Two Worlds II

Plattform: (PC, PS3, XBox 360)
Release: 09. November 2010

User-Wertung:

Two Worlds II

Es ist ja nicht so, dass man als Rollenspieler derzeit stiefmütterlich behandelt würde. Rein quantitativ wird man ja durchaus gut bedient. Doch während „Fable 3“ auf hohem Niveau enttäuschte, erwies sich „Arcania: Gothic 4“ als Totalausfall. Womit wir bei „Two Worlds 2“ wären, dem lachenden Dritten, im Streit der großen Rollenspielhoffnungen. Denn: Überraschung – dieser Geheimtipp ist wirklich gut!


Worum geht’s?

Bevor wir mit einer kleinen Zusammenfassung der Story beginnen, sei an dieser Stelle zunächst lobend hervorgehoben, dass "Two Worlds 2" überhaupt eine hat. Selbstverständlich ist das schließlich nicht, wenn man an den Vorgänger zurückdenkt. Der hatte nämlich ungefähr so viel Handlung, wie der Multiplayer-Modus von Quake 3. "Ein fieser Typ hat deine Schwester geklaut - rette sie!", gemahnte eine kurze CutScene damals. Nun ja, zumindest war's zur Abwechslung mal keine Prinzessin. Doof bleibt diese Uraltprämisse trotzdem. Insbesondere dann, wenn der nachfolgende Handlungsbogen keinerlei Wendungen, kein Drama, absolut nichts Spannendes vorzuweisen hat. Am Ende standen wir vor unserer Schwester und Ober-Übeltäter Gandohar, zwei mögliche Enden später war Schluss.
Teil zwei kann da wesentlich mehr: Fünf Jahre später schmoren wir im Verließ von Gandohar, unsere Schwester dient ihm als Werkzeug, um einen mächtigen Dämon einzukerkern. Hilfe naht ausgerechnet in Form der einst verhassten Orks, die uns befreien und von einer grausigen Prophezeiung berichten. Was folgt, kann man tatsächlich als motivierende Handlung bezeichnen, in deren Verlauf wir sogar überrascht werden, staunen und mitfiebern. "Two Worlds 2" ist zwar immer noch relativ behäbig, die Hauptstory kommt erst spät und sehr langsam in Fahrt. Aber am Rande gibt es dafür zahlreiche sehr gut erzählte Nebenquests, die bei Laune halten.
"Two Worlds" war zudem nicht in der Lage, seine Geschichte vernünftig zu inszenieren. Gespräche verliefen in stacksig animierten Standardsequenzen, von der epischen Filmerfahrung, die etwa ein "Dragon Age" mittlerweile zum Maß der Dinge erhoben haben, war damals nichts zu spüren - und ist es heute nicht. Zumindest aber, und das muss man "Two Worlds 2" zu Gute halten, gibt es nun immer wieder schöne Zwischensequenzen, in denen mal furiose Schwertkämpfe ausgetragen, mal zarte Liebesbande geknüpft werden. Unser Held ist kein Commander Shepard, die Welt nicht von politischen Ränkespielen zerrüttet, aber sie atmet und lebt dennoch spürbar.
Two Worlds II

Welche Art Rollenspiel ist „Two Worlds 2“ eigentlich?

"Two Worlds 2" ist ein Rollenspiel, in dem man zu Beginn mitten in der Walachei abgesetzt wird, einen Knüppel in die Hand gedrückt bekommt und neugierig drauflos erkunden soll. Also haut man auf den erstbesten, vorbeilaufenden Pavian ein, freut sich, dass das biestige Äffchen nach zwei Schlägen die buschigen Beine nach oben streckt und wird nur zwei Schritte weiter von einer völlig harmlos aussehenden Riesenameise mit einem Biss niedergemümmelt. "Das war zu übermütig, du Aushilfsheld", scheint sie uns spottend entgegen zu lachen und dreht dann weiter ihre Runden. Gothic-Fans dürften an dieser Stelle bereits mit der Zunge schnalzen, denn "Two Worlds 2" gehört zu dieser alten Schule Rollenspiel, in denen eine echte Spielwelt simuliert wird. Mit Gefahren und verborgenen Reizen. Neugierde kann hier belohnt werden. Oder bitter bestraft. Aber so funktioniert es eben, das große Abenteuer.
Es ist ein Spiel der Sorte, die euch nur sehr begrenzt an die Hand nehmen. Welche Stärke die Monster haben, wie man nun genau diesen einen, sehr mächtigen Trank braut oder den Schmiedehammer schwingt, das alles überlässt "Two Worlds 2" eurem eigenen Entdeckerdrang. Sicher: Wer die klinisch reinen und vorhersehbaren Schlauchlevels eines "Dragon Age" gewohnt ist, in denen man schon am Zoneneingang sieht, was am Ende auf einen wartet, wird "Two Worlds 2" hassen. Die Quicksave-Taste ist hier euer bester Freund. Oder schlimmster Feind, wenn mal wieder 20 Minuten Rundreise umsonst waren. Dass man trotz regelmäßiger Niederlagen immer wieder begeistert von vorne beginnt, begründet sich durch das liebevoll gestaltete Gesamterlebnis.
Für Rollenspieler ist es nun mal eine wahre Freude, wenn man an der Weggabelung im Osten von zwei möglichen Pfaden einfach mal die dritte wählt - und in den angrenzenden Fluss springt. Wer dann nach fünf Minuten schwimmen gegen den Strom mit einer versteckten Höhle oder Schatzkiste belohnt wird, schwebt im siebten Fantasyhimmel. Allerdings: "Two Worlds 2" ist kein "Risen", wo es unter jedem vierten Kieselstein etwas Neues zu entdecken gibt. Wer eifrig sucht, der findet auch hier, nur eben deutlich weniger als es wünschenswert wäre. Was aber immer noch dem doppelten Maß entspricht, das "Arcania" bietet.
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Stichwort Arcania - wie glaubwürdig ist denn die Spielwelt?

Einer der großen Fehler von Spellbound und deren Möchtegern-Gothic "Arcania" war der nahezu völlige Verzicht auf das beliebte "Gothic"-Gefühl, welches sich zu großen Teilen aus der Atmosphäre speiste. Betraten wir dort eine Stadt, boten uns Händler lautstark ihre Waren feil, meckerten Wachen angesichts unserer Stichwerkzeuge oder bettelten arme Zivilisten um Brot und Gold. Reality Pump begeht diesen Fehler nicht und entwirft dank dieser Zutaten ein zu großen Teilen schöne und nachvollziehbare Welt. Mit echten Charakteren, echten Problemen, echten Gegebenheiten.
Zumindest so lange man nicht hinter die Fassade blickt. Wer zum Beispiel in eines der wenigen begehbaren Häuser tritt, findet dort...zu 90% absolut nichts. Keine Fenster, keine Zierde, nicht einmal Staub. Klar, hinten im Eck steht eine Kiste, die wir knacken können, aber zu wohnen scheint in diesen Bruchbuden eher niemand. Erst recht nicht, wenn man bedenkt, dass manche Behausungen aus einem einzigen Raum bestehen. Dass wir viele NPCs nach Belieben beklauen können oder sogar verprügeln können, mindert diesen Eindruck nicht unbedingt.
Umso stimmiger hat Reality Pump die Außenwelt gestaltet, die möglicherweise sogar als schönste Rollenspielwelt des Genres durchgeht. Die Sichtweite ist phänomenal, der Detailgrad ebenfalls. Schön ist dabei vor allem, dass trotz Grafikpomp selbst schwächere Rechner kaum bis gar nicht ins Stottern geraten. Wo "Arcania" schon in niederen Auflösungen den Dienst versagte, darf man hier auch in hohen Auflösungen geschmeidig abenteuern. Man sollte allerdings ein Faible für Überblendeffekte und Weichzeichner haben - was "Two Worlds 2" hier zum Teil auffährt, erinnert nicht selten an Softpornos der Marke "Zärtliche Cousinen".
Eine Sache, die Reality Pump ganz offensichtlich nicht beherrscht, sind Animationen. Die sind beim Helden steif, bei NPCs, bei Monstern und Tieren. Die wirken abgehackt, nicht selten sogar kaputt. Was sich oftmals in kleineren Glitches und Clippingproblemen äußert.
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Darf ich auch moralische Entscheidungen treffen?

"Two Worlds 2" ist weder ein "Mass Effect" noch ein "The Witcher". Hier gibt es zumeist nur den einen, offensichtlichen Weg. Wenn wir dann mal die Wahl zwischen verschiedenen Lösungsoptionen haben, beschränken sich die auf die Herangehensweise: Bestechen wir eher die Wachen des Stadttores, um hindurch zu gelangen oder erkaufen wir uns für viel Gold einen Passierschein? Oder suchen wir mühsam einen versteckten Schmugglerpfad? Solche rudimentären Entscheidungen sind eher selten, aber durchaus möglich. Nicht möglich ist hingegen der typische "Mass Effect"...öhm, -Effekt: Die Wachen werden also nicht sauer auf uns sein, wenn wir sie umgehen, sie verweigern nicht den Handel, es sterben keine wichtigen Charaktere. Die Umwelt wird nicht auf uns reagieren wie in einem "Fable", uns ausbuhen, wenn wir fies sind, uns loben wenn wir helfen.
Die Dialoge bleiben entsprechend meist oberflächlich und bietet kaum mehr Auswahl, als die üblichen Informationssammlungen: "Aha, warum ist das so?" oder "Wie kommt das" statt emotionaler Wortgefechte. Auch die Option, die Tonalität des Gesagten zu wählen, ist nicht gegeben. Auch hier wandelt "Two Worlds 2" eher auf den Spuren von "Gothic". In Antaloor pflegt man einen rauen Umgangston, unser Hauptcharakter hat stets einen bissigen Spruch auf den Lippen und flirtet auch schon mal seine Orkbegleiterin bei jeder passenden Gelegenheit an. Dank der tollen Synchronsprecher (der Held wird z.B. von Daniel Craigs deutscher Stimme gesprochen) macht es noch einmal doppelt so viel Spaß zuzuhören. Nur zusehen sollte man dabei nicht - argumentiert wird in Antaloor nämlich a) niemals lippensynchron und b) stets mit generischen Zufallsanimationen, die selten zum gesprochenen Wort passen.
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Darf ich meinen Charakter wenigstens frei entwickeln?

Während "Two Worlds 2" in vielerlei Hinsicht ein Spiel ist, dass sich zwar an großen Vorbildern orientiert, diesen aber zu 90% lediglich hinterherhinkt, ist dies einer der wenigen Punkte, die es richtig gut, nein, herausragend beherrscht. Allein die Fähigkeit sämtliche Ausrüstungsgegenstände per Schmiedefertigkeit zu verbessern und eigene Tränke per Alchemie zu brauen ist bereits klasse. Die schiere Masse an Rezepten und Möglichkeit wird Hobbybastler eine ganze Weile beschäftigen.
Hinzu kommt der konkurrenzlose Magiebaukasten: Zaubersprüche werden hier nicht einfach erlernt - sie werden erfunden. Sobald ihr einen Basiszauber wie etwa Feuer oder Eis erlernt, könnt ihr mit speziellen Modifikatoren und Regulatoren festlegen, welche Wirkung der finale Spruch haben soll. Soll der Feuerball streuen? Vielleicht zielsuchend sein? Ist das Projektil eher schneller oder stärker? Ohne Frage: Für Magier offenbart "Two Worlds 2" das tiefgründigste Spielerlebnis.
Da es keine vorgegebenen Klassen gibt, könnt ihr euren Helden frei spezialisieren. Wer sämtliche Punkte in Kriegerfertigkeiten steckt, haut eben zu wie Conan der Barbar, wer alles ein bisschen aufwertet, schlägt sich eher wie Conan O'Brian - kann dafür aber auch etwas Bogenschießen und Schlösser knacken. Nervig ist übrigens, dass sämtliche Skills erst dann erlernt werden, wenn ihr die passenden Skillbücher kauft oder findet. Wer also eher unachtsam durch Antaloor streift, verpasst dabei möglicherweise einige Fähigkeiten.
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Der Vorgänger spielte sich arg sperrig – wie verhält sich das hier?

In der Schule wäre "Two Worlds 2" an dieser Stelle aufgerufen worden und müsste sich jetzt entweder zum Schämen in die Ecke stellen oder auf der stillen Treppe Platz nehmen. Bedienung und Steuerung sind nämlich weiterhin mehr als ungenügend. Das fängt beim unübersichtlichen UserInterface an, zeigt sich an der arg hackeligen Gangart eures Helden oder der Tatsache, dass bestimmte Aktionen sich mal punktgenau auslösen lassen, mal hingegen gar nicht reagieren.
Richtig nervig wird's wenn die störrischen Klepper ins Spiel kommen. Nein, ganz so katastrophal wie im Vorgänger ist die Steuerung der Pferde nicht, aber bugfrei ist irgendwie auch anders. Mal abgesehen von der Tatsache, dass unser Reittier sich regelmäßig in Luft auflöste, wenn wir das Spiel beendet und danach neugestartet haben. Es ist auch eine wahre Krux in den Sattel zu steigen: Man muss schon direkt vor dem störrischen Gaul stehen, damit das "Sattel"-Symbol erscheint. Bewegt sich nun das Tier oder ihr, verschwindet das Symbol und der Charakter hüpft erst mal fröhlich durch die Botanik - die Leertaste löst nämlich auch die Sprünge aus. Dadurch ergibt sich bei wirklich jedem einzigen Versuch, das Pferd zu besteigen ein irres Schauspiel: Ein Klepper, der nutzlos in der Gegend herumsteht, während ein Bekloppter drumherum springt. Zumindest das Navigieren funktioniert besser, erinnert sogar ein bisschen an "Red Dead Redemption", ist von dessen geschmeidiger Zügelführung aber immer noch meilenweit entfernt.
Das Inventar ist so misslungen, darüber könnte ich seitenweise meckern. In aller Kürze: warum werden eigentlich sämtliche Objekte, ob kleiner Waldpilz oder riesiges Turmschild, durch übertrieben große Symbole dargestellt? Es dürfte sicherlich einen relativ geringen Prozentsatz blinder Rollenspieler geben. Nun, zumindest die werden glücklich mit den "Two Worlds 2"-Menüs. Der Rest ärgert sich darüber, das trotz Gigasymbolen die Übersicht trotzdem leidet. Da nur etwa zehn Gegenstände gleichzeitig auf den Bildschirm passen, muss man zwangsläufig scrollen, um das volle Inventar zu sehen. Eine Sortierfunktion gibt es ebenfalls nicht.
Jetzt mal ehrlich, Reality Pump: Ich entstamme einer Generation von Spielern, die in "Diablo 1" mit Gegenständen hantierten, die nicht viel größer waren als der Kopf des Helden. Ein bisschen mehr darf man mir schon zumuten. Einen echten Charakterbildschirm zum Beispiel. "Two Worlds 2" frönt leider auch der Unart, auf die selbsterklärenden Rüstungsslots eines "Diablo" oder "Dragon Age" zu verzichten und zwingt mich, Waffen und Kleider umständlich zu markieren. Das führt letztlich dazu, dass ich viel zu häufig keine Ahnung habe, welche Gegenstände überhaupt angelegt werden können. Oder auch gerne mal ohne Schuhe herumschleiche, weil ich die im Eifer des Gefechts wieder einmal zu oft angeklickt habe.
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Zaubern macht also Spaß. Was ist, wenn ich lieber auf Nahkämpfe stehe?

Die Nahkämpfe gestalten sich leider nicht viel anspruchsvoller als im direkten Konkurrenten "Arcania". Hüben wie drüben hackt man wahllos auf die linke Maustaste ein, immerhin dürfen hier auch ein paar Spezialattacken ausgelöst werden. Trotzdem gibt es abermals das berüchtigte Schattengeboxe: Jeder zweiten Schlag geht am Gegner vorbei, weil Kombos in steifen Animationen ablaufen und nicht auf den Gegner fixiert werden.
Drollig ist in diesem Zusammenhang die Unart, dass sowohl Magier als auch Bogenschützen die Gegner nicht per Hand durchschalten können. Wer seinen Bogen spannt, bekommt vom Spiel das nächstmögliche Ziel aufgezwungen. Wechseln geht nur, wenn man die Position verändert. Gerade der Fernkampf wird dadurch zu der am wenigsten brauchbaren Option für den Kampf.
Eine nette Abwechslung ist die Profession des Assassinen, dank der wir uns an vereinzelte Gegner anschleichen und diese mit einem Dolchstoß um die Ecke bringen. Allerdings ist die Art, wie Reality Pump dieses Feature im Spiel hält (damit man auch im späteren Verlauf darauf zugreifen kann) höchst eigenwillig. Da generelles Schleichen oder Unsichtbarkeit nicht drin sind, behelfen sich die Entwickler damit, dass sie die Gegner immer wieder mit dem Rücken zum Spieler aufstellen. Auch an Orten, wo dies absolut keinen Sinn ergibt. Wenn ein Wachmann am Eingang eines Lagers IN selbiges hineinstarrt oder die Bewacher eines Tores mit dem Gesicht zur Wand stehen, dann leidet die Glaubwürdigkeit der Spielwelt immens.
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Ist „Two Worlds 2“ denn bugfrei?

Neben einigen kleineren und wenigen größeren Bugs, plagt "Two Worlds 2" vor allem ein sehr prägnantes Manko. Die KI hat alle Nase lang absolute Totalaussetzer. So muss man bei vielen Gegnern lediglich aus der "Line of Sight" laufen, sprich: kurz hinter eine Ecke schlüpfen, schon vergessen selbst die giftigsten Lurche, dass ihr ihnen gerade mit dem Breitschwert auf den Schuppenpanzer gegeben habt. In anderen Fällen gelang es uns, einen großen Gegner stets bis zu einem gewissen Stein zu locken, der für den wutschnaubenden Dämon unpassierbar zu sein schien. Also ließ der sich lieber in Seelenruhe zerlegen, als zu flüchten. Oder zu klettern.
Besonders fies: zum Teil versagt die komplette KI-Routine. Nicht selten lieferten wir uns mit einem Stammesführer der Echsenmenschen heftige Gefechte, während seine Kameraden nur Zentimeter daneben an eine Wand starren. Ach ja, die Nashörner der Savanne haben übrigens den seltsamen Fetisch, zwar wütend aufzuschnauben, wenn wir auf sie einprügeln - sich aber trotzdem nicht zu wehren. Bis zum Tod. Das ist bei kleineren Gegner noch irgendwo verschmerzbar, man ist ja einiges gewohnt als Rollenspieler. Wenn man aber mit klopfendem Herzen vor einem großen Bossgegner steht, der Finger bereits nervös auf der Heiltrank-Schnelltaste liegt und dann - Überraschung! - ohne jegliche Gegenwehr auf das vermeintliche Supermonster eindrischt, ist das schon zutiefst unbefriedigend.
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Sogar einen Mehrspielermodus gibt es – was darf man sich darunter vorstellen?

Zunächst wäre da die Möglichkeit im Storymodus einer alternativen Geschichte zu folgen. Wobei: Geschichte ist hier eher als Umschreibung für "Aneinanderreihung von simplen Kampfquests" zu verstehen. Bis zu sieben Spieler dürfen sich gemeinsam 'nen Wolf hacken und sammeln, was kurzzeitig durchaus Spaß macht. Danach kann man sich im Arena Modus zu zweit im PVP die Keulen über den Holzkopf ziehen, wirklich ausbalanciert ist das aber nicht. Wer mehr als einen Freund zum Zocken hat, kann diese für den Deathmatch Modus (16 Spieler) oder den Kristall Modus (zwei Teams sammeln vorgegebene Anzahl an Kristallen) rekrutieren. Danach immer noch nicht müde? Dann könnt ihr im Village Modus ein eigenes Dorf errichten - was aber sehr zeit- und goldintensiv ist. Langfristig motiviert das alles nicht, aber ein Multiplayer-Part für ein Rollenspiel bekommt man auch nicht alle Tage.

Two Worlds II Trailer


Nicht perfekt, aber das deutlich bessere Arcania

Kommentare

Corelli
  

Ich kann mich nur anschlie?en. Korrigiere Meine pers?nliche Wertung von 9/10 nach 6/10. Ein Rollenspiel dieser Art lebt zum Gro?teil vom Erkunden. Nach dem faktischen Wegfall der gr??ten Landmasse, was mir auch erst sp?ter klar wurde, ist der Spielspa? gewaltig in den Keller gerutscht.
Man kann durchaus von 'Beschi?' reden - einem Wort, welches ich nicht schnell verwende. Aber ich habe ca. ein Jahr lang ALLES verfolgt, was es an Vorberichten, Interviews und Videos gab, da ich diese Art Spiele liebe... niemals gab es einen Hinweis darauf, da? der Singleplayer derma?en beschnitten ist (nur ca. 50% der Landmasse, die auf der Karte zu sehen ist).

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thelaw
  

@kingmo
hab da heute schon ins Forum geschrieben...

du hast recht, und ich nehme hiermit mein obiges positives Posting zur?ck...
Nach Insel 1 geht die Qualit?t des Spiels bergab und endet im Keller...
Also vorsicht, der Schein tr?gt!!

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gelöscht
  

wie bereits in mehreren foren zu lesen ist der umfang bei weitem nicht so gro?. da ein ganz gro?er teil der welt im sp nicht betreten werden kann sondern nur im mp.

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thelaw
  

@Samurai
ja da kann ich dir durchaus zustimmen.
Das positive zuerst: bei mir ist der Funke erst nach gut 5 Stunden ?bergesprungen - aber daf?r jetzt gewaltig, das Game macht s?chtig!

Zum Kampfsystem: habe mich mit Zeit mit den Unzul?nglichkeiten arrangiert. (spiele auf 360) - auch wenn es - wie du sagst - nicht sehr tatkisch abl?uft.

Mehrere Gegner bezwinge ich meist, durch bekloppen eines Einzelnen mit anschliessendem wegrennen, Waffe einstecken, Lebensenergie aufladen lassen - und.. auf ein Neues. Geht ganz gut, ?ber den Realit?tsgrad darf man allerdings nicht viel nachdenken.

Was ich ausserdem genial finde ist der Umfang. Habe nun fast 10 Stunden hinter mir, bin immer noch im 1. Kapitel und habe erst ca. 70% der Karte dort aufgedeckt - ein Ende dieser Insel ist zwar langsam in Sicht, doch wird man immer wieder mit spannenden Nebenauftr?gen von diesem abgelenkt.

Wenn man bedenkt dass noch 1 Insel + der Kontinent warten, muss der Umfang enorm sein.

Fazit: mir gef?llts bis jetzt sehr gut, aber die immer wieder auftauchenden Kritikpunkte sind auf alle F?lle berechtigt und sollten im n?chsten Teil angegangen werden!

Gr?sse
Law

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JackX
  

Was ich Mist finde, ist: Der Publischer Zuxxez verschickt schon PS3 Versionen, doch wenn man beim ?rtlichen Mediamarkt anruft labern die vom 18.11. als Releasedatum. Naja, ich bin gespannt wie ein Schnitzel und freu mir ein Loch in den Bauch wenn es endlich da ist.

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gelöscht
  

fable3 suchte ich auch die ganze zeit. finds super cool! hatte ein wenig gehofft das tw2 ein fable in komplex wird. anscheinend ist dem nicht so :( sehr schade

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samurai
  

Ich bin ehrlich gesagt mit TW2 noch gar nicht warm geworden, obwohl ich schon 4h gespielt hat. Hatte vorher Arcania und Fable 3 gespielt, irgendwie kriegt mit TW2 aber nicht so wirklich.

Vorallem das Kampfsystem als Nahk?mpfer ist vollkommen verhunzt. Anstatt man irgendwie taktisch k?mpfen kann ist die einzig funktionierende Taktik wildes Dauerklicken, da die Gegner dann nicht mehr Angriffe ausf?hren. Selbst Nash?rner und andere st?rkere Gegner sind damit von Anfang an einfach umhaubar. K?mpft man gegen mehrere Gegner im Nahkampf kann man nur schwer den ?berblick behalten, da das Spiel entscheidet und auch mal wild rumwechselt welchen Gegner man gerade anvisiert, der Held haut oft ins Nichts und man kann nicht mal r?ckw?rts gehen um die Entfernung zum Gegner zu erh?hen oder seinen Attacken auszuweichen. Sobald man in eine Richtung geht dreht sich der Held mitm kompletten K?rper in die Richtung... W?hrend ich in Arcania und Fable 3 wirklich gegen 5 Gegner und mehr gezielt vorgehen kann, mit Rollen und Man?vern geschickt den Hieben ausweichen kann, ist das K?mpfen in TW2 einfach komplett misraten. Ganz davon ab dass die KI in TW2 eh viel zu bl?de ist irgendwas im Kampf zu tun.
Bestes Beispiel die Mission mit den Fischmutanten im Keller. Von den ~8 Gegnern bleiben 7 generell unten an den Treppen h?ngen, den einen oben dauerklickt man dann tot und irgendwann r?ttelt sich der n?chste Gegner mal zuf?llig die Treppe hoch.
Dazu noch die tolle Idee mit dem Pferd. Nicht nur dass die Pferd Rufen Taste keinerlei Funktion erf?llt (das funktioniert scheinbar nur wenn das Pferd in Sichtweite ist), das Reiten l?sst auf PC ?berhaupt nicht steuern. Gerade wenn das Pferd in einem engen Pfad ist man?vriert es sich selbst in irgendwelche zuf?lligen Richtungen beim Antreiben, ohne das auf die Tastendr?cke reagiert wird.

Also im Moment ist f?r mich TW2 nen ziemlicher Reinfall. Das Inventar ist total un?bersichtlich, die ganzen Werte die Waffen und R?stungen haben werden weder im Spiel noch in der Anleitung erkl?rt, das Kampfsystem funktioniert einfach nicht, die KI ist mehr als bl?d sodass die K?mpfe einfach nur langweilig sind und auf den Kartenhinweisen steigt auch kein Mensch durch (zig nur leicht unterschiedlich gef?rbe Stecknadeln werden einem da irgendwo rangehefetet und was die bedeuten darf man in der Anleitung nachschlagen). Gut die Synchro ist wirklich Herausragend und die Dialoge zum Teil witzig aufgemacht, aber ein Spiel wo man viele Gegner t?tet sollte zumindest ein ausgereiftet Kampfsystem haben, was nicht unspielbar wird sobald man mit 2 Gegnern gleichzeitig konfrontiert wird.

Ich schau mal wie es nach mehr Spielzeit wird, aber im Moment wei? ich noch nicht wo in TW2 das tolle Rollenspiel sein soll. Mir pers?nlich hat Arcania und Fable 3 da um Welten besser gefallen, da musst ich mich nicht quasi schon zwingen jetzt weiterzuspielen : /

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andy31071981
  

klingt alles viel besser als beim ersten teil...also gekauft :)

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Swiss Monkey
  

F?r mich ist TW2 neben Fallout mit Abstand das beste RPG 2010. Bei vielen Kritikpunkten in dem Test kann ich nur den Kopf sch?tteln. Wo ist denn da bitte die Balance falsch?! Wie bei Gothic ist es auch hier so, das es starke und schw?chere Gegener gibt und am Anfang muss man halt nicht meinen, man k?nne eine Riesenameise oder ein Nashorn einfach so im Vorbeigehen umhauen. Da muss man auch mal eine Kurve um einige Gegner mache und diesen dann sp?ter, wenn man st?rker geworden ist, wieder zur Brust nehmen. Gerade das liebe ich so und genau das habe ich in Oblivion so gehast, dass die Gegener mitgelevelt sind.

Grobe Bugs, ausser den vielen Clippingfehlern, habe ich auch noch keine gesehen. F?r mich ist das Game ein absolutes Muss, f?r alle die Gothic oder Diablo-artige RPG lieben. Nach den ersten 4-5 Stunden h?tte ich dem Teil noch ca 80% gegeben, aber wie l?nger man es spielt um so fesselnder wird es und die Sammelsucht hat voll eingeschlagen. Nun anch ca 20 Stunden gebe ich dem Spielgerne 90%, wie es auhc von den meinsten anderen Testseiten bekommen hat. Der Testbericht von 4players und teils auch hier von AG kann man nicht ernst nehmen und zeigt nur wie unseri?s da teilweise getestet wird. W?rde mich schon mal interessieren wie lange der Tester das Spiel ?berhaupt gezockt hat.

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Corelli
  

Nun mu? man bedenken, da? Zuxxez und 4Players sich wohl nicht unbedingt m?gen. Letztere haben wohl kein Testmuster bekommen, da der zust?ndige Redakteur damals sein Two Worlds 1 Testmuster bei Ebay verscherbelt haben soll. Der K?ufer hatte sich offensichtlich bei Zuxxez gemeldet, und die waren stinksauer. Ob's alles stimmt? Egal. Sie m?gen sich nicht, und da sind Wertungen mit Vorsicht zu genie?en.
Ich bin daher froh, da? es Seiten gibt, die einen Wertungsdurchschnitt zeigen. Und User wie hier, die ihre eigene Meinung posten.

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