiten zurück, als man noch zu Recht gesagt hat, dass Shooter niemals vernünftig mit einem Gamepad zu steuern sein würden. Nur kann das kein wohlwollender Pluspunkt im Test sein, denn in diese Zeit wollte ich wahrlich nie zurück. Genau so wenig begeistert bin ich von den unfair schweren Railshooterzwischeneinlagen und klobigen Sprungherausforderungen, die das Spiel immer wieder unnötig in die Länge ziehen. Wobei an Quantum Theory fast alles unnötig in die Länge ziehend wirkt, da das Game nur ganz selten mal ansatzweise Spaß zu vermitteln weiß. Auch die Standardfights mit intensiver Deckungsnutzung kommen so hakelig, zäh und schlecht designt rüber, dass man bestimmt selbst als "Gears of War"-Hasser auf einmal zu schätzen weiß, was die Amis von Epic da mit ihren Spielen schon zwei mal auf den Bildschirm gezaubert haben. Tecmo hat hier dagegen noch nicht mal ein vernünftiges Waffenarsenal zusammenbekommen, das beim hohlen Herumballern hätte Spaß machen können. Falls ihr übrigens davon gehört zu haben glaubt, ein tolles, innovatives Feature von Quantum Theory seien die sich verändernden Schlachtfelder, dann erinnert euch mal an die ersten Shooter mit Ansätzen von simplen Scriptsequenzen zurück. Durch undynamische Trigger werden hier mal Objekte verschoben und da mal Absperrungen geöffnet, was immer sehr mechanisch und billig rüberkommt. Genau wie die K.I.-Begleiterin, die man im späteren Spielverlauf per unstylisch inszenierter Spezial-Attacke auf Feinde schleudern kann. - Und JA... JETZT, nach all diesen Anmerkungen, kann man ganz gewiss sagen, dass Quantum Theory ein wirklich schlechter Shooter geworden ist.
Quantum Theory

Der Headshot-Trailer


Nicht nur in der Theorie versagt

Kommentare

TheoRy
  

Tecmo hat meiner Ansicht nach alles richtig gemacht und endlich mal einen Shooter geschaffen, der nicht nur 0815 ist. Das Artdesign ist ziemlich geil, das Gameplay abwechslungsreich (Koop-Aktionen, kleinere Kletter- und Sprungeinlagen, Ebnen ver?ndern sich und wirken sich aufs Gameplay aus, unterschiedliche Bossgegner), die Inszenierung sehr gelungen und die Story reichaltiger als manchen bewusst zu sein scheint. Der Hauptcharakter Syd und die Nebencharakterin Filena haben beide unterschiedliche Geschichten, die glaubhaft vermittelt werden. Au?erdem steigert sich das Spiel von Zeit zu Zeit bis zu einem starken Finale. Und ganz ehrlich: wer nach der Demo denkt, beurteilen k?nnen, wie das gesamte Spiel ist, der hat sich gett?uscht. Das Spiel bietet viele spa?ige Spielstunden und ist im Laufe des Spiels abwechslungsreicher als es der Demoeindruck vermittelt. Wieso der Test hier das Spiel so vernichtet, verstehe ich nicht so ganz, aber okay. Ich kenne Gears of War nicht, trotzdem ist es nichts Neues, dass Spiele kopieren. Und falls Quantum Theory so viel kopiert haben sollte, dann mMn sehr gut^^

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Ich weisst zwar nicht warum ich den Test ?berhaupt gelesen habe, denn Gears Of War an sich ist schon nicht wirklich gut, und ein Klon davon wird sicherlich nicht besser. Da h?tte Tecmo lieber die Energie in Project Zero 5 stecken sollen, oder Nintendo dazu ?berreden Teil 4 hier rauszubringen.

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Saibot
  

Der redet ja auch alles schlecht, bzw. ins Gegenteil von "uns".
Ist ja nicht so als w?rde das langsam langwelig...

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psheiko13
  

bazong MUSS das spiel "gutreden", da er sonst NIEMALS auch nur ann?hernd in den genuss eines gears of war kommen wird :D

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Saibot
  

Also ich find's ?brigens auch Schei?e ;)

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Unspielbar kann man so und so sehen. Ich fand das Gameplay an sich schon unspielbar xD Aber gut, dann lass ich die 3 von 10 so stehen.

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Saibot
  

@DoggieSmile: Mit Durchspielbarkeit meinte ich eben, dass es nicht "kaputt".

2/10: "...l?sst sich also theoretisch steuern und wird grafisch auf irgendeine Weise dargestellt..." (ohne Trash)
1/10: "...Unspielbar..."
Also: 3/10 !! :P

Nur um das nochmal klarzustellen, denn ich hab das FAQ gelesen^^

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@King

Ich wei? nicht, welches Spiel die Famitsu da getestet hat, aber Quantum Theory wars bestimmt nicht. Bevor dus dir holst, lad doch erstmal die Demo vom PSN Store, dann siehste wie schlecht dieses Spiel ist.

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jurista
  

3 Sterne sind schon richtig krass, eine Schande dass soviel Millionen heutzutage noch verpulvert werden,bzw. das dieses test durch die Qualit?tssicherung gekommen ist und so auf den Markt kommt.

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KING_BAZONG
  

Also ich hab mir die komplette Demo via youtube gegeben und da war ich vom Design arg angetan. Rodney Matthews wo man hinguckt.

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