Warhammer 40,000: Space Marine

Plattform: (PC, PS3, XBox 360)
Release: 06. September 2011

User-Wertung:

Warhammer 40,000: Space Marine

Ob nun Dark Omen, Fire Warrior, Mark of Chaos oder Dawn of War (um nur ein paar Beispielnamen zu nennen), auch Gamer ohne selbstgeschreinerten Spieltisch und "Games Workshop"-Stempelkarte wissen mit Warhammer absolut etwas anzufangen. Relic Entertainment sind besonders RTS-Fans ein nicht minder aktenkundiger Begriff, der sich künftig auch in der Actionspieleszene etablieren möchte. Für Stamm-Publisher THQ werkelt das Team momentan an Warhammer 40,000: Space Marine, das wir euch nun anhand einer Zusammenfassung erster Infos vorstellen wollen.


Adeptus Astartes - Engel des Todes

Während der E³ 2009 wurde Warhammer 40k: Space Marine erstmals anhand eines Trailers der Öffentlichkeit vorgestellt. Das war es bisher allerdings leider schon. Keine "echten" Spielszenen, keine offiziellen Galerien, keine Fact-Sheets mit Rahmendetails. Nichts weiter, außer dem zumindest in Spielengine gerenderten Promotrailer. Doch auch wenn dies für den Beginn eines Vorschauberichts nun ziemlich ernüchternd klingt, kann man bereits aus dem Namen des Games selbst eine Menge Informationen schlussfolgern. Bevor wir uns besagtes Filmchen etwas genauer ansehen, klären wir deswegen erst mal die gar nicht mal so unwichtige Frage: Wer oder was ist so ein Space Marine überhaupt? In der Zukunftsvariante von Games Workshops Tabletop-Universum werden so die Elite-Soldaten der Menschen genannt. So, oder Adeptus Astartes, für alle Vollfreaks da draußen (Nein, Übersetzungen in Klingonisch, Ferengisch und Vulkanisch kriegt ihr jetzt nicht auch noch geliefert!). Nicht unähnlich dem Master Chief, werden sie durch genetische Manipulation und operative Eingriffe direkt am Körper mit regelrecht übermenschlichen Kräften ausgestattet. Unter anderem werden den "Glücklichen" in ihrer Jugend, noch vor dem Erwachsenwerden, 19 neue, genetisch verbesserte Organe eingesetzt. Das Moddingprogramm der lebenden Waffen geht allerdings noch weiter, denn neben den physischen kommen per Hypnose auch noch psychische Beeinflussungen für besseren Gehorsam sowie größere Kampfbereitschaft hinzu. Abtrünnige oder bekehrte Supersoldaten wie die infizierte Gegenvariante der Chaos (einer brutalen Dämonenfraktion aus Warhammer) hat die Menschheit zwar trotz aller Gehirnwäschetricks immer wieder zu beklagen, die Grundlage einer jeden guten Armee bildet bei ihnen nichtsdestoweniger stets ein gesunder Anteil "Imperial Space Marines". Mal ganz abgesehen von den Sondervarianten mit variierendem Equipment, den mächtigen Heldentruppen sowie der Fähigkeit ihrer Hände am Steuer(knüppel) eines zerstörerischen Fahr-/Flugzeuges. Ihr geläufiger Spitzname "Engel des Todes" kommt also nicht von ungefähr. Zumal die in Orden organisierten Krieger im Alltag fast wie Mönche leben, indem sie einem strikten Tagesablauf voller Gebetsstunden und Kampfübungen folgen. Wer Space Marine wird, gibt sein eigenes Leben und seine Individualität praktisch auf. Aber gut, nur die wenigsten Apsiranten werden vorab überhaupt eine Wahl gehabt haben.
Warhammer 40,000: Space Marine

Feuer in der Schmiede

Über die Story des (wahrscheinlich irgendwann 2010) kommenden Videospiels zu spekulieren, ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht wirklich möglich. Sicherlich bietet das "Warhammer 40k"-"Sub-Universum" genügend Stoff für spannende Kriegsszenarien und dramatische Schlachtenverläufe, die höchstens wahre Experten alle schon kennen dürften. Für die wiederum wäre es dann fein, das zuvor in Büchern Gelesene oder gar selbst mit Figürchen Ausgewürfelte mal "live" in Bewegung auf dem Bildschirm zu bestaunen; ja gleich selbst aus der Sicht eines der Protagonisten zu erleben. Oder haben Relic vielleicht doch ein ganz frisches Script geschrieben? Der im Spiel abgewickelte Handlungsverlauf soll sich jedenfalls, so viel wurde zumindest kurz und knapp verraten, um eine Invasion der Orks auf eine der imperialen "Forge Worlds" (ist übrigens auch der Name einer Tochterfirma von Games Workshop, welche etwas größere Resin-Modelle für Sammler herstellt) ranken. Der Schauplatz stellt einen Fabrikplaneten dar, welcher natürlich vorwiegend Rüstungen, Waffen und Fahrzeuge für die menschlichen Streitkräfte produziert. Außer den Orks sowie "uns" wurden bis dato noch keine anderen Fraktionen fürs Spiel bestätigt, alles andere als mindestens ein Auftritt der Chaos wäre jedoch unter Garantie für jeden Fan eine Enttäuschung. Da Relic sich nicht zuletzt dank Dawn of War I & II vortrefflich mit Warhammer 40ks ganzer Materie auskennen dürften, müssen selbst eingefleischte Nerds sich bestimmt keine Sorgen um die korrekte Darstellung sowie den "Awesomeness"-Faktor "ihres" Universums im neuen Shooter machen. Eine leicht erweiterte Version des "E³ 2009"-Trailers (siehe Video unten ab Minute 04:15) zeigt am Rande einer großen Extra-Kampfszene übrigens schon mal beruhigender Weise einen Tyraniden Carnifex ("Kreischer-Killer" einer mysteriösen Alienrasse aus Warhammer 40k)... oder ist es gar ein Schwarmtyrant (schwer zu sagen, die Viecher sind etwa gleich groß)? Ein Kampftitan (imperialer Mech) in Aktion lässt sich daneben im Hintergrund ebenfalls schon bewundern. Was kann da noch schiefgehen?
Warhammer 40,000: Space Marine

Angemalt und vollgeblutet

Wenn es eine ganz klare und unumdeutbare Aussage des Trailers (unten die Standardvariante in besserer Quali) zu erwähnen gibt, dann ist das Space Marines Fokus auf opulente Action. Atombombenexplosionen in der Ferne, ganze Ork-Horden, die von mächtigen Energiehammerschlägen in alle Richtungen geschleudert werden,... es sieht wahrlich nach Krieg aus, der typischen Tabletopschlachten oder auch den RTS-Gefechten aus Dawn of War gerecht werden möchte. Im Detail fällt dabei die Konzentration auf intensive Nahkampfmomente auf. Zwar wird auch ein paar mal aus Boltpistolen und Heavy Boltern gefeuert, häufiger und sichtlich effektiver treten jedoch besagter Energiehammer, Energieschwerter sowie orkische Äxte auf. In mehreren Szenen machen sich die Space Marines sogar extra die Mühe, per Assault Pack einen düsengeförderten Sprung rein ins "Close Quarter"-Vergnügen zu wagen. Bei ihrer überlegenen Panzerung können sie sich solche Frontalangriffe aber auch erlauben, während die Orks eher mit ihrer Truppenstärke denn mit Standkräftigkeit des Einzelnen zu punkten wissen. Die für Warhammers dreckiges Universum so obligatorischen Bluteffekte (inkl. zerschlagenen Köpfen...) werden übrigens nicht die einzige Möglichkeit der Farbgestaltung im 40k-Shooter sein. Wie es Tradition ist, darf man die Mitglieder seines Squads farblich individuell anpassen und auch in Sachen Ausrüstung/Waffen nach Belieben einkleiden. "Squad", ihr habt richtig gelesen! Zwar soll das Spiel dem aktuellen Stand zufolge in jeder Mission nur jeweils die Kontrolle über einen einzelnen Krieger erlauben, ihr erlebt die Solokampagne allerdings insgesamt gesehen aus der Perspektive einer vierköpfigen Elite-Soldatentruppe. Wie im Trailer zu sehen, tragen sie jeweils eigene Waffen und Rüstungen mit sich, stellen entsprechend auch verschiedene "Space Marine"-Untertypen dar (Sergeant, Devastator, Assault & Tactical). Ob man daraus auch gleich auf einen Koopmodus für bis zu vier Spieler schließen darf, ist aktuell noch nicht bestätigt. Die Entwickler deuteten bereits an, dass man dem Geselligkeitsaspekt der Tabletop-Vorlage durchaus gerecht werden wolle, trotzdem ließ das Team bis jetzt keine direkten Äußerungen über Multiplayerfeatures an die Öffentlichkeit dringen.
Warhammer 40,000: Space MarineMeine Warhammer-Tabletop-Zeit ist zwar schon einige Jährchen her und bei mir im Elternhause war ohnehin eher mein Bruder der "40k"-Typ, trotzdem liebe ich das Blizzard-Inspirationsuniversum nach wie vor richtig innig. Entsprechend aufgeregt war ich bereits, als vor längerem Leakvideos eines neuen Shooter-Projektes auftauchten. "Fire Warrior" war ja bekanntlich ein Reinfall und wie sich später herausstellen sollte, urteilte THQ schon frühzeitig ähnlich über den spirituellen Nachfolger. Das Projekt wurde eingestampft und durch Relics nun angekündigtes "Warhammer 40,000: Space Marine" ersetzt. Ja, das hier vorgestellte Spiel ist eine komplette Neuentwicklung, die mit dem damals unfreiwillig durchgesickerten Material rein gar nichts zu tun hat. Man sieht es! Zwar präsentiert der oben eingebettete E³-Trailer keine Szenen aus dem direkten Spielgeschehen, laut offiziellen Angaben wurde er allerdings in tatsächlich repräsentativer Spielgrafik gefertigt. Womit THQ und Relic sich die Messlatte für ihr jüngstes Lizenzwerk von Anfang an ziemlich hoch setzen, immerhin strotzt das Filmchen nur so vor mit Action vollgepackten Szenerien in schicker "Next-Gen"-Grafik, welche vor allem den Stil der Vorlage perfekt einzufangen weiß. Auch wenn sie bei genauer Betrachtung mit ihren flüssigen Animationen und der effektreichen Ausleuchtung selbstverständlich geschickt über die vergleichsweise detailarmen Umgebungen hinwegtäuscht. Abseits davon: Sollte "Warhammer 40k: Space Marine" den jetzt schon geweckten Erwartungen gerecht werden, dürfen sich (erst mal) nur Konsolenspieler darüber freuen. Von offizieller Seite aus wurde auf der E³ sogar ausdrücklick betont, dass man den Actiontitel (mit RPG-Elementen bei der Charakterbildung) nicht für den PC plane, da man sich von vornherein auf ein erstklassig angepasstes Erlebnis für Xbox 360 und PlayStation 3 konzentrieren wolle.
Warhammer 40,000: Space Marine

Kommentare

Daniel Pook
  

Ich meine doch die Chaos(-Armeen). :P

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Grisi2701
  

Es hei?t DES Chaos nicht der.....
Man sagt ja auch DAS Chaos
Wenn du der Chaos schreibst m?sstest hinten ein Space Marines anf?gen.

Mann oh mann ihr macht ja Fehler^^ ;-)

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Konterbande
  

http://www.viddler.com/explore/PSUniverse/videos/341/
9min. ingame-Sequenzen...

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roohdiment
  

Ich bin gespannt... h?tte aber lieber einen Stealth-Shooter aus der sicht eines Assassins, oder gar ein d?steres Action-Rollenspiel aus der Sicht eines Inquisitors in welchem man die ganzen dreckigen Geheimnisse des Imperiums aufdeckt.
Blizzard hatte doch auch mal sowas ?hnliches in Entwicklung, und ich denke offiziel haben die Starcraft Ghost nie komplett aufgegeben... mal sehen was da noch so kommt.

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float
  

Ich will endlich mal eine rundenbasierte Umsetzung des TableTops :-(

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Taccou
  

@markiparki
Ja...weil man auch schon soooviel ?ber die Story wei?.

Ich finde es etwas schade, dass es nicht f?r den PC geplant ist, h?tte mich riesig darauf gefreut. Mal sehen, ob ich doch noch dazu komme, es irgendwie zu spielen.

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markiparki
  

sehr ?berzeugend sieht das spiel bis jetzt aber nicht aus :/ gears of war ohne story ?

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3-6-0-FAN
  

yeah auf gehts,lasst die Marines ihre arbeit tun!

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gandalf
  

Sooooviel Potenzial.
Auch wenn das Tabletop so langsam ausstirbt glaube ich. Games Workshop ?berlebt es hoffentlich durch neue Gesch?ftsmodelle.

Orkse, Waaaaagh! und chaoz darf nicht aussterben :-D

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