Thor: God of Thunder

Plattform: (3DS, NDS, PSP, Wii, Wii U, XBox 360)
Release: 15. Juni 2011

User-Wertung:

Thor: God of Thunder

Während vergangenes Wochende in Berlin zum 1. Mai nur ein paar popelige Steine geworfen wurden haben wir Thors mächtigen Hammer Mjölnir fliegen lassen. Und zwar direkt in die dreckigen Visagen der Feinde. Ob das Spiel genauso positiv überraschen kann wie zuvor der Kinofilm, lest ihr in diesem Test der Versionen für PlayStation 3 und Xbox 360.


Lest hier die Filmstory, die das Lizenzgame kaum erzählt

Thor, der Sohn Odins, befindet sich gerade im göttlichen Sparring als plötzlich Jötunen ungehindert über die Regenbogenbrücke in seine Heimat Asgard eindringen! Schnell unterbricht er das Training und eilt mit seinem Bruder Loki und der Gefährtin Sif den Feinden entgegen. Während der Intro-Sequenz kommentiert ein Sprecher aus dem Off das Geschehen und deutet an, dass dieses Ereignis kein Zufall sein kann - es handelt sich um ein hinterhältiges Komplott. Leider wird Sif beim Kampf schwer verwundet und stirbt. Thor ist außer sich und fordert blutige Rache. Schnell wird dem Spieler aufs Auge gedrückt, wem wir dieses Unglück zu verdanken haben: Loki. Und da der Überfall nur ein kleiner Teil seines gerissenen Plans war, treibt er seine Machenschaften eifrig weiter voran. Also bringt er Thor auf die Idee, in Niflheim - die Heimat der Jötunen - vorbeizuschauen, um deren Herrscher Ymir von seinem Hammer kosten zu lassen. Und so nimmt das Unheil seinen Lauf ... Die Story der Filmvorlage auf Basis der Thor-Comics von Marvel wird im Lizenzvideospiel leider nur sehr lückenhaft mit Zwischensequenzen in Ingamegrafik vorangetrieben. Diese sind wohl das auffälligste Defizit des Spiels, denn hier werden eure Ohren mit semi-motivierten Synchron-Stimmen drangsaliert, die in keiner Weise Synchronität zu den Lippenbewegungen der Figuren aufweisen. Dazu ruckelt es gelegentlich und die Gesichter der Protagonisten werden mit matschigen Texturen entstellt. Das Ruckeln und die Texturen treten nicht in jedem Video auf, sind aber stellenweise so markant, dass dieser Umstand hier einfach nicht ignoriert werden kann. Die virtuellen Protagonisten sehen den Film-Vorlagen grundsätzlich sehr ähnlich - allerdings zeigen sie oft kaum eine Regung und stehen so steif da als hätte Thor sie kurz zuvor mit seinem Hammer an Stellen penetriert, die besser jungfräulich bleiben sollten. Die meisten Dialoge des Spiels finden zwischen Thor und seinem Bruder Loki statt. Die beiden gehen so kühl miteinander um, dass man nicht einen Moment daran glaubt, dass sich hier zwei Brüder unterhalten. Dazu kommt, dass Thors Texte meist prollige One-Liner sind, die ihm zu einem Neandertaler degradieren, der jede Gelegenheit nutzt, um jemandem mit seinem Hammer ordentlich auf die Gusche zu hauen.
Thor: God of Thunder

Odins Sohn: Mal hammer, mal popelig

Schon in den ersten Minuten könnt ihr Erfahrungen mit eurem mächtigen Kampfgerät, dem göttlichen Hammer Mjölnir, sammeln. Der hat ordentlich Wumms, wirft Gegner zurück, lässt sie taumeln und gibt ihnen mit den obligatorischen Finishern den Rest. Die satten Sounds beim Einschlag runden die Backpfeifen-Action ab. Man hat wirklich das Gefühl, so etwas wie ein Gott zu sein und Power zu besitzen. Ihr beherrscht direkt zu Beginn einige Kombos, die im Laufe des Spiels noch erweitert werden können. Die Spielmechanik erinnert stark an Dantes Inferno oder Darksiders. Während des Kampfes habt ihr auch die Möglichkeit auszuweichen und zu blocken. Und das solltet ihr auch, denn sonst landet ihr mit Thor schneller in Walhalla, als euch lieb ist. Besonders praktisch sind die Greifattacken, denn sobald ihr einen Gegner gepackt habt, könnt ihr entscheiden, ob ihr ihn mit einer Nahkampftechnik, einem Kraftgriff oder einem Wurf beseitigt. Schwache Gegner kann man sich sofort zur Brust nehmen - stärkere Exemplare müssen erst mit ein paar Hammer-Punchs willig gemacht werden. Ihr habt außerdem die Option, den Hammer zu werfen, der dann wie ein Bumerang zurückkehrt. Neben der Armkraft besitzt ihr natürlich auch göttliche Fähigkeiten und verfügt über Blitz-, Erd- und Wind-Attacken, die aber irgendwie billig und popelig für einen Gott wirken. Ihr könnt anfangs nur einen einzigen zarten Blitz herbeirufen. Der Balken mit der Odinkraft zeigt euch an wie viel Energie ihr dafür noch übrig habt. Und dann gibt es da noch den Odin-Sprung. Der funktioniert, indem ihr einen in der Umgebung aufblinkenden Kreis anvisiert und per Knopfdruck enterharkenartig dorthin fliegt.
Thor: God of Thunder

Kommentare

IM Carlos
  

?berrschung, ?berrschung ... ein Lizenzspiel, was nix taugt ...

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MetalMelon
  

Was die Leute immer wieder vergessen, Filmspiele werden nicht entwickelt um Spa? zu machen sondern nur um extra Geld von blinden Kunden abzuluchsen. (bis auf ein paar Ausnahmen nat?rlich)

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gelöscht
  

Hey, wir reden hier ?ber ein Lizenzspiel von Sega. Wer hier mehr als Lizenzschrott erwartet hat, ist selbst schuld. Die schaffen es ja kaum mehr, f?r ihr eigenes Franchise was ordentliches auf die Beine zu stellen (Sonic). Wie sich die Firma ?berhaupt solange halten kann, ist mir echt ein R?tsel. Liegt aber wohl an den guten Spielen, die sie f?r andere publishen und vor allem sowas wie "Mario und Sonic..." f?r Wii. Sonst w?ren die wohl l?ngst Pleite.

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Schokotier
  

Naja, wieder mal eine lieblose Filmumsetzung...

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Nasowas!
  

@alteschwubbe
Ich glaube nicht das die Produktionskosten f?r so ein Spiel so gering sind, au?erdem die Lizenzkosten...
Wenn ich dann im Verkauf noch auf die ganzen Unwissenden angewiesen bin.Da k?nnte mit einem einigermassen vern?nftigen Spiel bestimmt mehr verdient werden.Plus, die Firma baut sich einen guten Ruf auf, der in dieser Branche bestimmt auch was Wert ist.
?brigens: Wo kommen diese ganzen "Unwissenden" denn her? Irgendwann muss doch jedermal auf so eine Mogelpackung reingefallen sein und die Lehren daraus gezogen haben.Wie erw?hnt haben Lizenzspiele eine gro?e Tradition darin schei?e zu sein.

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Human Torch
  

SEGA sollte echt langsam die Finger davon lassen, mich kotzt es an wie die Hero Games der Reihe nach durch den Kakao gezogen werden ( die meisten zurecht ).

Es kann doch nicht sein das nur Rocksteady in der Lage ist ein Spiel zu entwickeln. Es ist ja nicht so das es keine guten Storys geben w?rde, es scheitert doch immer wieder an der sau miserablen Umsetzung.

Nachdem ich mir Iron Man damals noch schh?n geredet hab ist Iron Man 2 nie im Xbox Laufwerk gelandet... genau so wird das hier. Dagegen war das Hulk Spiel von Sega im Vergleich zu Iron Man 1&2 sowie Thor der reinste Genuss (obwohls auch nicht voll ?berzeugt hat). Da Spiel ich doch lieber Marvel Ultimate Alliance 1 oder 2, das ist imo das einzig brauchbare.

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alteschwubbe
  

@nasowas
Ich denke nicht, dass die mit einem guten spiel mehr gewinn machen w?rden.
Erstens sind die produktionskosten viel geringer und zweitens lesen leute, die diese schlechten spiele kaufen, normalerweise keine tests.
Meine meinung :)

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IceOnly2
  

Sie sollten wirklich aufh?ren zu jedem Kinofilm ein schei? Spiel zu entwickeln. Es kommt soweiso meist nur M?ll dabei raus.

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Nasowas!
  

Ich frage mich immer ob sich das f?r die Firmen lohnt?
Wieviele Millionen schlechte Spiele zu Filmen gibt`s jetzt schon?
Es muss sich doch schon rumgesprochen haben das so Spiele zu 90% Mist sind.Wer kauft das?
Seid den 80ern ist ein Filmlizenzspiel, bis auf wenige Ausnahmen, so gut wie immer ein Kandidat f?r den M?llschlucker.
Wenn ich mit M?ll schon die Kosten wieder reinhole und anscheinend noch Gewinn mache (ansonsten w?re diese Art Spiel jawohl schon im Nirwana verschwunden) wieviel k?nnte man dann erst mit einem guten Spiel verdienen...

Ach, eine Frage noch: Oskar Krause ist doch ein K?nstlername, oder?^^

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Saibot
  

Der Film war wirklich gut, aber dass das Spiel Schrott wird ist ja leider keine ?berraschung.

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