The Legend of Zelda: Ocarina of Time 3D

Plattform: (3DS)
Release: 17. Juni 2011

User-Wertung:

The Legend of Zelda: Ocarina of Time 3D

Der 3DS ist zwar schon seit fast drei Monaten auf dem Markt, bietet derzeit aber noch kein wirklich umfangreiches Spielesortiment. Auch die Ankündigung eines Remakes von Ocarina of Time für den 3DS riss nur wenige Spieler aus den Socken, wobei die hartgesottenen Liebhaber der Serie wahrscheinlich Freudensprünge vollführten. Unsere Anspielsession konnte vor allem den über die Zeit langsam herangereiften Vorwurf einer lieblos emulierten Aufbereitung eines Klassikers widerlegen und sorgte sogar für tränengefüllte Augen bei zwei AreaGames-Redakteuren. Vor Freude, versteht sich.

Als junger Link beginnt der Spieler im Kokiri-Wald, der von einem Volk namens (Überraschung) Kokiri bewohnt wird. Diese Kinder-Elfen können übrigens nicht altern und werden stets von einer kleinen Fee begleitet. Letzteres Flugobjekt bekommt Protagonist Link vom Deku-Baum höchstpersönlich entsendet, damit diese ihn zu selbigem führt. Der Deku-Baum, Schutzgott der Kokiri, benötigt nämlich dringend die Hilfe des grünen Kapuzenträgers, da ihn der Bösewicht Ganondorf mit einem Fluch belegt hat. Der Grund für diese fiese Aktion ist, dass Ganon sich auf der Suche nach den drei heiligen Steinen befindet und einer davon nun mal vom Deku-Baum bewacht wird. Mithilfe der Steine und der namensgebenden Okarina der Zeit möchte er anschließend ins heilige Reich überschreiten und das dort herum liegende Triforce an sich reißen. Damit wiederum möchte Ganondorf seinen Traum eines ihm untergebenen Hyrule erfüllen. Das erste Ziel ist es nun, den Fluch zu brechen und somit das Schlimmste zu verhindern. Also geleitet die erste Aufgabe Link sogleich in den um Hilfe bittenden Riesenbaum. Wobei schon meine ersten Schritte im überarbeiteten Kokiri-Dorf mich durchaus beeindruckten. Kannte ich Ocarina of Time bisher nur als die verwaschene Version eines The Legend of Zelda: Twilight Princess, erstrahlen die Texturen, Objekte, Charaktere und Ebenen im 3DS-Remake in prachtvollen Farben und mit gestochen scharfen Umrissen.
The Legend of Zelda: Ocarina of Time 3DUnter anderem leuchten Wiesen in sattem grün und bieten auch desweiteren viele kleine hübsche Einzelheiten, wie aus dem Boden wachsende glitzernd-bunte Blütenköpfchen. Sogar die Innengestaltung der Häuser wurde völlig überarbeitet. Von dieser manchmal eventuell etwas unscheinbaren Liebe zum Detail profitiert übrigens das gesamte Spielgefühl. Auch legt sich kein Nebelschleier mehr auf die Umwelt und die Dörfchen, sodass ich eine wunderhübsche Weitsicht geboten bekomme. Sogar Steuerungs-Skeptiker können sich getrost beruhigen. Via Analogstick bewege ich mich reibungslos durch das erste Dungeon, den vorhin erwähnten Deku-Baum, bekämpfe mit gezielten Tastenhieben Skulltullas und bösartige Deku-Sprösslinge und darf mich über die nette Integration des Gyro-Sensors freuen. Denn begebe ich mich in den Betrachter-Modus in der Ego-Perspektive darf sich per Heben, Senken und Neigen der Raum angesehen werden. Natürlich hat auch die Einbindung des 3D-Effekts noch nicht an Wirkung verloren, allerdings setzt nach kurzer Zeit das bekannte Augendrücken ein. Glücklicherweise lässt er sich nach belieben An- und Ausschalten.
The Legend of Zelda: Ocarina of Time 3DKenner der Serie wissen sowieso Bescheid und auch Neulingen verrate ich nicht zu viel, wenn ich sage, dass trotz erfolgreichem Abschluss des Dungeons der liebenswerte Deku-Baum sterben wird. Nach diesem tragischen Ereignis darf Link sich endlich dorthin begeben, worauf ich mich schon während der gesamten Anspiel-Session freute: Die hylianische Ebene. Aufgeregt tappselte Link also los, watschelte über eine Brücke, schlängelte sich durch die letzten Andeutungen eines Waldes und schon schweift der Blick über die Hügel der Ebene und richtet sich auf das Schloss Hyrule. Nicht nur die Ebene selbst sorgt für ein besonders stimmiges Gesamtbild, auch der Einmarsch in Hyrule-Stadt überrascht. Vor allem Spieler der Original-Version werden sich wundern, mit was für einer Finesse gearbeitet wurde. Neben der durchschlagenden Wirkung der Optik, überzeugt die Dreingabe von Masterquest, welches dasselbe Spiel mit neuen Rätseln bestückt und einen neuen Bosskampf-Modus hinzufügt, noch zusätzlich. Das fleißige Nintendo-Team hat den legendären Zelda-Klassiker entgegen aller Befürchtungen nicht einfach nur emuliert, sondern hat ihm zu einem gewaltig ausschauenden neuen Antlitz verholfen, sodass sich endlich auch die Spieler, die bisher von der veralteten Technik abgeschreckt wurden, von einem wahren Meilenstein der Videospielgeschichte verzaubern lassen dürfen. Das ursprünglich am 11. Dezember 1998 für N64 erschienene The Legend of Zelda: Ocarina of Time feiert hierdurch eine würdevolle Wiederbelebung.
Auf Seite zwei findet ihr ein Video und aktuelle Screenshots
The Legend of Zelda: Ocarina of Time 3D

Kommentare

MuddaTui
  

Tadaaaa! Habs mir schon vor 2 Wochen bei Amazon vorbestellt. Gab`s incl. 3DS-Tasche zu nem echten Schnäppchenpreis! Die Tasche wandert allerdings zur buckligen Verwandtschaft! ;D

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IceOnly2
  

@BuschonautIch mein ja auch, es ist Wahnsinn wie schnell die Zeit vergeht. Mein erstes Zeldabendteuer kommt mir noch vor als wäre es gestern gewesen :-)Versteh trotzdem die Leute nicht die extra nochmal Geld dafür ausgeben. Ergibt für mich kein Sinn.

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Buschonaut
  

@ IceOnly2: Mein Posting war gar nicht auf dich bezogen ;-)
Das Argument mit dem Geld raff ich trotzdem nicht, wird man etwa gezwungen, das Spiel zu kaufen? Wer ein N64 und das Original zu Hause hat, kann sich doch auch daran erfreuen. Ich hab's zwar auch noch, freue mich aber trotzdem auf das Remake und gebe dafür gerne nochmal 40 € aus.
Und es ist natürlich länger als 7 Jahre her, hier isses im Dezember 1998 rausgekommen, das hast du wohl falsch verstanden.

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IceOnly2
  

Aber dass das Geld nicht vom Himmel fällt ist Dir auch klar oder? Es gibt Leute die nicht jedem Remake hinterher rennen, weil sie Geil drauf sind es nochmal zu spielen. Wenn ich in Erinnerung schwelgen will, dann hol ich mein N64 wieder raus. Dann hab ich aber richtiges Feeling.Für diejenigen, die es nie gespielt haben ist es schon eine gute Sache. 7 Jahre ist das schon her? Doch schon länger oder?Was du als Gemecker abtust sind nur Meinungen der Leute, die ein bisschen auf ihr Geld achten.

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Buschonaut
  

Mannomann, das manche es auch echt nicht einsehen können. Ocarina of Time gilt heute noch als das vermutlich beste Videospiel aller Zeiten, der Name taucht immer wieder auf, wird als Referenz und Wendepunkt im Gaming genannt. Allerdings haben viele der Zocker von heute es noch nie gespielt. Selbst viele, die heute 20 Jahre alt und Hardcore-Zocker sind, werden es damals im Alter von 7 Jahren wohl kaum gezockt haben. Warum also Spielern nicht die Möglichkeit geben, dieses Erlebnis technisch verfeinert entweder zum ersten Mal zu erleben oder aber in Erinnerungen an Zeiten zu schwelgen, in denen es in Videospielen noch ums Entdecken, Staunen und Innovationen ging und nicht um Gamerscore, Onlinemodi und höher, schneller, weiter. Ich weiß noch, wie ich damals als 15jähriger fasziniert wie nie zuvor und selten danach vor der Glotze hing und dieses Spiel förmlich aufgesogen habe. Vielleicht kann man das Gemecker daher einfach mal sein lassen.

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IceOnly2
  

Fürn Remake was ich schon aufn N64 gezockt habe, geb ich nicht noch extra Geld aus. Bei einem neuen Zelda würde es sicherlich anders aussehen. Fällt Nintendo nix mehr Neues ein?

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Yzerman
  

@Buschonaut
Das liegt vielleicht auch daran, dass Nintendo mit der Wii eine technisch veraltete Konsole auf den Markt gebracht hat. Von dem her ist die Wii eigentlich überteuert, kann doch noch die alte Xbox mit der Wii mithalten...

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Buschonaut
  

*lol* @ Geldgeil-Vorwurf. Da Nintendo ihre Spiele und Konsolen ja nicht grundsätzlich billiger auf den Markt bringt als die Konkurrenz, ne?
Ich freu mich jedenfalls tierisch drauf, das alles nach über 12 Jahren nochmal mit hübscherer Grafik und als Master Quest zu erleben.

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IM Carlos
  

… oder als würde MS eine Demand-Titel für 50 EUR anbieten, der auf dem freien Markt mit Wiederverkaufsrechten schon für die Hälfte zu haben ist. Nur um mal Deinen Bash zu vervollständigen.
Fazit: Wem's zu teuer ist, der kauft es nicht oder kauft es später.

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salasar
  

Ich hab ja generell nix gegen remakes. Find sie teilweise auch richtig gut. Ist aber nicht ein bisschen frech das das gleiche Games ebenfalls auf Virtuell Consol runterladbar ist für einen bruchteil des Preises ?! Das ist wie, wenn Sony ein und den gleichen PS one titel verkaufen würde. Allerdings zum runterladen für 5 euro und für PSp für 40 euro. Weiß nicht ob sie sich so freunde machen. Aber Nintendo war / ist sowieso schon immer geldgeil gewesen. Das minimale für user für maximale ausbeute.

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