Uncharted: The Lost Legacy

Plattform: (PS4)
Release: Array

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Uncharted: The Lost Legacy - Darf’s ein bisschen mehr sein?

Mit The Lost Legacy bekommt die Uncharted-Reihe ihre erste Story-Erweiterung – noch dazu ohne Nathan Drake. Wir haben uns einen Level des Standalones angeguckt und berichten von unserem Abenteuer.

Auch Uncharted: The Lost Legacy wird wieder jede Menge Geheimnisse bereithalten.

Auch Uncharted: The Lost Legacy wird wieder jede Menge Geheimnisse bereithalten.

In Uncharted ging es noch nie um Helden. Es waren schon immer Geschichten über moralisch flexible Diebe, Grabräuber und Söldner. Die am 23. August erscheinende Standalone-Erweiterung Uncharted: The Lost Legacy, die wir bereits jetzt anspielen konnten, macht das vielleicht noch deutlicher als je zuvor.

Die Hauptrolle spielt dieses Mal nicht Nathan Drake, der mit dem Ende von Uncharted 4: A Thief's End seine illegale Karriere an den Nagel gehängt hat, sondern seine Abenteuer-Kollegin Chloe Frazer. Bekannt aus Uncharted 2: Among Thieves und Uncharted 3: Drake's Deception hat sich Chloe vor allem einen Namen dafür gemacht, die beste Fahrerin des Geschäfts zu sein und dafür, die Kurve zu kratzen, wenn es brenzlig wird. In Uncharted: The Lost Legacy hat sie diese Option nicht, denn hier ist es ihr Abenteuer, das wir erleben.

Ein ungleiches Duo

Immerhin ist sie nicht alleine. Gesellschaft bekommt sie von der aus Uncharted 4 bekannten Ex-Söldnerin Nadine Ross, die vor allem durch die Szene in Erinnerung blieb, in der sie Nate ordentlich verprügelte. Sonderlich grün sind sich die beiden Frauen ebenfalls nicht, allerdings werden sie beide von demselben Ziel angetrieben, dem "Stoßzahn des Ganesha".

Nadine hilft in erster Linie des Geldes wegen. Nachdem sie die Leitung ihrer Söldnertruppe Shoreline verlor, wurde sie von Chloe angeheuert. Grund hierfür ist der neue Antagonist, dem wir in The Lost Legacy antreffen: Asav. Er wird als "Philosoph und Söldner" beschrieben, der sich selbst als Nachkomme der indischen Hoysala-Dynastie sieht, die im 14. Jahrhundert ihr Ende fand, und der hofft, mit dem Stoßzahn des Ganesha Kontrolle über die gezeigte Region zu erlangen. Chloes Motivation für die Schatzjagd ist noch nicht genau bekannt, allerdings hängt sie offenbar mit ihrer Vergangenheit und ihrem Vater zusammen.

Nadine ist in The Lost Legacy quasi für Chloe das, was Sam oder Elena für Nathan waren – zumindest in Sachen Gameplay. Naughty Dog scheint hier noch einmal an der KI geschraubt zu haben, denn gerade in Kämpfen macht sich die Unterstützung bemerkbar. Beispielsweise gab es eine Auseinandersetzung, in der ein Feind hinter einem feststehenden Geschütz Chloe Probleme machte und den sie dank des Schutzes nicht erschießen konnte. Also zog sie das Feuer auf sich, damit Nadine sich – ohne von uns dazu aufgerufen zu werden - von hinten an ihn anschleichen und ihn aus dem Verkehr ziehen konnte.

Asav ist der neue Bösewicht in Unchated: The Lost Legacy.

Asav ist der neue Bösewicht in Unchated: The Lost Legacy.

Abgesehen von der Gameplay-Unterstützung bietet Nadine auch jede Menge Gesprächsstoff. So lernen wir nicht nur mehr über die (Ex-)Söldnerin, sondern auch über Chloe, die in bisherigen Uncharted-Teilen eine eher untergeordnete Rolle spielte.

Auf nach Indien

Unsere Preview-Session führt uns in die Westghats, ein Gebirge im Westen Indiens. Dort sind Chloe und Nadine auf der Suche nach drei Artefakten, die sie zum Stoßzahn des Ganesha führen sollen. Es ist der bisher größte erkundbare Level, den Naughty Dog bisher erstellt hat, größer noch als der Madagascar-Abschnitt aus Uncharted 4, an den er im ersten Moment auch erinnert. Visuell ist die Landschaft zwar um einiges grüner und reicher, allerdings fahren wir auch hier mit einem Jeep durch schlammige Landschaften und versuchen Hügel zu erklimmen, während wir immer wieder über Ruinen stolpern.

Indien bietet eine fantastische neue Kulisse für das Uncharted-Standalone.

Indien bietet eine fantastische neue Kulisse für das Uncharted-Standalone.

Die wahre Größe des Levels macht sich in der zeitlichen Beschränkung unserer Gameplay-Session bemerkbar. Nach knapp 45 Minuten müssen wir die Controller an wartende Kollegen abgeben. Was im ersten Moment für unglückliches Murren sorgt, eröffnet im zweiten die Freiheit des spielbaren Levels: Die Kollegen gehen in völlig andere Richtungen, um dort andere Herausforderungen anzunehmen und knacken Rätsel, über die wir nie gestolpert sind.

Während sich Chloe bei den einen mit dem aus Uncharted 4 bekannten Enterhaken von Baum zu Baum schwingt, um ein Rätsel mit Wasserfontänen zu lösen, bevor der Timer abläuft, ordnen andere die Teile eines Wandbilds richtig an.

Ein Blick auf Chloes Karte verrät uns dabei nicht, wie viele solcher Rätsel sich genau in dem Level verbergen, das macht das Ganze allerdings noch spannender. Erst, nachdem wir im Nathan Drake-Stil einen alten Turm erklommen haben, sind auf der Karte immerhin die Fundorte für die gesuchten Artefakte vermerkt. Die Reihenfolge, in der wir sie aufsuchen, bleibt allerdings uns überlassen.

Hoffen wir, dass Chloe weniger zerstörerisch ist, was verlorene Städte angeht als Nathan Drake.

Hoffen wir, dass Chloe weniger zerstörerisch ist, was verlorene Städte angeht als Nathan Drake.

Auch in Sachen Kämpfe gibt es ein wenig mehr Freiheit. Während wir bisher zwar auch die Möglichkeit hatten, entweder brutal und direkt oder eher schleichend vorzugehen, gibt uns Uncharted: The Lost Legacy teilweise die Option, Kämpfe komplett zu umgehen, sollten wir das wollen. Ob das allerdings davon abhängt, ob wir einfach bestimmte (optionale) Orte vermeiden oder uns generell an den Gegnern vorbeischleichen können, wurde in der Preview-Session nicht wirklich deutlich.

Die zusätzliche Bewegungsfreiheit scheint, zumindest auf den ersten Blick, die größte Änderung von The Lost Legacy zu sein - abgesehen von seinen (Anti)Heldinnen, versteht sich.

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Datum:

25.07.2017, 17:07 Uhr

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